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Rom - Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia ist nach Angaben von Anwälten der Passagiere bereits vor seiner Unglücksfahrt mehrmals gefährlich nahe an der Insel Giglio vorbeigefahren. Mindestens zehnmal hätten die Schiffe der Reederei Costa Crociere ähnlich riskante Routen genommen, zitierte die Nachrichtenagentur ANSA am Montag aus Dokumenten von Anwälten, die einige Überlebende des Schiffsunglücks vertreten. Mit ihrer Darstellung widersprechen sie früheren Angaben der Reederei.
Wie aus den Dokumenten hervorgehe, sei die Costa Concordia bereits am 14. August nur 150 Meter entfernt von der Insel entlanggefahren - so wie auch am 13. Jänner, als der Kreuzer von seinem offiziellen Kurs abkam, vor der toskanischen Insel auf einen Felsen fuhr und kenterte. 17 Leichen wurden bisher geborgen, 15 Menschen werden noch vermisst.
Dokumente eingereicht
Die Anwälte Pietro Ilardi und Francesco Compagna gaben an, die Dokumente gemeinsam mit der US-Kanzlei Clifford Law Offices "vor einigen Wochen" bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Grosseto eingereicht zu haben, meldete ANSA. "Wegen der Verletzung der elementarsten Sicherheitsnormen" müsse die Leitung der Reederei von den Ermittlern ins Visier genommen werden, forderten sie.
Costa Crociere macht den Kapitän der Costa Concordia, Francesco Schettino, für das Unglück verantwortlich. Gegen Schettino wird wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. (APA)
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