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Optimisten erhoffen sich Erkenntnis, Pessimisten befürchten ein schwarzes Loch, das sich unter Genf auftut, das wer weiß was verschluckt und in diversen Internetforen schon die Pferde der apokalyptischen Reiter sattelt. Logisch, denn so nah kam Sciencefiction noch nie an Realität: Im europäischen Kernforschungszentrum Cern soll der Large Hardron Collider (LHC), mit 27 km der weltweit größte Teilchenbeschleuniger, demnächst seine zerstörerische Arbeit aufnehmen.
Dann knallen unsichtbar kleine Materieteilchen in der vier Milliarden Euro teuren Röhre im schweizerisch-französischen Grenzboden fast mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander, zerbersten in noch winzigere Teilchen - in solche, die kurz nach dem Urknall existiert haben, Grundbausteine aller Materie sein sollen, erklärt Cern-Physiker Rolf Landua.
Dann wird der Beschleuniger eine Zeitmaschine, die es erlaubt, bis auf den Bruchteil einer Mikrosekunde an den Ursprung des Universums heranzufahren, an die Geburt von Materie, Raum und Zeit. "Wir kommen bis auf etwa zehn hoch minus zwölf Sekunden an den Big Bang heran", freut sich Landua auf die Rückführung, bei der in der Röhre ein kosmologischer Embryo in jenem Entwicklungsstadium schweben soll, "in dem wir hoffentlich Higgs-Teilchen finden."
Was nach einem Scherz der Wissenschaft klingt, soll, dem eingehauchten Lebensodem gleich, alle bekannte Materie zu Materie machen. Denn laut Theorie soll jedes Teilchen erst durch Wechselwirkung mit einem Higgs-Feld Masse bekommen: "Das Rezept für Materieproduktion muss irgendwie und irgendwo im Raum-Zeit-Gefüge sein", sagt Landua. "Das Higgs-Boson ist wie kosmische DNA, die das Erzeugungsrezept von Teilchen beinhaltet."
Eine logische Kausalkette
Theoretisch entstand alles entlang einer logischen Kausalkette: Vor 13,7 Milliarden Jahren befand sich das Universum in der Singularität, ähnlich einem schwarzen Loch, in der Raum und Zeit unendlich gekrümmt waren. Hier räumt die Wissenschaft erstmals ein, dies sei reine Spekulation. Zu ihrer Ehrenrettung jedoch postuliert sie, dass physikalische Gesetze damals ohnedies nicht gegolten hätten. Also erfolgte aus ungeklärter Ursache die Initialzündung, Big Bang, krach, bum. Weitere zehn hoch minus 43 Sekunden lang tat sich weiß Gott was, aber auch in dieser "Planck-Ära" hätte es noch keine Physik gegeben, entschuldigt sich die Wissenschaft ein zweites Mal. Doch ein paar Sekundenbruchteile später habe sich gigantischer Raum aufgeblasen, habe es Zeit, Teilchen und endlich auch Physik gegeben.
Für Landua gibt heutiges Wissen hier weniger her als Glaube: Wissenschaftlich besteht das Universum zu vier Prozent aus bekannten Teilchen. Zu 23 Prozent besteht es aus dunkler Materie und zu 73 Prozent aus dunkler Energie. "Dunkel" lässt vermuten, dass Physiker nicht den blassesten Schimmer haben, worüber sie da eigentlich reden. "Stimmt", gibt Landua zu und konkretisiert: "Wir wissen, dass wir 96 Prozent des Universums nicht verstehen."
Da viele Galaxien schneller rotieren, als es ihre Massen und unsere Naturgesetze erlauben, und uns dennoch nicht um die Ohren fliegen, muss die Sternenhaufen wohl eine zusätzliche Schwerkraft zusammenhalten. Und da für uns nur Masse für Gravitation sorgt, muss Masse da sein. Eine dunkle halt, weil nix Genaues weiß man. Und dunkle Energie? Die muss einfach überall im Universum vorhanden sein, sonst könnte dieses sich nicht seit fünf Milliarden Jahren mit wachsender Geschwindigkeit ausbreiten. Auch muss dunkle Energie dunkler Materie unter die Arme greifen. Denn Berechnungen der Gravitation zwischen Galaxien ergeben, dass dunkle Materie maximal 25 Prozent der erforderlichen Materie sein kann. Die Gravitation muss sich die fehlende Masse mit Einsteins Formel zum Masseäquivalent (E=mc2) von der dunklen Energie leihen. Sonst können wir uns unser physikalisches Weltbild auf den Bauch pinseln.
Die Wissenschaft muss noch immer all ihre Naturgesetze, Postulate und Konstanten vorn in ihr Modell stecken, damit hinten das Universum herauskommt, das wir beobachten. Bei so viel Tapsen im Dunkel bekommt jeder Physiker Schluckauf - Higgs, das prophezeite "Gottesteilchen", wie Physik-Nobelpreisträger Leon Ledermann das Ding nennt, ist notwendiger Schlussstein im theoretischen Teilchengebäude der Physik. Daher macht der Genfer LHC Jagd darauf - und soll dabei noch dunkle Materie und dunkle Energie erhellen. (Andreas Feiertag, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. April 2008)
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Ich glaube aber nicht, dass sich während der Experimente ein schwarzes Loch auftuen wird und die Erde verschlingt. Es wird sich nur das schwarze Loch der Unwissenheit ein kleines bischen schließen. Hoffe ich.
