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Klo und fließendes Wasser innerhalb der eigenen vier Wände: Was für die meisten Wienerinnen und Wiener so selbstverständlich ist wie das Riesenrad im Prater oder das Dosenbier vom Würstelstand, fehlt immerhin in knapp 39.000 Hauptwohnsitz-Wohnungen der Bundeshauptstadt.
Bruckbauer: Mieten treiben Inflation an, diese beflügelt wiederum die Mieten
Auswertung von 150 Inseraten: Ungerechtfertigte Aufschläge vor allem bei befristeten Mietverträgen - Mieter zahlen im Jahr oft um mehrere tausend Euro zu viel
Thema "Soziales und Wohnen" im Grundsatzprogramm: "Sozialkarte" für Bedürftige und Möglichkeit des Kaufs der eigenen Gemeindewohnung gefordert
Laut einer "internen" Studie für das Maklernetzwerk Re/Max sind 82 Prozent der Österreicher für regelmäßige Überprüfungen. Die ÖVP sieht ihre Linie bestätigt
VP-Seniorenbund will Förderungen für Barrierefrei-Umbauten - SP-Pensionistenverband fordert Sozialtarife für Strom und Gas
Zweckbindung von Wohnbaugeldern gefordert - Kogler: Entscheidungen im Parlament "herbeibewegen"
SJ-Chef Moitzi will mit Gemeinden über günstige Wohnungen für "Hausstandsgründer" reden - Mietervereinigung und SPÖ unterstützen Forderungen
Sozialistische Jugend und Junge ÖVP starten Kampagnen für "leistbares Wohnen". Die JVP will "erstes Eigenheim" steuerfrei machen
Juraczka: "Wir wollen niemanden raushauen", aber alle zehn Jahre sollte Anspruch überprüft werden, im Fall des Falles "marktadäquate Miete" gezahlt werden
Wolfgang Kirnbauer, Obmann des Wiener Mieterschutzverbands, spricht über fragwürdige Gutachten und erklärt, warum er das Richtwertsystem "an sich für gut" hält
Analyse von Mikrozensus-Daten: Bei einer 75m²-Wohnung, die 2010 befristet neu vermietet wurde, zahlt ein Mieter jährlich 2.240 Euro zu viel
Vassilakous Vorstoß hält Wohnbaustadtrat Ludwig ungeeignet für die Volksbefragung. Die Lagezuschläge auf den Richtwert will er "überprüfen" lassen
Hausbesitzer vs. Mieterschützer: Martin Prunbauer und Georg Niedermühlbichler im Gespräch über Zuschläge, Altmietverträge, Markt und Regulierung
Arbeiterkammer: "Versagen des Richtwertsystems sorgt auch für stark steigende Zinshauspreise" - Baugebot für unbebaute Grundstücke gefordert
Der öffentliche und geförderte Sektor stellt den Löwenanteil der Mietwohnungen in Wien, und auch der größte Teil des Privatsektors unterliegt Beschränkungen - zumindest auf dem Papier
Die noch im Herbst geplante zehnjährige "Einschleifregelung" entfällt, volljährige Kinder müssen höheren Baurechtszins zahlen
Betriebskosten-Aufstellungen auch elektronisch erhältlich - Gutschriften für vier von fünf Gemeindebau-Bewohnern
Mietervereinigung: Mieter von privaten Wiener Wohnhäusern zahlen im Schnitt bereits 30 Euro pro Monat für die Haus-Versicherung, die eigentlich der Eigentümer zahlen sollte
MVÖ-Präsident Niedermühlbichler: Rasant steigende Wohnkosten "nicht mit Steigerungen bei Betriebskosten zu argumentieren"
8,7 Prozent mehr für Eigentum prognostiziert - Warnung vor Überhitzung des Marktes
Von den höheren Richtwertmieten sind 350.000 Menschen betroffen. Der Großteil von ihnen in Wien, wo Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Intransparenz bei Zuschlägen kritisiert
ÖHGB-Präsident Noszek: "Investitionen in Gebäude immer schwieriger zu finanzieren"
Das Justizministerium hat am Freitag die neuen Richtwerte veröffentlicht
ÖVI und WKÖ kritisieren AK scharf - Haus- und Grundbesitzerbund weist auf exorbitante Steigerung der Renovierungskosten in den letzten zehn Jahren hin
AK untersuchte Mietensteigerungen der letzten zehn Jahre - Fazit: Betriebskosten sind nicht schuld an gestiegenen Wohnkosten
bild 4 zeigt zweifelsfrei eine "erst kuerzlich renovierte/sanierte, gemuetliche wohnung mit einger. kuechenzeile"...
