Ermittlungen wegen Massen-SMS an säumige Kirchenbeitragszahler

25. Mai 2012, 12:55

Hohe Geldstrafe droht - Diözese verteidigt sich und schickte Spät-Einzahlern "Danke" wieder per SMS

Graz - Die Massen-SMS, mit der die Katholischen Kirche in der Steiermark rund 17.000 säumige Kirchenbeitragszahler an ihren ausständigen Obolus erinnern sollte, hat nun ein verwaltungsstrafrechtliches Nachspiel: Wie die Fernmeldebehörde am Freitag einen Bericht der "Zeit im Bild 2" vom Donnerstag bestätigte, wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem Telekommunikationsgesetz eingeleitet. Es droht eine Geldstrafe von bis zu 37.000 Euro.

Die Ermittlungen wurden "von Amtswegen" eingeleitet, sprich die Behörde wurde aufgrund der Berichterstattung selbst aktiv. "Wir prüfen die verwaltungsstrafrechtliche Relevanz nach Paragraf 107, Absatz 2, und es schaut sehr danach aus", erklärte Rudolf Perl, Leiter des Fernmeldebüros für Steiermark und Kärnten auf APA-Anfrage. Demnach ist das Verschicken elektronischer Nachrichten an mehr als 50 Adressen ohne Einwilligung der Empfänger nicht erlaubt, auch dann nicht, wenn es nicht zu Werbezwecken erfolgt. Bei strenger Auslegung könnte sich die Strafe auf bis zu 37.000 Euro belaufen.

"Bewegen uns auf sensiblem Boden"

"Wir kommunizieren mit unseren Mitgliedern", verteidigt die Leiterin der Kirchenbeitragsorganisation der Diözese Graz-Seckau, Herta Ferk, die Vorgangsweise. Vor der ersten derartigen Reminder-Aktion vor fünf Jahren habe man eine Rechtsexpertise eingeholt, diese würde nun verifiziert: "Wir sind uns bewusst, dass wir uns auf sensiblem Boden bewegen. Wir möchten da nicht schlampig sein und nehmen den rechtlichen Rahmen sehr wohl ernst". Es sei jedenfalls im Sinne der Säumigen, auf diese Weise aufmerksam gemacht zu werden statt eine Mahnung zu bekommen. Jene 1.000, die inzwischen mit einer Einzahlung reagiert haben, hätten darauf auch noch ein "Danke" - wieder per SMS - bekommen. (APA, 25.5.2012)

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Die einzig richitge - und v.a. eine effiziente - Antwort: Austriit aus röm.-kath. Kirche!

Wenn von den angeschriebenen säumigen ZahlerInnen nur 10 % austreten, dann hätte die röm.-kath. Kirche mittel- und langfristig einen wirklich relevanten finanziellen Schaden damit provoziert...

Ist ja nur von der Kirche...

Da wird die Strafe schon nicht sooo hart ausfallen, denn "es ist ja nur die Kirche". Diese Vereine haben bei uns in Österreich halt schon einen speziellen Status. Und auf was hinauf? Auf ein 10.000 Jahre altes Lügenmärchen auf dem so gut wie alle Religionen beruhen. Siehe hier: http://www.dailymotion.com/video/x9a... utsch_tech
Ach ja, hier geht's dir besch...eiden, aber dann in der Ewigkeit. Und damit wird die Macht der Religionsführer und der mitspielenden "weltlichen" Machthaber begründet. Ein Machtspiel auf Gegenseitigkeit zulasten des "gemeinen Volkes".
Religion ist Privatsache und hat auch als solche behandelt zu werden. Keine Sonderprivilegien für religöse Vereine!!!

wer da wohl wirklich "säumig" ist?

voll draufhauen, die tun es auch, ich meine die

Kirchenbeitragsstelle

austreten!

dann ist auch dieser überholte verein endlich geschichte! tut auch nicht weh! beim magistrat unterschreiben, dauert wenige minuten, und dann die briefe der kirche (freies zitat "du wirst in der hölle schmoren") ignorieren.

heißt ja nicht, dass man nicht an gott glauben darf. wahrscheinlich würde jesus selbst austreten...

