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Georg Konjovic, Director Premium Content der Axel Springer AG.
Wien - Der Springer Verlag (Bild, Welt) öffnet demnächst seinen iKiosk in Österreich, sagte Georg Konjovic, Director Premium Content der Axel Springer AG, bei einer Konferenz der Zeitungsverleger in Wien. Kunden können voraussichtlich ab Ende April mehr als hundert verschiedene Titel für ihr iPad erwerben.
"Wir sind große Freunde des Wettbewerbs", feixte Konjovic angriffslustig in Richtung Publikum, das ihn als Reaktion auf den angekündigten Start des iKiosk mit dem bereits existenten "Austria Kiosk" der APA konfrontierte. Im Gegenzug schlug der Vortragende geschäftstüchtig vor, sich gegenseitig mit den jeweiligen Titeln zu beliefern, solange Qualität und finanzielle Rahmenbedingungen stimmen. Das Erlösmodell des iKiosk verhalte sich laut Konjovic sehr simpel: "Zehn Prozent gehen an Axel Springer, 30 Prozent an Apple, 60 Prozent an den Anbieter." In den nächsten Monaten sollen noch in drei bis vier weiteren europäischen Ländern iKioske eröffnet werden.
Aggregator ohne "Filter Bubble"-Effekt
Man wolle sich durch digitalen Wandel nicht die Vermittlerposition zwischen Kunden und Produkt streitig machen lassen, seien das nun digitale Kioske oder die immer stärker in den Markt drängenden Aggregatoren, brachte der Contentmanager die "Paid Content"-Strategie seines Unternehmens auf den Punkt. Deshalb habe man in einem 7-wöchigen Experiment den Nachrichten-Aggregator "myEdition" entwickelt, der sich derzeit noch im "Closed Beta"-Status befindet. Entgegen amerikanischer Mitbewerber, die in der Nachrichtenselektion stark auf Social Media setzen, soll der Springer-Aggregator auch Nachrichten außerhalb der sozialen Filter-Bubble zum Leser bringen.
Mit dem Single-Login über die Mauer
Von den steigenden Zahlbereitschaft der Leser motiviert, hat Springer laut Konjovic beschlossen, nach und nach alle Webseiten bezahlpflichtig zu machen. Um das Prozedere für die Kunden zu erleichtern, wird derzeit an einem Single-Login gearbeitet, das es dem Kunden möglich macht, mit einmaligem Einloggen auf die Artikel aller Plattformen zuzugreifen. (prie, DER STANDARD, 27.3.2012, Online ergänzt)
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