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Nur für Spezialisten: Der Mehrheit der Gäste erscheint es als unzumutbar, einen Wildvogel wie die Schnepfe zu verzehren.
Unter Feinschmeckern ist der Ruf der Schnepfe kaum zu überschätzen. Grimod de la Reynière, einer der ersten Literaten, die ihr Schaffen ganz der Gastronomie widmeten, erklärte sie zum "Nonplusultra aller irdischen Freuden" - und das im mehr als lebensfrohen 18. Jahrhundert!
Für den großen Fergus Henderson, Küchenphilosoph und Sternekoch, ist Schnepfe schlicht "eines der größten essbaren Erlebnisse überhaupt". In Österreich wird sie nur noch extrem selten angeboten - im Gegensatz zu Spanien, Italien, England oder Frankreich haben wir den Anschluss an unsere gastronomischen Traditionen leider oftmals verloren.
Heute erscheint es der Mehrheit der Gäste eben als unzumutbar, einen Wildvogel wie die Schnepfe zu verzehren: Er muss, um der einzigartig mineralischen Qualität seines Fleisches gerecht zu werden, kompromisslos blutig gebraten werden. Und er muss, nachdem Schnepfen sich vor dem Abflug erleichtern, nicht ausgenommen werden. Der Schnepfendreck, kurz gebraten und mit Cognac flambiert, ist nicht zufällig ein besonders begehrter Leckerbissen.
Umso sensationeller ist die Kunde, dass Max Stiegl vom Gut Purbach sie dieser Tage auf der Karte hat - und zwar getreu dem Henderson-Rezept gebraten! Aber Vorsicht: nur für Spezialisten! (corti, DER STANDARD, 31.3.2012)
Gut Purbach
Hauptgasse 64, 7083 Purbach
Tel.: 02683/560 86
Do-Sa
12-14 u. 18-21.30, So 12-21, Mo 18-21.30 Uhr
www.gutpurbach.at
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In Gut Purbach gibt es für wenige Wochen Schnepfe auf der Karte
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Beide haben Recht.
Es gibt sowohl einen gesellschaftlichen Moralkodex als auch ne Art inneres ethisches Empfinden. Kann man an sich selbst leicht nachpruefen...gibts Dinge an die man sich haelt, auch wenn die Menschen mit denen man sich grad umgibt, es nicht tun? Ich glaube, es wird sich bei vielen etwas finden.
und sie sind ganz sicher, dass dort doppelschnepfe (wie durch das bild suggeriert) verkauft wird? nicht eher waldschnepfe?
und die waldschnepfe wird auf der roten liste übrigens als mit "handlungsbedarf" angegeben (weil stark bedroht) - aber lassen sie sich ihr traditionsgericht ruhig schmecken solange es noch welche gibt.
sehr zu empfehlen wäre auch noch der waldrapp, der wurde zwar ob seiner wohlschmeckenden Attribute fast komplett ausgerottet. aber es gibt ja ein einbürgerungsprojekt...
wissen's wg. dem ras-sismus...keine türkischen früchte in unseren garten...und auch die aus der wallachei wollen wir nicht haben...die aus rumänien, da könnt man drüber reden aber nur wenn sie wirklich jung sind...gell
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