Türkei fördert Hightech- und Internetsektor mit Steuerbefreiung

In- wie ausländische Investoren sollen angelockt werden

Die Türkei will ihren Hightech- und Internetsektor mit einer fünfjährigen Steuerbefreiung für Investoren fördern. Wie Industrieminister Nihat Ergün der Zeitung "Milliyet" vom Dienstag sagte, wird ein entsprechender Gesetzesentwurf derzeit in den zuständigen Ausschüssen des Parlaments von Ankara beraten. Die Regierung will mit dem Gesetz möglichst viele Startup-Firmen und Risikokapital-Geber anlocken. Ergün hatte kürzlich den Staatspräsidenten Abdullah Gül bei einem Besuch im US-Technologiezentrum Silicon Valley begleitet.

Vorteile

Die Firmen sollen laut Ergün nicht nur von den Steuern auf ihre Gewinne befreit werden, sondern ihre Investitionen auch von ihrer Steuerschuld in anderen Unternehmensbereichen abziehen können. Die Vorteile sollen türkischen wie ausländischen Investoren gleichermaßen zugutekommen. Ergün sagte, das Gesetz orientiere sich an ähnlichen Rahmenbedingungen in den USA. Potenzielle Investoren reagierten nach Angaben des Ministers sehr positiv auf die Gesetzespläne.

Der Hightech-Sektor in der Türkei ist derzeit noch relativ klein. Sein Anteil an den rund 135 Mrd. Dollar (107,4 Mrd. Euro) umfassenden Gesamtexporten des Landes liegt im einstelligen Prozentbereich, soll in den kommenden Jahren aber auf zehn Prozent ausgebaut werden. (APA, 29.05. 2012)

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