Neue Radwege fürs Burgenland

16. Jänner 2012, 18:22
  • Mit dem Radtourismus ist es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu 
verlängern.
    foto: apa/uwe zucchi

    Mit dem Radtourismus ist es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu verlängern.

95 Prozent der Gemeinden sind bereits ans 2.150 Kilometer lange Streckennetz angeschlossen - 2012 wird weiter ausgebaut

Eisenstadt - Wer im Burgenland im Urlaub mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann rund 2.150 Kilometer Radwege und 433 Kilometer Mountainbikestrecken mit dem Drahtesel erkunden.

2012 wird das Netz weiter ausgebaut, kündigte Tourismuslandesrätin Michaela Resetar am Montag an. Für Ausbau und Instandhaltung stehe heuer ein Budget von 340.000 Euro zur Verfügung.

Radfahrer in die Ortschaften hineinbringen

Beim 51 Kilometer langen "Windradweg" im Nordburgenland, der in Weiden am See beginnt, dreht sich sprichwörtlich alles um erneuerbare Energie. Im Landessüden entsteht in der Region Oberwart - Bad Tatzmannsdorf ein "Panoramaweg". Auf der "Entdecker-Tour Donau-Neusiedler See" können Freizeitsportler grenzüberschreitend in die Pedale treten.

95 Prozent der burgenländischen Gemeinden sind bereits ans Netz mit über 60 Radwander- und Verbindungswegen sowie 25 Mountainbikestrecken angeschlossen, so Resetar. Die Kommunen haben in den vergangenen fünf Jahren rund sechs Mio. Euro investiert. Ein Ziel sei es auch, die Radfahrer in die Ortschaften hineinzubringen, meinte die Landesrätin.

Verlängerte Saison im Nordburgenland

Mit dem Radtourismus sei es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu verlängern. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Burgenland betrage beim Wellnessurlauber etwa 2,3 Tage: "Wenn man allein diese Gäste um einen Tag länger halten könnte, hätten wir schon längst die drei Millionen Nächtigungs-Marke." Daran werde man arbeiten.

Burgenlands erster Radweg war der 1983 eröffnete Neusiedlerseeradweg. Heute sei er die meistbefahrene Strecke nach dem Donauradweg, so Hans Artner vom Tourismusreferat im Amt der Landesregierung.

Grenzüberschreitende Radwege

Grenzüberschreitende Radwege sind auch im Landessüden ein Thema: So verbindet der Lafnitztalradweg Burgenland und Steiermark. Auch gemeinsam mit Ungarn gibt es Projekte, die zum Teil schon umgesetzt seien, wie etwa die Verbindung Eisenstadt-Sopron, erläuterte Artner.

Drei Radkarten mit einer Auflage von 10.000 Stück sollen Informationen über die einzelnen Landesteile bieten. Auf den Karten finden sich auch Sehenswürdigkeiten zu den Regionen und Informationen zum Beispiel zu Reparaturwerkstätten, Verleihstellen sowie über Gastronomie bis hin zur Beherbergung. (APA)

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8 Postings
Fahrräder statt Windräder...

Kenne etliche Radlerinnen und Radler, die nicht mehr da hinunter fahren seitdem die Parndorfer Heide zu einer Windindustrie-Landschaft verkommen ist...
Jetzt rücken die "windigen" Geschäftemacher auch dem Nationalpark immer näher!
Schlage vor auf dem Höhenkamm des Leithagebirges auch so einen Windpark (was für ein verlogener Begriff!) zu errichten, damit das Schauen von Pornofilmen via Internetz auch ohne Atomstrom gesichert ist!!!

windradweg .. das klingt fuer den radler so anziehend wie jacobs malzkaffe fuer kaffeetrinker..

Wenn man in Kathegorien des Mittelalters denkt sicher.

Die Mehrheit der Menschen findet Windräder übrigens schön, viele Touristen kommen gerade wegen der Windräder.

Aber der NIMBY denkt: "Was scheren mich vergiftete Böden und Gewässer, verletzte Menschenrechte, Klimawandel, Autobahnen, Flughäfen? WINDRÄDER sind es die bekämpft werden müssen, weil sie die ach so schöne Postkartenlandschaft zerstören."

Ich frage mich immer wieder wie kaputt die Psyche eines Menschen sein muss, wenn seine Prioritäten so seltsam verschoben sind.

der is super. keine autos, brauchbarer asphalt. die burgenländischen radwege san super fürs GA Training min RR.

Diese Vielzahl an Windrädern hat die Landschaft derart verschandelt, dass der "Windradweg" wahrscheinlich vergebene Liebesmüh' ist.

und wer is schuld an windraedern und muehsamen radln - der gegenwind. wann wird der endlich illegalisiert ?

ist ja löblich, aber

Es wäre längst an der Zeit, ein praxistaugliches europäisches Radwege-System (Einheitlichkeit der Leitsysteme, Beschilderungen, Steckenprofile usw. ...) aufzubauen. Alles andere bleibt Stückwerk. Radtouren führen längst über Staats- und Landesgrenzen, Tendenz stark steigend. Diesem Umstand sollte man endlich Rechnung tragen. Bürgermeister und Landeshauptleute, manchmal auch Großfirmen kochen alle ihr eigenes Süppchen, zum Leidwesen von Radfahrern. Die vorhandenen Systeme sind meist nicht nur grottenschlecht sondern auch höchst verwirrend zum Teil widersprechen sie sich gegenseitig auch noch.
Bitte umdenken!

Ich verstehe deine Kritik zwar, finde das aber nicht so schlimm. Gerade im Burgenland sind die Radwege, die ich kenne, hervorragend ausgeschildert (durchgehend Wegweiser und große, weiße Pfeile am Boden). In anderen Bundesländern sehen die Schilder halt (etwas) anders aus. Schlimmer ist es, wenn die Wegweiser lückenhaft sind.

Streckenprofile, etc. sollten eigentlich von den Autoren der Führerliteratur bereit gestellt werden.

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