Bei Bahlsen gestohlenes 20-Kilo-Goldkeks: "Bekennerschreiben" aufgetaucht

  • Das goldfarbene Leibniz-Keks am Stammhaus der Firma Bahlsen (l.) wird seit einiger Zeit vermisst. Nun gibt es erste Hinweise.
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    foto: apa/dpa/jochen lübke

    Das goldfarbene Leibniz-Keks am Stammhaus der Firma Bahlsen (l.) wird seit einiger Zeit vermisst. Nun gibt es erste Hinweise.

Firmen-Wahrzeichen mitten in belebter Straße in Hannover abmontiert - "Erpresser" fordern Gratiskekse für Kinderspital - Bahlsen: Keine Marketingaktion

Dem deutschen Kekshersteller Bahlsen wurde das Firmen-Wahrzeichen gestohlen. Es handelt sich dabei um ein Leibniz-Keks, das seit 1913 am Hauptsitz des Unternehmens in der Innenstadt von Hannover gehangen war. Der Diebstahl soll sich zwischen 4. und 21. Jänner ereignet haben, berichtete die Hannoveraner Zeitung "Neue Presse".

Nachdem die Ermittler zunächst keine Anhaltspunkte hatten, wo sich das rund 20 Kilo schwere vergoldete Objekt befinden könnte, gibt es nun ein "Bekennerschreiben": Ein der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ("HAZ") zugespielter Brief zeigt eine Person im Krümelmonster-Kostüm, die das Schild hält. Ob der Brief echt ist, prüfe die Polizei. 

Moderate Forderungen

Die Forderung laut "HAZ": Bahlsen solle alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover mit Leibniz-Keksen versorgen. Außerdem solle die für die Ergreifung der Täter ausgelobte Belohnung in der Höhe von 1.000 Euro an das Tierheim Krähenwinkel in Langenhagen gespendet werden. Ansonsten werde der Keks "bei Oskar in der Tonne" landen.

Eine zweite Version des Briefs, auf den ausgeschnittene Buchstaben geklebt wurden, ging an Bahlsen selbst. Auch dort prüfe man die Echtheit des Schreibens. Jedenfalls handle es sich nicht um eine Marketingaktion, so der Nahrungsmittelhersteller.

Materieller Wert von 100 Euro

Deutsche Medien wunderten sich seit Tagen, dass der Diebstahl unbemerkt blieb, obwohl sich das Stammhaus an einer belebten Straße befindet. Dort würden rund 250 Bahlsen-Mitarbeiter täglich ein und aus gehen sowie rund um die Uhr Autos vorbeifahren, wie "Die Welt" berichtet. Dennoch habe tagelang niemand das Verschwinden bemerkt. Noch dazu war das Keks in rund fünf Metern Höhe montiert.

Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte für die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesprochen. Der rein materielle Wert des Symbols wird aber als gering eingeschätzt, denn es besteht nur aus vergoldeter Bronze und würde bei einem Händler maximal 100 Euro einbringen. (red, derStandard.at, 29.1.2013)

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