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Jonathan Coultons Antwort auf das "Glee"-Cover seines Covers von "Baby Got Back"
Der eine oder andere Videospieler wird vielleicht ein Aha-Erlebnis gehabt haben, als er am Sonntag die jüngsten Folge der TV-Serie "GLEE" sah. Die Darsteller der Teenie-Serie trällerten ein Lied des Songwriters des populären Videospiels "Portal". Eigentlich eine Ehre, könnte man meinen. Doch Fernsehsender Fox verabsäumte es nicht nur, den Urheber des Musikstücks zu nennen, sondern fragte erst gar nicht an, ob man das Lied überhaupt verwenden darf. Schlussendlich landete der "Song" auch noch im US-iTunes-Store, als Künstler werden die "Glee"-Darsteller genannt. In einem Blogeintrag hat Songwriter Jonathan Coulton seinen Ärger darüber publik gemacht. In kürzester Zeit fanden sich zahlreiche Unterstützer, die ihre Empörung über Foxs Vorgehensweise im Netz verbreiteten. Nicht zuletzt sind es große Fernsehsender wie Fox, die für gewöhnlich mit aller Macht ihre Urheberrechte durchsetzen.
Beim besagten Musikstück handelt es sich um Coultons stark abgewandelte Cover-Version von "Baby Got Back" des US-Rappers Sir Mix-a-Lot. Genau wie dessen "Portal"-Songs "Still Alive" und "Want You Gone" ist auch dieser unter der Creative Commons-Lizenz veröffentlicht worden, aber ausdrücklich nicht für die kommerzielle Nutzung vorgesehen.
Fox ließ Coultons Empörung unterdessen kalt und meinte dem Blogeintrag nach lediglich, dass sich der Musiker lieber über die Publicity freuen sollte (wenngleich er ja nicht als Künstler genannt wird). Rechtlich bewege man sich im legalen Rahmen, muss auch Coulton eingestehen. So sehr der Originalsong auch abgewandelt wurde, liegt das Urheberrecht nicht bei Coulton. Zumindest als "unverschämt", kann man die Aktion aber in jedem Fall bezeichnen. Schließlich scheint der Fernsehsender, abgesehen von den Stimmen, Coultons "Baby Got Back"-Interpretation praktisch eins zu eins kopiert zu haben.
Die Antwort des Künstlers auf die rücksichtslose Vorgehensweise des Fernsehsenders: Die Veröffentlichung eines Cover-Songs von "Baby Got Back" des "Glee"-Covers von "Baby Got Back" des Coulton-Covers von "Baby Got Back" von Sir Mix-a-Lot auf iTunes. Die Einnahmen durch den Coultons Song gehen allerdings nicht wie bei der Fox-Kreation in die eigene Tasche, sondern an zwei Wohltätigkeitsorganisationen. (zw, derStandard.at, 29.1.2013)
(Coultons Version von "Baby Got Back")
("Glee"-Version von "Baby Got Back")
(Sir Mix-a-Lots "Baby Got Back")
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Naja, typisch Fox halt.
Einen niveauloserer Fernsehsender findet man schwer (also zumindest bei denen mit hohen Quoten).
Man schaue sich nur einmal Fox News vor der amerikanischen Wahl an. Wie extrem die für Republikaner Werbung machten und gegen Obama mobilisierten wäre ja schon wieder lustig gewesen, wenn es nicht so traurig wäre.
Natürlich haben die keine Qualitätsserien wie HBO, AMC oder Showtime, aber im Rahmen der großen Netzwerke (ABC; CBS, NBC und Fox) sind die gar nicht so schlecht. Siehe Simpsons. Vormals Arrested Development, House, Malcolm in the Middle, 24, Firefly, Futurama u.a.
Auch 20th Century Fox und Fox Searchlight (die Filmstudios) haben durchaus Gutes im Programm. Nicht alles, wo Fox draufsteht, ist automatisch schlecht.
Ja, ein wunder Punkt.
Andererseits: ohne FOX gäbe es nicht einmal eine Season. Und aus kommerzieller Sicht kann man die Entscheidung schon ein wenig nachvollziehen: weder die Serie noch der nachfolgende Film waren Publikumsmagneten.
Eine eingeschworene Schar von Fans ändert daran leider auch nichts.
Stimmt schon, denke trotzdem wenn es zb. auf HBO gelaufen wäre hätte es mehr anklang gefunden.
Ist nur wirklich traurig weil es, abgesehen vom genialen Drehbuch und den hervorragenden Schauspielerischen Leistungen, endlich mal ein anderes Sci-Fi setting, hatte.
Aber ja.. so gibts immerhin eine Season, einen Film und sogar ein Pen und paper RPG für uns Browncoats ;).
2/2
mal abgesehen davon, trifft ihre beschreibung schon überhaupt nicht zu, schaun sie sich die videos an. der text mag kaum verändert worden sein, aber der rest 1) erreicht eindeutig die notwendige schöpfungshöhe eines schutzes und 2) ist eindeutig kopiert worden
moment, Privatuser werden auf ca. 1000 US-Dollar pro Lied beim Downloaden verklagt. Fürs Uploaden gibts pro geschätzen Download eines weiteren Users ebenfalls eine Strafe in der Höhe.
Laut Dr Google hat Glee 27Mio Zuseher, das macht dann 27Milliarden US-Dollar bitteschön und nicht "er soll sich freuen....."
