Superfund-Genussscheine unter der Lupe

18. Mai 2012, 13:39

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Wien - Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat erneut die Genussscheinkonstruktionen des Hedgefondsanbieters Superfund im Visier, berichtet das aktuelle "Format". Nach APA-Informationen hat die Aufsicht kürzlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um die Frage, ob es sich bei den Genussscheinen um ein konzessionspflichtiges Bankgeschäft handelt. Rund 10 Mio. Euro dürften noch in den Papieren liegen. Bei der FMA wollte man sich dazu am Freitag nicht äußern: "Kein Kommentar zu laufenden Ermittlungen."

Bereits vor fast acht Jahren hatte die Aufsicht Bedenken gegen die Genussscheine von Superfund - damals noch "Quadriga" - angemeldet. Daraufhin stoppte das Unternehmen den Vertrieb und stellte sein Geschäftsmodell auf Sicav (Luxemburg) um.

Sollte die FMA jetzt zur Erkenntnis kommen, dass es für die offenbar noch vorhandenen Genussscheine eine Bankkonzession bräuchte, wird sie ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten. Laut Verwaltungsgerichtshof (VwGH) sind Genussscheine, die zur Geldveranlagung oder -verwaltung verwendet werden, Bankgeschäfte.

"Seit der Einstellung des Vertriebs vor mehr als sieben Jahren gab es keinerlei Vorwürfe der FMA", hielt Superfund gegenüber dem "Format" fest. (APA, 18.5.2012)

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11 Postings
die tolle FMA ist sicher völlig unvoreingenommen und von selbst

genau jetzt auf die idee gekommen dass plötzlich kommunale energiespar-gemeinschaftsanlagen mit bürgerbeteiligung(!), alle möglichen uralt-genussscheine und div. beteiligungsmodelle allesamt bankgeschäfte sein könnten.
die banken haben da sicher nix damit zu tun....
HALLO ans publikum: aufwachen!, wir leben hier in österreich!...

Superfund ist ohnehin ein Pyramidenspiel

Gewinner sind jedenfalls der Hr. Baha und seine Mitstreiter.

Die Perfromance ist überhaupt nicht nachvollziehbar und daher ist der Betrug hier eine leichte Sache.

Versteh ich nicht ganz

Sind die Superfund Fonds wie z.B. "Green" oder "Blue" Genussscheine???
Das Anlagevermoegen von Superfund ist laut Format nun 800 Millionen (war schon 2 Milliarden). Welcher Anteil ist davon betroffen?
Aus dem Artikel werd ich nicht schlau.

green ist allgemein die bezeichnung trendfolgestrategie, gibt es als genussschein und auch als sicav. betroffen sind nur die genussscheine. superfund ist aber nicht die einzige genussscheinfirma der die fma derzeit bankgeschäfte vorwirft. selbes thema hat z.b. auch die life settlement holding ag vom investmentpunk hörhan...

nur 10 mille..

Die zivilrechtliche Konsequenz

ist noch viel schlimmer als ein Verwaltungsstrafverfahren. § 100 Abs. 2 BWG wäre für Superfund der Tod (Einwand aus Wette und Spiel)!!

Bankwesengesetz:
§ 100. (1) Wer Bankgeschäfte ohne die hiefür erforderliche Berechtigung betreibt, hat auf alle mit diesen Geschäften verbundenen Vergütungen, wie insbesondere Zinsen und Provisionen keinen Anspruch. Die Rechtsunwirksamkeit der mit diesen Geschäften verbundenen Vereinbarungen zieht nicht die Rechtsunwirksamkeit des ganzen Bankgeschäfts nach sich. Entgegenstehende Vereinbarungen sowie mit diesen Geschäften verbundene Bürgschaften und Garantien sind rechtsunwirksam.

(2) Wer Bankgeschäfte ohne die hierfür erforderliche Berechtigung betreibt, kann sich nicht auf § 1 Abs. 5 berufen.

ob die wenigstens der fma sagen worin sie die kundengelder anlegen?

Superfund gibt die prinzipielle Strategie durchaus

bekannt. Ich war unlaengst bei einem Superfund Informationsabend. Es wurde detailliert erklaert, warum man zuletzt heftig verloren hat.
Die Green-Fonds sind Trendfolge. Man nimmt weltweit 260 liquide Futures. Hauptsaechlich Commodities, aber auch Aktienidexes, Forex. Und macht dann eine Trendfolge darauf. Dabei ist man in letzter Zeit unter die Whipsaw gekommen.
Die Blue-Fonds sind Momentum. Man geht Aktien long und zur Absicherung den Index short. Das hat in letzter Zeit auch nicht funktioniert.
Es ist bei diesen Strategien nicht moeglich zu sagen, wo das Geld gerade angelegt ist.
Das Prinzip-Madoff ist natuerlich bei keinem Fond auszuschliessen.

als ich zwischen 2004 und 2006 mal beim superfund in der marc aurel strasse war, wurde mir bei enem gespräch genau garnichts gesagt ausser hohle phrasen.

dann haben sie zu dem zeitpunkt mit zeiträumen werbung gemacht, in denen es die produkte noch garnicht gab.

Das wäre aber wider die Natur in diesem Sektor!

Das wird man (und frau) erst dann erfahren, wenn nicht mehr genug Geld eingezahlt wird, um die "Aussteiger" auszahlen zu können - wie bei Madoff, Stanford, etc.

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