bild 5: wer hat schon diesen komfort? haendewaschen und fussabstreifen vor eintritt in die wohnung! ausserdem ist das gewiss nur die wasserentnahmestelle fuer die hausreinigungsfirma - sieht man doch schon an den schicken, neuen kunststofffenstern!
bild 6 zeigt allerdings einen stilbruch: die schoene, alte bassena, die viel geld kostet auf dem flohmarkt, mit so einem 60er-jahre wasserhahn auszustatten! na, das haetten die eigentuemer aber besser machen koennen.
bild 7: die weisskalkung der rohen ziegelwaende hat schon was, nicht wahr?
und nimmt man's genau, dann wurde hier exakt 1 haus dokumentiert... sowas, aber auch.
ich habe vor kurzem in eine 40m2 wohnung substandard D eine heizung, ein klo und ein bad eingebaut. die investition hat EUR 14.800 gekostet. die miete kann ich jetzt von 80 EUR mtl. auf 200 EUR mtl. erhoehen. das heist ich nehme im monat um EUR 120.- mehr ein. In ca. zehn Jahren habe ich dann das bad fuer meinen mieter ausbezahlt. ich bin mir aber nicht so sicher, ob ich das fuer die naechsten wohnungen auch machen sollte. leider habe ich eigentlich nicht unbeschraenkt geld.
die 120 EUR müssen aber noch versteuert werden. d.h. ca. 45% davon fallen ja noch weg.
Eventuell muss dann noch der Kredit für die Investition getilgt werden, wo auch noch Zinsen+Kapital zu zahlen sind. Also in Summe dauert es wohl mehr als 10 Jahre, vielleicht sogar 20 Jahre bis die Investition herinnen ist.
mein Häusel am Gang zu haben würde mich nicht sooo maßlos schrecken, wie der Gedanke, es mit jemandem teilen zu müssen - DAS wäre echt der blanke Horror. Da fällt mir meine frühe Jugend ein, als wir Studenten alle noch nicht so viel Geld hatten, uns bessere Hotels leisten zu können und man in billigen Pensionen urlaubte, in denen sich am Gang eine "Gemeinschaftsdusche" befand, die ich nie barfuß betreten hatte vor lauter Ekel. Abgesehen vom Mangel an Komfort, waren schon die hygienischen Verhältnisse Grund genug für mich, nie zu campen, oder früher (junges Erwachsenenalter) im Club Med ein Hüttendorf zu buchen.
Meine erste Wohnung in Wien Gangklo, 45 m2 um ca. 800 ATS. Ich war sehr froh darüber. Nach der Eingangstür gab es Vorzimmer, Küche, Dusche und Waschküche ;-). Dann noch ein Kabinett und ein großes Zimmer. Habe bis '94 darin gewohnt und war nicht unglücklich darüber. Das Klo teilte ich anfanges mit e. älteren Dame, dann hatten wir es alleine. Das einzige Problem im Winter ohne Heizung - während sehr kalter Perioden mussten wir es in Decken einwickeln, damit es nicht einfriert. Die Nachbarn, die weiter unten geschütztere hatten waren so nett dann ihres zu "leihen". Es war e. tolle Möglichkeit zu starten und zwar ohne sich gleich über beide Ohren zu verschulden. Auch wenn ich froh bin, weder Öl heimschleppen zu müssen. Gibt schlimmeres.
