Rezept für Apfeltorte mit Stevia

Ansichtssache
18. Jänner 2012, 17:03

Das Wunderkraut Stevia ist in aller Munde und seit Dezember als Lebensmittel in Österreich zugelassen - Wir haben das Süßungsmittel in einem Backversuch getestet und ein Rezept aus "Das Stevia Backbuch von Gina Martin-Williams nachgekocht.

foto: derstandard.at/schersch
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Rezept Apfeltorte

Zutaten
(Tortenform: Ø 22 cm )

Teig:
4 Eier
3-4 TL Stevia-Granulat
100 g Topfen (10 % Fett)
20 g Agavendicksaft
35 g Sauerrahm
5 EL Apfelmus
1 TL Bourbon-Vanillepulver
1 TL Zimtpulver
Schale von 1 Zitrone
4 EL Macadamia-Nussöl (ersatzweise neutrales Sonnenblumenöl)
50 ml Mineralwasser
140 g Vollkorn-Kamutmehl (ersatzweise Dinkelmehl)
35 g Mandeln, gemahlen
1 Pkg. Weinstein-Backpulver

Belag:
2 süße, mittelgroße Äpfel
2 EL Rum
Zitronensaft
1 TL Zimtpulver
1 Msp. Nelkenpulver
Mandelblätter

Anmerkung: Kleine Abweichungen vom Originalrezept: Statt Stevia-Granulat gibts bei uns Tabs (weil wir sie gerade zu Hause hatten) und statt 5 TL Apfelmus wurde ein kleiner Apfel mehr verwendet und zu Mus gekocht. Außerdem wurde eine Tortenform mit 26 cm Ø verwendet.

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"Das Wunderkraut Stevia ist in aller Munde und seit Dezember als Lebensmittel in Österreich zugelassen"

Nicht ganz:
http://help.orf.at/stories/1697914/
Besonders das mit China ist interessant. Die lesen im www nach, auf was wir irrationaler Weise ganz wild sind, und produzieren es dann en masse und ganz billig. Ist irgendwie nett!

Und Honig? Kann man nicht verwenden?

Können schon....

... nur mischen Sie mal Mehl, Eier und Honig und schauen Sie sich das zähflüssige Resultat an: dem Teig fehlt eindeutig der Körper. Wo wir wieder beim Grundproblem von Stevia wären: ausreichende Süße, aber kein Volumen.

Stimmt genau! Das Füllmittel ist die größte Herausforderung bei beispielsweise Stevia gesüßter Schokolade!

Aber es gibt sie mittlerweile trotzdem, aus oben genannten Gründen allerdings zumeist mit hohem Kakaoanteil. Gesehen zB. hier: http://shop.steviaschoko.at

herkömmlicher zucker

in geringer "dosierung" ist doch nichts schlechtes.

Tolle Idee das Ganze, fand ich. Habs auch gleich am Wochenende ausprobiert. Ausgezeichnet gerochen und schön ausgeschaut, aber leider selten sowas Furchtbares gegessen. Zuerst Geschmack toll, aber der Nachgeschmack war dermaßen bitter! Noch nicht erlebt bis jetzt, auch wenn man das herkömmlichem Süßstoff ansich nachsagt und den kenn ich zur Genüge. Nicht zu vergessen, dass diese komische Süßstoff Süße stundenlang nicht aus dem Mund zu bringen war...

Aber sonst - toller Kuchen...prinzipiell

Hab für einen Diabetiker eine Esterhazytorte mit Stevia gebacken. Alle waren vom 1. Stück begeistert, aber: man darf kein zweites essen. Das war so grauenvoll, wie Sie es beschrieben haben. Am nächsten Tag konnte man wieder ein Stück essen, aber irgendwie war mir das dann (wohl wegen der Erinnerung) vergällt.

interessant - ich hab nun stevia im garten - und weiss noch nicht was ich damit anfangen soll - kau hin und wieder ein blattl.
haben sie oder wer anderer hier ein rezept/tipp?

nein, leider, hab keine extra Rezepte,

aber das www müsste doch da was hergeben, oder?
"kau hin und wieder ein blattl" find ich übrigens liab!

na seavas, ein bodenständiges rezept
ökologischer fußabdruck - nie gehört
weiviele flugkilometer braucht das bis zu uns her?

bis auf zimt, nelken und vanille sind alle zutaten in der näheren umgebung herstellbar. zimt und vanille lassen sich (wenn sie das wollen) durch waldmeister ersetzen.

agaven, macadamia?

