Wiener "Parkpickerl" wird noch einmal billiger

15. März 2012, 17:55

Senkung der Verwaltungsgebühr im Herbst von 58,99 auf 50 bzw. 45 Euro

Rust/Wien - Manchmal senkt Wien auch Gebühren: Das "Parkpickerl" wird noch einmal billiger. Das hat Finanzstadträtin Renate Brauner am Donnerstag bei der SPÖ-Klubtagung in Rust verkündet. Die Stadt reduziert die Verwaltungsgebühr, die bei der Abholung zu bezahlen ist. Künftig wird die Gebühr 50 statt 58,99 Euro ausmachen. Das Pickerl kommt also künftig auf maximal 170 Euro pro Jahr. Es berechtigt zum Abstellen des Autos in den flächendeckenden Kurzparkzonen.

Die Ansage Brauners kam zu einem Zeitpunkt, an dem intensiv über die Ausdehnung dieser Pickerl-Zonen diskutiert wird. Die inneren Bezirke sind großteils schon Kurzparkgebiete. Nun wird ausgedehnt: Meidling, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals haben die Einführung des Parkpickerls ab 1. Oktober bereits beschlossen.

Entscheidung in drei Bezirken noch offen

In drei Bezirken außerhalb des Gürtels ist eine Entscheidung aber noch ausständig. Favoriten und Penzing wollen demnächst fixieren, ob ihr Bezirk bzw. Teile davon künftig gebührenpflichtig wird oder nicht. Währing wiederum richtet sich nach dem Ergebnis der kürzlich per Brief durchgeführten Bürgerbefragung.

Der Preis des Parkpickerls selbst wurde bereits kürzlich reduziert - zeitgleich mit der Anhebung der Parkgebühren. Es kostet nun 120 statt 135 Euro jährlich, zuzüglich einer Verwaltungsabgabe, die nun ebenfalls gesenkt wird. Wobei der neue Tarif von 50 Euro sogar noch einmal reduziert werden kann: Bei der Abwicklung via Internet kostet das Pickerl 45 Euro. Die neue Tarife treten mit der Ausweitung der Pickerlzonen im Herbst in Kraft. (APA, 15.03.2012)

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Gegen blauschwarze Verblödung!

Die blauschwarze Verblödungskampagne mit dem "Abzocke"geschrei bestätigt die Schädlichkeit von Benzindämpfen für die Hirnleistung. Jahresparkpickerl 120 Euro. 2-Jahrespickerl 240 Euro plus 50 Euro einmalige Verwaltungsgebühr, Summe 290 Euro. Kurzparkzone Montag bis Freitag 9 bis 22 Uhr werktags. Macht ca 250 Pickerlpflichttage jährlich, 500 in 2 Jahren. Ergibt 60 Cent am Tag, soviel wie ein Drittelliter Sprit. Wirklich schlecht ist die Strafgebühr von bloss 36 Euro für Schwarzparker - das sind nur 36% der Strafgebühr von 100 Euro fürs Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Autobegünstigung feiert also fröhliche Urständ. Das Blaublödgeschrei über 60 Cent "Abzocke" täglich aber ist eher Beleg für ebenhohen IQ der Plärrer.

Falsches Signal!

Das Parkpickerl sollte nur gegen Vorlage einer Jahres-Netzkarte der Wiener Linien abgegeben werden.

Vorteil 1: Vernünftige AutofahrerInnen sparen!
Vorteil 2: Unvernünftige AutofahrerInnen zahlen mehr!
Vorteil 3: Entlastung der Straßen, weniger Unfälle
Vorteil 4: Sinken von CO2, Feinstaub und Treibstoffverbrauch
Vorteil 5: gesündere Menschen durch mehr Radverkehr.

Das Parkpickerl müsste min. so teuer sein wie eine 40qm Wohnung, schließlich werden ca. 10qm Grund verbraucht, die können aber nicht - wie bei Wohnungen - vertikal gestapelt werden.