Einige Überlegungen zum Thema, warum Schwarze Löcher und ähnliche "Erfindungen" eher nicht exisitieren:
The Black Hole, the Big Bang, and Modern Physics
http://www.geocities.com/theometri... index.html
Die Mathe dazu:
http://www.ptep-online.com/index_fil... -12-11.PDF
Dark-Matter Heretic
http://www.americanscientist.org/template/... etid/16363
A Brief History of Black Holes (Diese in "Progress in Physics" publizierte Arbeit schildert recht gut, WIE die allg.Relativität "zurechtgebogen" wurde, um Schwarze Löchlein in unserer Welt "erscheinen" zu lassen)
http://www.ptep-online.com/index_fil... -05-10.PDF
…+ weitere, nette weiterführende Links: http://hem.passagen.se/hav/ich6.htm http://www.atomicprecision.com
Trotzdem eine spannende Sache - und wer sagt, dass man das Thema nicht poppig aufbereiten darf?
Nochwas: Geht bitte mit F S 3 nicht so hart ins Gericht, immerhin glaubt er fest an das was er schreibt.
für alle die 12 minuten zeit haben erklärt prof. Harald Lesch was so alles im Universum drin ist.
http://www.br-online.de/br-alpha/... 613898.xml
gibt da noch einen großen haufen links zu anderen erklärungen des profs. (galaxienbildung, sternentstehung, schwarze löcher und vieles mehr) verständlich für anfänger aber immer noch sehr interessant für die die sich auskennen (oder es glauben).
wünsche viel spass
würde ich präzisieren:
die wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch, daß es von dir unendlich viele doppelgänger gibt.
gering würde ich die wahrscheinlichkeit ansetzen, daß einer davon den nickname "slartibartfaß der Umwandler"
gewählt hat ;-)
Wenn man die Quantentheorie (wissenschaftlicher Mainstream) und die Inflationstheorie (Teil der derzeitigen Standardkosmologie) zusammennimmt, muss man zu genau diesem Schluss kommen.
Ihr Doppelgänger is halt nur *verdammt* weit weg.
Die philosophischen Implikationen sind es allerdings durchaus wert, sich den Kopf darüber zu zerbrechen.
"Die Wissenschaft kapiert lediglich vier Prozent des Wesens des Universums".
…Und nicht einmal die verstehen sie richtig.
Wir leben in wahrlich dunklen Zeiten. Seit Einstein diesen Roßschwindel eines "Gedankenexperimentes" salonfähig machen durfte, kreißen wieder die Berge von Hochleistungsrechnern, in die intellektueller Schutt eingegeben wird.
Wissenschaft verkam zu einer Disziplin, in der jeder Voll***** etwas "werden" konnte, bloß wenn er genügend Sitzfleisch aufbringt, Mathematik stukkatiert zu haben!
Das Ergebnis sehen sie hier…
War on "error, Folge 0815: "Demnächst in diesem Theater- Dunkle Bosonen"
hat z.B. ergeben, dass es so was wie Zeitdilatation bei großer Geschwindigkeit geben müsste.
Das war aber bloß ein Gedankenexperiment.
Heute berücksichtigt jeder GPS-Satellit die Zeitdilatation und nur deswegen funktioniert die Positionsbestimmung überhaupt.
Ohne Einsteins Rossschwindel würden also Millionen Autofahrer nicht nach Hause finden.
Ziemlich beeindruckend - für ein Gedankenexperiment!
…aus Einsteins Zusammenstellung von vorher erforschten und niedergeschriebenen Arbeiten anderer Wissenschafter, sondern eine Tatsache, die man ganz einfach TECHNISCH gelöst hat: Die Uhren der Satelliten werden aufeinander regelmäßig abgestimmt. Das hat partout nichts mit Einstein zu tun, obwohl es immer wieder als "Argument" f.d."Richtigkeit" der RT herangezogen wird.
Die wahre Ursache der Zeitdiletation ist nach wie vor UNERFORSCHT.
einstein hat auch postuliert d.h er hat sich was ausgedacht auf basis eines mathematischen modells und später wurde das experimentell bestätigt..
dieser versuch im cern wird das selbe mit stringtheorien und theorie teilchen beweisen oder widerlegen also fiind ich das eine gute sachen, um mehr von unserer welt zu verstehen natürlich kann es scheitern, aber dann scheitern auch stringtheorien und ähnliches, dann muss man sich halt was neues überlegen..
…Dieser Typ hat uns mindestens 100 Jahre (echter) wissenschaftlicher Weiterentwicklung gekostet. Ganz abgesehen von seiner PR-Wirkung…
Übrigens hat er seine RT ganz einfach abgekupfert. Er dürfte wohl die besseren Anschieber gehabt haben.
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