Statt Macadamia-Öl heisst im Rezept lässt sich auch Sonnenblumenöl verwenden. Agaven wachsen bei uns ganz gut. Im Winter halt in der Wohnung. Aber ehrlich gesagt finde ich kann auf diese Zutat auch gut verzichtet werden.

Wer selber eine Stevia-Pflanze hat kann einfach einen Tee zubereiten und mit diesem den Teig machen. Stevia lässt sich trocknen, ein Granulat ist daher unnötig. Die Pflanze ist bis auf zu große Feuchtigkeit und Frost eigentlich robust. Aber nicht vergessen. Stevia ist zwar süß, schmeckt aber doch etwas anders als normaler Zucker.

Am kaufen führt ohnehin kein Weg vorbei.
Sonst müsste man sich im Wohnzimmer eine große Stevia-Plantage anlegen.
Und wer kann oder will das schon?

eine pflanze reicht für viel viel süßes zeug. das ist sogar eine kleine pflanze. tu mir den gefallen und schreib nicht einfach irgendetwas.

Geh bitte, ich hab selber drei Pflanzen daheim stehen.

Überleg doch mal, wieviele Blätter du täglich benötigst, würdest du tatsächlich alles mit Stevia süßen - vom Morgenkaffe bis zum Abendessen.
Und das nur auf ein eine Person bezogen, nicht auf eine ganze Familie.
So schnell können die Blätter von ein zwei Pflanzerln gar nicht nachwachsen.

Kaffee mit Stevia ist was ganz widerwärtiges.
Im Tee super, im Kaffee funktioniert's überhaupt nicht.

Ich backe schon seit Jahren mit Steviosid!

Und noch nie Beschwerden gehabt.

Mürbteig oder Karamelisieren ist damit natürlich nicht möglich, aber Rührteig, Quark-Öl-Teig usw. geht wunderbar. Vor allem Fruchtkuchen werden gut. Hitzebeständig ist Steviosid auch über 200 Grad, deutlich besser als die meisten Zuckerersatzstoffe.

Bisserl gewöhnungsbedürftig sind die Mengen, mit denen der Zucker substituiert wird - das muss man entsprechend ausprobieren und ein gescheites Steviosid (ab 95% Reinheitsgrad) gehört natürlich auch dazu.

Die Pulverform ist übrigens zu bevorzugen!

vielleicht sollten die leute mal dran denken, dass man die zuckermasse mit irgendwas substituieren muss.

hier kommt eigentlich immer mehl oder stärke zum einsatz.
und das hat genauso viele kalorien wie zucker.

dünner wird man deswegen nicht.

substituieren der zuckermasse

also ich nehme bei jedem kuchen- etc. rezept immer nur die hälfte oder weniger , zucker, hab noch nie aufgefüllt. und meine mehlspeisen schmecken super, wie man sagt

Wobei das Polysaccharid Stärke bzw Mehl aber nicht so schnell verstoffwechselt wird wie Haushalts-Zucker.
Und wenn man dann noch Volkornmehl nimmt...

Ich habe selbst einige Stevia-Pflänzchen, imho ist allerdings die Verwendung beim Backen die ungeeignetste.
Deshalb wird im Rezept oben ja auch zusätzlich Agavendicksaft genommen (= Zuckersirup).
Gut zu verwenden ist Stevia bei allen Getränken.

In diesem Rezept kommt auch ganz unverschämt ein Zuckersirup zum Einsatz ;-)

Es geht ja nicht nur um den Energiewert, sondern auch um den Effekt auf den (Insulin-)Stoffwechsel. Da macht's durchaus einen Unterschied, welche Form von Kohlehydraten man zu sich nimmt.

und ich sage ihnen, dass es keinen unterschied im insulinhaushalt macht ob man nun zucker, weissmehl oder totgeriebenes vollkornmehl verwendet. besonders wenn man die fructose in den äpfeln bedenkt. das ist raffinierter zucker ja noch harmlos dagegen.

aber die ernährungswissenschaftlermafia ignoriert ja meistens gekonnt die grundlagen der biochemie.

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