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Wien - Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter glauben nicht daran, dass viele Schulen die Möglichkeit nutzen werden, die Zentralmatura vorzuziehen. Der verpflichtende Start wurde am Montag an den AHS von 2014 auf 2015 und an den berufsbildenden höheren Schulen (BH) von 2015 auf 2016 verschoben, die einzelnen Standorte können aber freiwillig zum ursprünglich geplanten Starttermin die standardisierten Klausuren in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen einführen. Realistisch ist das allerdings nur an wenigen Standorten, sagen Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter im Gespräch mit der APA.
Um die Zentralmatura schon zum ursprünglichen Starttermin durchzuführen, braucht es eine Zwei-Drittel-Mehrheit in jeder der drei Kurien (Schüler, Eltern, Lehrer) im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA). Dass diese zustande kommt, ist allerdings "nicht sehr real", meint Theodor Saverschel, der Vorsitzende des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen. Immerhin bestehe bei den Lehrern viel Unsicherheit. "Ich glaube, dass das (die zwei Drittelmehrheit, Anm.) immer ein Problem sein wird." Und auch, wenn ein Direktor, der in der Regel die Koordination im SGA übernimmt, Schüler und Lehrer beeinflussen würde, könnte die Zustimmung noch immer an den Eltern scheitern.
Wenig Zustimmung
Bundesschulsprecherin Conny Kolmann von der VP-nahen Schülerunion glaubt ebenfalls nicht an viel Zustimmung. "Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass ein paar Schulen, die z.B. in den Fremdsprachen schon lange Schulversuche haben, es auch in den anderen Fächern probieren." Manche Standorte seien etwa in Deutsch besser vorbereitet als andere, weil Lehrer in der Arbeitsgruppe zur Erstellung der Zentralmatura vertreten und die Schulen dadurch immer auf dem neuesten Informationsstand seien.
Für AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin (FCG) hängt die Beteiligung vor allem von der konkreten gesetzlichen Bestimmung ab. "Wenn man Teile vorziehen kann, werden das relativ viele Schulen tun und auf die problematischen Bereiche in einem hohen Ausmaß verzichten. Wenn es nur um das Gesamtpaket geht, nehme ich an, werden es nur wenige Schulen vorher nehmen, weil sie dann auch die Dinge nehmen müssten, wo es noch massive Mängel gibt." So gebe es etwa in Mathematik noch Probleme. Viele andere Bereiche - die vorwissenschaftliche Arbeit, die mündliche Reifeprüfung, wo nur das Prozedere verändert werde, oder seit langem erprobte Fächer wie Englisch - "kann man problemlos schon vorher machen".
Kolmann pocht jedenfalls darauf, dass sich der SGA an jeder Schule seiner Verantwortung bewusst sein müsse. Die Entscheidung, wann mit der Zentralmatura gestartet wird, muss spätestens bis zum Ende der siebenten Klasse (AHS) bzw. vierten Klasse (BHS) getroffen werden. Und sie appelliert auch an das Ministerium: "Es wäre schön, wenn die Schulen das ohne irgendeine Beeinflussung entscheiden können."
Saverschel fände einen vorgezogenen Start überhaupt "kontraproduktiv, wenn man schon die Möglichkeit hat, es ein Jahr später zu machen". Wermutstropfen ist aus seiner Sicht allerdings, dass nicht einzelne Fächer vorgezogen werden können. "Wir hätten uns gewünscht, dass man sagen kann: Man macht alles bis auf Mathematik jetzt."
(APA, 5.6.2012)
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Die jetzigen Sechstklässler mussten sich aufgrund der ungewissen Informationen zur Matura neu für Wahlpflichtfächer (WPFs) entscheiden (für die 6. Klasse und auch schon fürs nächste Jahr, also 7. Klasse). Die Wahl von WPFs wurde immer schon im Hinblick auf die gewünschten Maturafächer gewählt. Jetzt passt dies nicht mehr. Gewählte zusätzliche Sprachen wie Italienisch haben plötzlich zu wenige Wochenstunden für die alte Matura (bei der neuen hätte es gepasst) oder Schüler/innen haben keine passenden Fächer für die Schwerpunktprüfung (welche es beim neuen System ja nicht mehr gegeben hätte). Eine größere Anzahl von Schülern wird da Probleme kriegen, aber da die Probleme mit der neuen Matura noch größer wären, haben sie einfach Pech...
Ein wenig spät - nicht?
Erstens muss Ende März das Thema der Vorwissenschaftlichen Arbeit bzw. der Diplomarbeit an den LSR/SSR zur Genehmigung eingereicht wwerden.
Und andererseits finde ich es den Schülern wie Lehrer gegenüber sehr unfair, sie nun die ganze 7. Klasse lang im Unklaren zu lassen.
SGA Beschluss NOCH HEUER!
Alles andere wäre nur weitere Verunsicherung.
Kapiere ich nicht. Klassen die seit 2 Jahren auf die Zentralmatura hinarbeiten jetzt die alte Matura schreiben zu lassen ist doch hirnrissig. Die müssen in 2 Jahren ja dann nicht nur den neuen Stoff lernen sondern auch alles was sie schon kompetenzorientiert erarbeitet haben nochmals auf alt lernen.
Das macht nur Sinn wenn die LSI Maturaangaben nach dem neuen Schema (aufgeteilt in Grund und Erweiterungsbereich) zulassen und das war bisher nicht der Fall.
dass bei der "neuen" Matura ein anderer Stoff beherscht werden muss als bei der "alten", solange ist es verständlich, dass sich Schüler und Schülerinnen Sorgen machen "durchzukommen".
Was genau sollte denn einen Lehrer daran hindern, die Inhalte zum Gegenstand der Matura zu machen, mit denen sich die Klasse in den letzten beiden Jahren beschäftigt hat?
Wer die Verschiebung zum Anlass nimmt so weiterzumachen wie bisher, wird ein Jahr später den selben Streß entwickeln der die Verschiebung jetzt angeblich notwendig gemacht hat.
Weil sich alle in den Fängen der bösen Lehrergewerkschaft, die Schüler und Eltern übelst manipuliert, belügt, bedroht und erpresst, befinden.
Aber dieser Spuk hat bald ein Ende und die Befreiung ist nah, weil tausende Lehrer aus Süd- und Osteuropa nach Österreich kommen und zusammen mit den Roboter-Teachern bzw. Avataren die österreichische Lehrerschaft ersetzen werden.
Dann kann Schmied endlich das Bildungsparadies errichten.
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