Ich hab ca. 10 Jahre (ca. '88-'99) in sowas gewohnt, tw. zu zweieinhalbt ("Patchwork"-Familie halt).
Klo am Gang, mit dem grindigen Nachbarn geteilt, die Küche mit Duschkabine als Vorzimmer, ein "grosses" (18m²) Zimmer, durch das man in ein Kabinett gekommen ist. Und das war's auch schon wieder.
Aber knapp 300,-- Schilling Netto-Miete (+1.200,-- BK, +3-500,-- §18, +St.Euern) war halt unschlagbar, und hat mir die Bildung von wenigstens ein bissl Startkapital ermöglicht. Und man lernt zwangsweise das Z'sammräumen und sich-organisieren ;)
Den Ölofen hab ich ganz vergessen (verdrängt). 2-3x/Woche zur Tankstelle 3 Gassen weiter pilgern mit 2 20lt-Kanistern. Das ging ja noch.
Wie sie dann (ca. '96) aber das Heizöl bei der Tankstelle eingestellt hatten, hab ich ein ernsthaftes Problem gehabt, weil die nächste Heizöl-führende war ca. 30min Fussmarsch entfernt. Und Diesel verheizen verbietet sich der St.Euern wegen ja doch von selbst.
Und was das gekostet hat, da Gas einzuleiten, einen Konvektor zu kaufen und den Rauchfang herrichten zu lassen! Fast 50.000,-- Schilling! Die Ersparnisse von 2 Jahren!
JA - vor allem durften die nur Heizöl verkaufen, wenn auch andere Brennstoffhändler offen hatten - Wettbewerbsschutz. Ich bin mal fast a.d. Knien gelegen nach 18h und habe den Tankwart gebeten mir zu sagen was es mit e. Ölheizung zB f.e. Wettbewerb mit e. Kohlehändler geben könnte. Na ja - glücklicherweise vorbei.
Wie Tiere??? Komm komm a bissl übertreibst Du schon. Ich hab in den 90ern selbst ein paar Jahre mit Klo am Gang gelebt. So schlimm ist es nicht, die Wohnung selbst war sehr gemütlich und ich war froh, einen supergünstigen Zins für 60m2 zu haben - 2.000,- Schilling oder sowas warn's damals, pünktlich am ersten IN BAR an die Besitzerin zu zahlen .. :-)
Ich habe in der Küche mit einer Holzkonstruktion einen WC Raum gebaut, das 100er PVC Rohr des Abflusses quer durch den Boden zur Stiegenhauswand und durch die Decken bis in den Keller, die Wohnung lag im ersten Stock, das Rohr vom Stiegenhaus her in die Wand eingestemmt.
In diesen dicken Ziegelmauern ists ja leicht so ein Rohr unterzubringen, auch der Deckendurchbruch, da kein Beton, kein Problem.
Im Keller habe ich dieses dann offen an der Kellerdecke ca. 10m zum Kanal geführt.
Auch das Wasser einzuleiten mit einem 15er Kupferröhrl keine Hexerei.
Ich habe auch alle Stromleitungen erneuert, da gabs noch Gewebeumantelte Leitungen.
Später wurde sogar die Nachbarwohnung an meine WC Leitung angeschlossen, so hat die dann gar nix gekostet...
habe mal eine solche wohnung angeschaut in Ottakring:
klo am gang, am anderen ende - schlüssel wenigstens alleine. licht funktionierte auch meistens wurde versprochen.
"wohnung" war 1 Raum, Duschkabine in der Mitte, Leitungen für Strom und Wasser nebeneinander recht neu ins Zimmer an der Decke geleitet.
400 Euro pro Monat. Im Keller.
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