Idee ist gar nicht schlecht. Gratisparkpickerl bei Vorlage einer Jahresnetzkarte auf den Namen des Zulassungsinhabers für dieselbe Laufzeit. Sollte wirklich überlegt werden.

"nur gegen Vorlage einer Jahres-Netzkarte "

Nötigung? Erpressung?

Ihre Forderungen sind entlarvend. Wie soll das rechtlich halten?

Weil der Sinn der Parkraumbewirtschaftung die Reduzierung des innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs und nicht nicht die Parkplatzreservierung ist.

Nennen wir es ökologische und ökonomische Vernunft!

Rein auf die Fläche umgerechnet könnte so ein Parkpickerl natürlich auch viel teurer sein. Sehen Sie sich die Mietpreise zum Vergleich an.

im grunde...

wuenschen sie sich:"autofahren nur fuer die oberschicht", oder?
entweder sind sie selbst begeisteter autofahrer und wuenschen sich leere strassen, oder sind kurzsichtig genug, um nicht zu erkennen, dass sie selbst nur mehr ungern die oeffis nutzen wuerden, wenn sich nur 10% mehr menschen in der stosszeit in die u-bahn quetschen wuerden.
ich nutze selbst ab und zu oeffentliche verkehrsmitel (wo es sinn macht) und bemerke, dass augenblicklich -vermutlich aufgrund des spritpreises - das gedraenge immer aerger wird. natuerlich gibt es abends freie kapazitaeten, aber das hilft den menschen die zur arbeit muessen halt recht wenig.
oder sie sind fanatischer radfahrer, aber das relativiert sich dann ohnehin mit dem alter...

Das liegt an der Vergeudung öffentlicher Mittel für den motorisierten Individualverkehr (allein die neue Tangentenauffahrt vom Landstrasser Gürtel kostet satte 79 Millionen Euro!), die beim Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel fehlen. Was nützt die U-Bahn, wenn die Intervalle nicht verkürzt werden? Dafür wären mehr Personal und Betriebsmittel notwendig.

Bleiben wir bei den Fakten!

Mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen sind KEINE Autofahrer, werden aber durch diese Minderheit massiv eingeschränkt und gefährdet.

Fossile Treibstoffe und öffentlicher Raum sind knapp. Kein Grund also jedem Autofahrer 10qm zu "schenken" und den anderen damit wegzunehmen.

Ich selbst bin Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer. Und - zugegeben - es ist nicht immer ein Vergnügen mit den Öffis zu fahren.

Die Netzkarte ist für (fast) alle leistbar. Wer sich ein Auto leisten kann, kann sich also leicht auch eine Netzkarte leisten, besonders wenn er dafür neben 10qm Parkraum auch noch die Transportdienstleistung der Wr. Linien bekommt.

Oberschicht ist bei weniger als €50.-/Monat lächerlich!

§57a (vulgo: Pickerl-) Überprüfung 34,99 Euro..

...beim forstinger.
gebühr für das abführen einer anderen gebühr: reduziert nun 50 Euro...
danke, frau brauner, sie sind so gut zu uns!

Gehüpft wie gesprungen

das ganze ändert nichts daran, dass das Parkpickerl und die Art, wie es in Wien gegen den Willen der Bevölkerung eingführt wird, ein Einfug ist. Wieviel kostet der Verwaltungsaufwand für das Parkpickerl? Wieviel Jobs in der Stadtverwaltung beschäftigen sich mit der Parkpickerladministration? Kann mir jemand sagen, ob diese Jobs in guter Tradition diesmal in rot-grünem Proporz besetzt werden?

ich bin auch gegen das parkpicker in der...

