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Jerusalem/Havanna/Manila/Vatikan - Christen in aller Welt gedenken am heutigen Karfreitag der Kreuzigung Jesu vor rund 2.000 Jahren. In Jerusalem gingen laut Kathpress Tausende gingen in dichtem Gedränge die traditionellen 14 Stationen seines Leidensweges auf der Via Dolorosa durch die Altstadt nach. In der Grabeskirche, dem überlieferten Ort des Todes und der Bestattung Jesu, kamen schon seit den frühen Morgenstunden zahlreiche Gläubige zur zentralen Feier zusammen.
Landesweit rief Israel für die Armee die zweithöchste Alarmstufe aus. Grund ist, dass zeitgleich zu den Osterfeierlichkeiten am Freitagabend das jüdische Pessach-Fest beginnt, das an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert. Laut Medienberichten bleiben die Kontrollpunkte zum Westjordanland bis Samstagnacht geschlossen. Nach Militärangaben erhielten 500 Christen aus Gaza sowie 20.000 Christen aus dem Westjordanland Einreisegenehmigungen für die Osterfeiern in Jerusalem.
Erstmals seit mehr als 50 Jahren wird unterdessen in Kuba der Karfreitag als Feiertag begangen. Präsident Raul Castro hatte auf persönliche Bitte von Papst Benedikt XVI. bei dessen Besuch Ende März den Karfreitag zum nationalen Feiertag erklärt. Die Regelung gilt zunächst nur ausnahmsweise.
In einer Premiere überträgt das Staatsfernsehen zudem die Karfreitagsliturgie aus der katholischen Kathedrale von Havanna. Die Predigt von Kardinal Jaime Ortega werde live auf dem Bildungskanal "Educacion 1" ausgestrahlt, erklärte der Sprecher der Erzdiözese, Orlando Marquez, laut kubanischen Medienberichten. Ebenfalls als Neuerung findet wieder eine öffentliche Kreuzweg-Prozession in Havanna statt.
Auf den Philippinen ließen sich auch heuer am Karfreitag mehr als 20 Personen ans Kreuz nageln, um das Leiden von Jesus Christus nachzuerleben. Rund 3.000 Einheimische und Touristen verfolgten die traditionellen Kreuzigungen in einem Dorf nördlich von Manila. Helfer nehmen die Menschen nach einigen Minuten wieder von den Kreuzen ab. Bereits Stunden vor der Zeremonie geißelten sich zahlreiche Einheimische mit Peitschenhieben, um so für ihre Sünden zu büßen. Die katholischen Bischöfe des Landes lehnen den blutigen Brauch ab.
Papst Benedikt XVI. feiert am Nachmittag die Karfreitagsliturgie im Petersdom. Ein traditioneller Höhepunkt der österlichen Feiern in Rom bildet dann die Kreuzweg-Andacht vor dem Kolosseum am Abend. Heuer steht die Familie im Zentrum der bei den 14 Stationen vorgelesenen Meditationen. Das Kirchenoberhaupt bat das italienische Ehepaar Danilo und Anna Maria Zanzucchi von der Fokolar-Bewegung, in diesem Jahr die Betrachtungen zu den einzelnen Stationen auf dem Leidensweg Jesu zu verfassen. Es ist das erste Mal, dass diese Texte von einem verheirateten Paar vorbereitet wurden.
Die abendliche Zeremonie mit dem Papst an Roms Wahrzeichen gilt als besonders ergreifend. Tausende Gläubigen, Pilger und Touristen verfolgen sie. (APA, 6.4.2012)
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Nein, es gibt Millionen Christen, die erst nächsten Freitag der Kreuzigung Jesu gedenken. Einen Klick tiefer steht es wenigstens richtig:
http://derstandard.at/133352854... er-Kirchen
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