Swisscom mit weniger Umsatz und Gewinn in Q1

2. Mai 2012, 10:34

Telekonzern übertraf aber Erwartungen

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank um 2,1 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken (2,33 Mrd. Euro). Der Reingewinn ging um 3,8 Prozent auf 456 Mio. Franken zurück, wie die Swisscom am Mittwoch bekanntgab.

Erwartungen übertroffen

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) verringerte sich um 2 Prozent auf 1,104 Mrd. Franken. Ohne die italienische Breitbandtochter Fastweb wäre der Umsatz lediglich um 0,4 Prozent auf 2,294 Mrd. Franken gesunken, hieß es weiter.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten laut Nachrichtenagentur awp im Durchschnitt mit einem Umsatz von 2,772 Mrd. Franken, einem Ebitda von 1,083 Mrd. Franken und einem Reingewinn von 436 Mio. Franken gerechnet.

Zahl der TV- und Mobilfunkkunden zugelegt

Fastweb reduzierte den Handel mit Telefonminuten (Hubbing), was den Umsatz um 2,8 Prozent auf 423 Mio. Euro sinken ließ. Ohne dieses Geschäft, das kaum Gewinn abwirft, wäre der Umsatz bei 396 Mio. Euro stabil geblieben, hieß es weiter. Der Betriebsgewinn Ebitda kletterte dennoch um 1,9 Prozent auf 109 Mio. Euro.

In der Schweiz konnte der "blaue Riese" die Einbußen durch das zunehmende Telefonieren und SMS-Versenden übers Internet sowie die Konkurrenz durch mehr Kunden, neue Bündelangebote und Tarife mit integrierten Volumen wettmachen. Die Zahl der TV- und Mobilfunkkunden legte weiter zu. (APA, 2.5.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.