Sabine Haag bis Ende 2018 Generaldirektorin

  • Der Vertrag von KHM-Generaldirektorin Sabine Haag wurde bis Ende 2018 verlängert.
    foto: kunsthistorisches museum

    Der Vertrag von KHM-Generaldirektorin Sabine Haag wurde bis Ende 2018 verlängert.

Bregenzer Kunsthistorikerin leitet seit 2009 das Kunsthistorische Museum - Ursprünglicher Vertrag wäre am 31. Dezember 2013 ausgelaufen

Wien - Der Vertrag von Sabine Haag (50) als Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums (KHM) mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum wurde heute von Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) bis Ende 2018 verlängert. Ursprünglich wäre die Verpflichtung der Bregenzerin mit 31. Dezember 2013 ausgelaufen. "Sabine Haag hat seit ihrem Amtsantritt 2009 die Position des Kunsthistorischen Museums als eines der international führenden Kunstmuseen gestärkt und ausgebaut", lobte Schmied die Leistung der KHM-Chefin in einer Aussendung.

Haag wurde 1962 in Bregenz geboren, wo sie das Bundesgymnasium für Mädchen besuchte. Nach einem Aufenthalt im kalifornischen Santa Barbara, studierte sie von 1981 bis 1989 Anglistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte in Innsbruck und Wien, im Jahr darauf begann sie ihre Tätigkeit als Kuratorin in der Kunstkammer, in deren Dienst sie auch ihre 1995 eingereichte Dissertation stellte. Unter dem Titel "Studien zur Elfenbeinskulptur des 17. Jahrhunderts: Vorarbeiten für einen systematischen Katalog der Elfenbeinarbeiten des Kunsthistorischen Museums Wien" leistete sie von Anbeginn ihrer Tätigkeit im KHM Beiträge zur Erfassung und Neubewertung der Bestände. Mit 1. Dezember 2007 wurde sie als Direktorin der Kunstkammer sowie der Weltlichen und Alten Geistlichen Schatzkammer berufen.

Seit ihrer überraschenden Bestellung - Haag hatte sich gar nicht offiziell beworben - ist Haag unermüdlich unterwegs, für das Museum zu werben und die nötigen Gelder aufzutreiben - alleine der laufende Kunstkammer-Umbau kostet rund 18,5 Millionen Euro. Ein Museum von heute sieht sie "als einen Ort der Bildung, des Lernens, aber auch des Entspannens", gleichzeitig hat sie ihre Offenheit für unkonventionellen Methoden mehrfach bewiesen: Mit Goldhelmen wird das Kunstkammer-Sponsoring beworben, die Gemäldegalerie wurde für die (später preisgekrönte) Theaterproduktion "Ganymed Boarding" geöffnet, für die jüngste Klimt-Schau ließ sie im Stiegenhaus des Hauses eine Brücke bauen, und ab 2013 öffnet sie das Haus für eine Zeitgenossen-Schiene. Der hochkarätige Start erfolgt mit Lucian Freud. Gemeinsam mit Geschäftsführer Paul Frey hat sie günstige Jahreskarten eingeführt und ein Zentraldepot in Himberg errichten lassen. (APA, 28.3.2012)

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