Austria lässt Hoffenheim zappeln

  • Vor dem Absprung: Tormaschine Philipp Hosiner.
    foto: apa/neubauer

    Vor dem Absprung: Tormaschine Philipp Hosiner.

Deutsche Delegation beim Meister in Wien-Favoriten eingetroffen. Ziel: Torschützenkönig Hosiner mitnehmen. Kraetschmer: "Gespräche ohne Ergebnis"

In der Geschäftsstelle der Wiener Austria gibt man sich derzeit die Türschnalle in die Hand: Nach dem langwierigen und erfolgreichen Werben des 1. FC Köln um Trainer Peter Stöger und dem Besuch von Trainerkandidat Niko Kovac ist nun der deutsche Bundesligist 1899 Hoffenheim an der Reihe. Am Freitag traf dessen Manager Alexander Rosen in Wien-Favoriten ein. Das Ziel seiner Bemühungen: Torschützenkönig Philipp Hosiner.

"Meldungen, wonach sein Wechsel bereits fix sei, sind total falsch", sagte Austria-Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer am Freitagmittag. "Wenn man so will, kann man sagen, dass die Gespräche ohne Ergebnis verlaufen sind. Hosiner hat inklusive Option bei uns einen Vertrag bis 2016", erklärte Kraetschmer nach den mehrstündigen Verhandlungen.

"Der Ball liegt jetzt bei Hoffenheim"

Der Austria-Manager ergänzte: "Ich kann nur bestätigen, dass Interesse vorliegt und verhandelt wurde. Der Ball liegt jetzt bei Hoffenheim." Eine Entscheidung über einen Wechsel des Teamstürmers ins Ausland erwarte er in den nächsten Tagen "eher noch nicht", so Kraetschmer.

"Hoffenheim ist wegen zu großer Differenz zwischen Angebot und Nachfrage unverrichteter Dinge wieder heimgekehrt", bestätigte auch Hosiners Manager Wolfgang Rebernig, dass die Verhandlungen am Freitag nichts gebracht haben. Rebernig berichtete weiters, dass insgesamt drei Clubs Interesse am österreichischen Torschützenkönig gezeigt hätten, die auch in dessen Portfolio passen würden. "Hoffenheim hatte Priorität. Ich glaube aber eher nicht, dass noch nachverhandelt wird", sagte Rebernig.

Comeback in Deutschland?

Es wäre nicht das erste Mal, dass der 24-Jährige in Deutschland landet: In der Saison 2009/10 spielte Hosiner bereits beim SV Sandhausen in der Dritten Liga, traf in 20 Einsätzen aber nur ein einziges Mal. Nach diesem doch weniger erfolgreichen Abenteuer wechselte der Burgenländer zur Vienna, von dort zur Admira und schließlich zur Austria, an deren Meistertitel er maßgeblich beteiligt war.

1899 Hoffenheim entging in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern dem Abstieg. (APA/red, derStandard.at, 14.6.2013)

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