... aktuellen form. aber es ist eine tatsache, dass anno dazumals die bewohner der jeweiligen bezirke mehrheitlich gejubelt haben als das picker eingeführt wurde. ich hab nie verstanden warum, aber es war so. deshalb sollte man die tatsachen nicht vertreten.

ich hätte gern ein parkpickerl für ganz wien zu einem moderaten satz von € 75,--, wobei die parkberechtigung so ähnlich wie die wahlsprengel eingeteilt werden sollten. das gäbe mehr einnahmen, ein ende der diskriminierung nach wohnbezirk und wäre eine sinnvolle lösung. so wie es jetzt ist, ist es jedoch eine frechheit (die aber anno dazumal von der mehrheit der bevölkerung gewollt wurde!).

nur weiter so!

Das wird ja noch richtig ein Schnäppchen, dieses Parkpickerl. Jetzt kostet das Handaufhalten, um 120 Euro einzusacken, nur mehr 50 Euro. Da muss man doch einfach zuschlagen, daran kann man echt nicht mehr vorbei!

Die Gebührenhöhe bleibt ungerechtfertigt hoch. Material- und Vertriebskosten orientieren sich an jenen einer KFZ-Überprüfungsplakette (etwa EUR 1,10). Weitere GRENZvariable Kosten: etwa 5 Min. C-Beamten-Tätigkeit - etwa EUR 8,- (inkl Überstundenpauschale und Frühpensionszuschlag). Der übersteigende Rest ist ungerechtfertigt.

So ein Witz...

...das ist wie damals bei der Euroeinführung.
Die Parkscheine werden jetzt billiger...wahnsinns Argument, aber vielleicht kann man ja jetzt in Griechenland überall günstig parken dank unserer Hilfspakete.

Bei der nächsten Valorisierung kostet das Pickerl wieder mehr und die Sache ist gegessen.

Natürlich. Alternativ wäre es nach der nächsten Wertanpassung halt noch teurer geworden.

wieso darf man in währing bei den "besseren leuten" eigentlich abstimmen und ich werde im 16ten zwangsbeglückt?

in etlichen bezirken ein parkpickerl einzuführen und dann (damit die bevölkerung sich beruhigt) die verwaltungsgebühr um ein paar euro zu senken wird sich wohl trotzdem mehr als nur rechnen.

ich fürchte mich schon vor der nächsten wahl, auch wenn herr und frau österreicher preiserhöhungen schnell vergessen, dürfte rot grün den bogen doch deutlich überspannt haben.
wer bei der nächsten wahl davon profitieren wird ist wohl nicht schwer zu erraten.

dann musst du wohl in zukunft recht fleissig sein, damit du ja recht bald auch zu den bessern leuten zählst. komplexler..

egal welche maßnahme in bezug auf autos in großstadt: jede ist unpopulär. city-maut, verbot, etc. ist schon ok, die öffis sollten noch mehr runter mit dem preis.

klar werden die blauen profitieren. gti fahrer, die öffis doof und räder nur vom auto kennen.

komplexler weil ich mein recht auf demokratie einfordere??

sicher das nicht SIE der blauwähler sind?

die abstimmung is ja eine reine augenauswischerei. kommt ja sowieso über kurz oder lang flächendeckend.

Menschen, die ihr Recht auf demokratischer Mitbestimmung einfordern, als "Komplexler" abzuqualifizieren, disqualifiziert Sie für jeglichen Meinungsaustausch.

Wenn Sie ernst genommen werden wollen, befleissigen Sie sich einer adäquateren Ethik und Kommunikationskultur.

ja genau, demokratisch schüssel wählen. 3. und opposition usw.
romantiker.

Jetzt weniger zu zahlen für null-Garantie einen Parkplatz zu finden hebt das Preis/Leistungsverhältnis um...

...na? Wer weiß es?

Die 100%-Garantie gibt es - kostet aber etwas mehr. 20 m² Grund kaufen + Garage bauen = ca. 40.000 €.
Oder eine Abstellfläche mieten (so wie ich): 240 €/Jahr.

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