Damit verhindert das Copyright-Gesetz, dass für kleinere Änderungen in einer Cover-Version ein eigenständiger Urheberrechtsanspruch entsteht. Etwas, was der Portal-Komponist erst im Lauf seiner Recherchen herausgefunden hat, aber in einem Update zu seinem Blogeintrag zugibt: "It does not appear that I have a copyright claim."
Also zuerst informieren, dann posten.
War die Aktion nett von FOX? Nein. War sie illegal? Ebenfalls nein.
Teil 2
Da Coulton seine Coverversion im Rahmen einer compulsory licence aufgenommen hat, kann er jetzt nicht rückwirkend argumentieren, dass er das Originalwerk so verändert hat, dass ihm ein eigenes Urheberrecht entsteht, da er sich damit selbst beschuldigen würde, das Urheberrecht von Sir-Mix-A-Lot (oder wer immer komponiert hat) verletzt zu haben.
Eine compulsory licence schafft per definitionem kein neues Werk. Aber ich nehme an, diese Fakten sind ebenfalls nur Besserwisserei und deine "Anwälte" (irgendwelche Forumsposter, nehme ich an) wissen es eh besser.
Der Originalkünstler kann sich dagegen nicht wehren, solange er finanziell entschädigt wird. Das einzige Urheberrecht, das im Rahmen einer compulsory licence entstehen kann, ist das an der Aufnahme an sich, nicht aber an Text oder Melodie (das gebührt dem Originalautor), AUCH WENN DIESE VERÄNDERT WURDEN.
Will man ein Urheberrecht zB an einer neuen Melodie anmelden, so ist das keine Coverversion mehr, sondern ein abgewandeltes Werk (wie ein Remix), für das man eine Genehmigung des Autors braucht.
Und die ist das, was in den USA gilt.
Fraglich ist, ob Coulton in anderen Ländern, wo es eine derartige Bestimmung nicht gibt (Großbritannien etwa), eventuell einen Anspruch hätte oder ob dieser durch die Anwendung dieser Klausel bereits erloschen ist (ob sich, mit anderen Worten, der Interpret einer Coverversion dadurch, dass er für's Covern keine Erlaubnis einzuholen braucht, dazu verpflichtet, sein Werk ebenfalls "erlaubnisfrei" zu stellen).
Das werden wohl nur Anwälte entscheiden können.
Das wurde von einigen Anwälten so geäußert, Coulton hat ein Wort (?) eingefügt/verändert, was schon ausreicht um eigene Rechte an dem Text des Covers zu begründen.
Glee übernimmt übrigens gerne Songs ohne Erlaubnis, die Einigung erfolgt dann nachträglich - das ist also überhaupt kein Beweis irgend einer Art, sondern gängige Praxis des Senders.
Nur weil du dich mit der Sache zu wenig befasst hast, bedeutet das nicht, dass du das Gesetz umfassend verstanden hast.
Coulton ist kein Anwalt, von welchen manche die Meinung vertreten dass Coulton ein eigenes Urheberrecht an dem veränderten Text begründet hat.
Ich nehme aber an, er will das nicht vor Gericht argumentieren.
Schön, dass du so ein Besserwisser bist dass du glaubst, solche Rechtsthemen wären so einfach abschließend zu beurteilen. Diskussion Ende.
Lass es mich dir also erklären: man braucht in den USA keine Genehmigung, um ein Lied zu covern; das nennt sich "compulsory licence". Der Originalkünstler kann sich dagegen nicht wehren, solange er finanziell entschädigt wird. Das einzige Urheberrecht, das im Rahmen einer compulsory licence entstehen kann, ist das an der Aufnahme an sich, nicht aber an Text oder Melodie (das gebührt dem Originalautor), AUCH WENN DIESE VERÄNDERT WURDEN.
Will man ein Urheberrecht zB an einer neuen Melodie anmelden, so ist das keine Coverversion mehr, sondern ein abgewandeltes Werk (wie ein Remix), für das man eine Genehmigung des Autors braucht.
Da Coulton seine Coverversion im Rahmen einer compulsory licence aufgenommen hat, kann er jetzt nicht rückwirkend argumentieren, dass er das Originalwerk so verändert hat, dass ihm ein eigenes Urheberrecht entsteht, da er sich damit selbst beschuldigen würde, das Urheberrecht von Sir-Mix-A-Lot (oder wer immer komponiert hat) verletzt zu haben.
Eine compulsory licence schafft per definitionem kein neues Werk. Aber ich nehme an, diese Fakten sind ebenfalls nur Besserwisserei und deine "Anwälte" (irgendwelche Forumsposter, nehme ich an) wissen es eh besser.
nein, nein, fox hat schon recht. pöööhse sind nur die downloader, die die glee-version irgendwo unbezahlt downloaden um das lied am ipod zu hören.
song nehmen und verkaufen ist hingegen ein beleg dafür, dass dort echte leistungsträger sitzen und nicht linkslinke sozialschmarotzerische deppen die etwas unter creative commons veröffentlichen.
</ironie>
Es handelt sich also um eine Coverversion (beim fraglichen "Original", nicht bei der Glee-Version). Wie der Autor im verlinkten Blogeintrag freimütig zugibt, ist das Vorgehen von FOX durchaus legal, wenn auch nicht gerade sehr nett. "It does not appear that I have a copyright claim", schreibt der "Komponist".
Das macht, finde ich, zumindest einen erwähnenswerten Unterschied. Etwas zuschulden kommen lassen hätte FOX sich nur, wenn sie den Instrumentaltrack übernommen hätten, was anscheinend noch unklar ist.
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Die größten Kriminellen sitzen immer noch an den Schalthebeln der Contentfirmen! Hoffe die werden in Grund und Boden verklagt :-)
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