Kleine Zipfelkunde

  • Es ist an der Zeit, sich Gedanken über Hauben zu machen.
    foto: reuters/paul hackett

    Es ist an der Zeit, sich Gedanken über Hauben zu machen.

Warum man mit Hauben irgendwann einen inneren Frieden schließen sollte

Es ist an der Zeit, sich Gedanken über Hauben zu machen. Es wird auch in diesem Winter irgendwann Winter werden, und dann ist man gut beraten, sich bezüglich der verschiedenen Möglichkeiten, die sich bei Hauben bieten, Bescheid zu wissen. Die Wahl der richtigen Haube (bzw., für alle westösterreichischen Leser dieser Kolumne, der richtigen Kappe) ist nämlich eine Grundsatzentscheidung: allerdings nicht jene, ob man gut oder weniger gut aussehen möchte, sondern ob man den Winter ohne Ohrenerfrierungen überstehen will oder nicht.

Die Möglichkeit gut auszusehen bietet sich bei Hauben nämlich nicht: Das Haupthaar - die wichtigste Deko des Menschen - wird verdeckt, der meist nicht eben ebenmäßige Kopf betont, das Profil herausgehoben. Attraktiv schaut anders aus. Wer auf einen warmen Kopf Wert legt und sich für eine Haube entscheidet, tut also gut daran, zuvor mit seinen eigenen ästhetischen Anforderungen einen inneren Frieden geschlossen zu haben. 

Schlumpfhaube

Dann sollte man auch zur Wahl der richtigen Kopfbedeckung bereit sein. Sie ist schwierig genug. Wer sich für die zwischen dem Wiener Karmelitermarkt und dem Berliner Prenzlberg allgegenwärtige Schlumpfhaube, eine Beanie, entscheidet, sollte darauf achten, dass sie in Farbe und Material auf die eigene Umhängetasche abgestimmt ist. Eine ziemliche Herausforderung, nachdem diese meist aus Planen oder Plastik besteht.

Wer sich für eine Pudelhaube entscheidet, der strickt sich im Strickkaffee am besten gleich noch einen passenden Schal dazu. Die Anhänger von Fliegermützen sollten wiederum auf die Wahl der richtigen Pilotenbrille Wert legen, am besten kommt das verspiegelte Modell. Wer sich allerdings für eine Schirmkappe entscheidet, der trifft eine interessante Wahl: Sie ist ein Statement pro Kopfbedeckung UND pro kalte Ohren. Das ist auch eine Haltung. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/16/12/2011)

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wie wärs mal mit ner kleinen schniedelkunde

für die werte damenrunde

ich wende mich vertrauensvoll an das forum, denn ich habe beschlossen, einem freund eine haube zu schenken (das thema inspiriert, mich zumindest). die vom herrn moderedakteur behandelten modelle kommen NICHT in frage. ebensowenig die von mir unten geforderte toque, weil der freund leider nicht der typ dazu ist. spaßmodelle, die unterhaltsam sind, auch nicht. ich war heute in einem boboladen im 1. bezirk, die hatten nix spannendes für herren.

weiß jemand GUTEN rat? die haube soll NICHT schwarz oder dunkelblau und soll qualitativ ok (kein acryl) sein.

weihnachten ist vorbei. projekt 'haube als geschenk für mann' hat vergnügen bereitet! wir sind immer noch freunde. ;)

(für die interessierten: die wahl fiel auf ein 'cappy', eine mischung aus haube und képi, d.i. eine haube mit schirm; farbe mittelgrau)

Überdenken Sie Ihre Entscheidung und retten Sie die Freundschaft.

ich bin der meinung, eine gute freundschaft sollte einiges vertragen, zumal es ja augenzwinkernd gemeint ist. herrn politisch-verfolgt seine meinung kann ich verstehen, aber ihre? könnten sie mir das erläutern bitte?

Ja, eh wird eine gute Freundschaft eine augenzwinkernde Haube allemal vertragen, sie vielleicht sogar vertiefen - gemeinsamer Lachanfall und so. Eine Haube mag mitunter zweckmäßig sein, aber eine optische Bereicherung ist sie bei praktisch niemandem. Und hinterher ist die Frisur im dings.
Aber - um die mangelhafte Erläuterung zu erläutern - es war schlicht so, dass ich nach Lektüre der Innenpolitik- und Wirtschaftsseiten das dringende Bedürfnis hatte, ein bisschen herumzublödeln. Tja, das geht selten gut. (Aber wenigstens habe ich endlich einen guten Neujahrsvorsatz.)

ach, ich finde hauben sind ein quell steten vergnügens, je bunter, desto lustiger! ich gehe mit gutem beispiel voran. und der besagte herr ist haubenträger, sonst wäre ihm zu kalt. ;)

welch überraschung!

danke, nicht übel, vorausgesetzt man mag die aufschrift "fuck winter". ;)

@echte männer II

sie sind das beispiel eines mannes, der (noch) keinen inneren frieden mit hauben gefunden hat.

schade, so eine grüne haube ist doch kleidsam ....

keine ahnung

wie diese südamerikanischen bzw. peruanischen (?) hauben heißen und ich bin sicher, daß man damit immer warme ohren hat, ABER mit so einer haube schaut jeder, auch die schönste frau, aus wie ein volltr*****.
echte männer tragen hauben nur zum skifahren. und auch da nur ab -10° bei geschwindigkeiten ab 100 kmh.

@echte männer II

sie sind das beispiel eines mannes, der (noch) keinen inneren frieden mit hauben gefunden hat.

schade, so eine grüne haube ist doch kleidsam ....

da können sie jetzt

beispiele bringen und bilder und kommentare und wasweißich, es bleibt dabei: hauben? niemals!

ja, natürlich

sie sind ja ein echter mann. die weinen auch nicht, auch nicht bei -20°c.

bei minus 20

wird grade mal die jacke zugeknöpft. pah.

sie bleiben bei ihrer haubenlosen haltung?

sie sind offensichtlich noch im vollbesitz ihrer haarpracht, wie schön!

@echte männer

beim oder halt nach dem schifahren. sehr in ist offenbar die farbe grün:
http://www.kleinezeitung.at/sport/sch... ager.story

Dachte schon hier gehts um Zipfelkunde

wieder nichts

bitte gehen sie in die sauna.

Warum man mit der Haube einen Krieg anfangen sollte

hat er vergessen zu erklären. Mir jedenfalls hat noch keine Haube etwas getan. Aber gut, man muss auch nicht alle privaten Geheimnisse der Schreiberlinge wissen...

"Die Wahl der richtigen Haube (bzw., für alle westösterreichischen Leser dieser Kolumne, der richtigen Kappe)"

.
bledsinn!

wie man im tiefsten und wildesten westen (also hinter dem Arlberg) dazu sagt, weiß ich nicht, aber im Salzburgischen (was ich durchaus noch zu Westösterreich zähle) heißt das auch "haube" (bzw. "hau[b]'m") und nicht "kappe".

In Tirol heißt es dafür auch schon Kappe.

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