...und wenn der Sachbearbeiter vom Verwaltungssenat katholisch ist... wird die Strafe vielleicht bei € 3,70 liegen ... plus eine Gratis-Absolution ...

Ich habe einen Stundungsantrag bis zum "Jüngsten Gericht" gestellt !

Bin schon gespannt, ob wenigstens die daran glauben.

Kommen da dann noch Zinsen dazu?
Falls ja kanns ganz schön ins Geld gehen gegen Ende der Ewigkeit ;-)

Es ist ja nicht für ewig, sonern ja "nur" für IMMER !

Wenn im Schnitt pro SMS ein Fünfziger hereinkommt, abzüglich 37.000 Strafe, hat sichs gelohnt. Vielleicht rechnet die Finanzkammer der RKK so?

"Demnach ist das Verschicken elektronischer Nachrichten an mehr als 50 Adressen ohne Einwilligung der Empfänger nicht erlaubt"

Innerhalb welchen Zeitraumes? Weil sonst erwischt es mich auch.

Wenn Sie 50 mal das selbe SMS einzeln versenden ist es ok.

Wenn Sie Massen-SMS versenden ist es Problematisch. Holen SIe sich die Zustimmung ein.

Auch wenn's um Elternverein in der Schule, Sportclub etc geht und nicht im Unternehmen.

Einfach beim nächsten Treffen einen Zettel durchgehen lassen wo die, die einverstanden sind ihre Nr / email eintragen und daneben unterschreiben.

An mehr als 50 Empfänger ist (unter den genannten Umständen) verboten, völlig egal ob einzeln oder als Massen-SMS.

Sag ich ja.

Sie können aber 50 einzelne individuelle SMS versenden.

Das ist auch verboten, da es sich um (kommerzielle) Werbe-SMS handelt.

Gemeint ist: Eine Mitteilung an mehr als 50 Empfänger _in_einem_Vorgang_ zu verschicken.

Das ist ohne Einwilligung der Adressaten (= jedes einzelnen Empfängers) nach dem TKG nicht erlaubt.

Den Nachweis, dass sie diese Einwilligung von allen angeschriebenen Personen (n>50) hatte, wäre von der Diözesanverwaltung zu erbringen (als eine Bringschuld, sozusagen), vermute ich.

P.S. Falls die Diözese einwenden sollte "Wir kennen uns mit diesen technischen Dingen halt nicht so aus": Das Prinzip "Unwissenheit schützt vor (Verwaltungs-)Strafe nicht" muss selbstverständlich auch für eine kirchliche Einrichtung gelten.

ad "Unwissenheit....":

Die einzige bisher bekannte Ausnahme: Ein gewisser Kärntner Politiker (noch im Amt)!

Der Zeitraum ist vor dem Gesetz belanglos. Es geht darum, dass es die gleiche Nachricht ist, die an 50 Leute ohne deren Einwilligung geht.

lasst doch das nächste Mal den Boss ran: der schreibt's einfach an den Himmel und spart euch den Ärger mit den lästigen irdischen Vorschriften.

und woher haben sie die vielen telefonnummern

damit sie ihre (unerlaubten?!) sms schicken können?

..Herolde?...

lol

der herold hat bis heute nicht geschnallt, dass die tel-nr. von mir nicht richtig ist...

...Geheimnummern? ^^

Ja in dem Fall wärs hochinteressant.

Allerdings hab auch ich lange eine strikt geheim gehaltene Nummer gehabt und trotzdem Werbeanrufe etc bekommen. Ein Werber hatte mir unverfroren auf meine diesbezügliche Frage behauptet, er hätte sie über das Telefonbuch erfahren, was zu dem Zeitpunkt definitiv gelogen war. Herausbekommen hab ich die Quelle nie, da bin ich gegen eine Mauer gerannt.Später hab ichs dann aus beruflichen Gründen geöffnet
Aber aus meiner Erfahrung ist Ihr Einwand durchaus berechtigt.
MfG
M.D.

Ein Werbeanrufer teilte mir mal mit, die Nummern seien automatisch generiert, "Zufallsgenerator". Kann man glauben, muß man aber nicht.

Ein anderer beförderte sich nach der Frage *frostiger Tonfall* nach dem "Woher??" umgehend selber aus der Leitung. *smiile*

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