Schwimmen in Wien: Stadthalle hin, Studie her

  • Der Wiener Gemeinderat hat am 29. März 2012 beschlossen, eine 
Machbarkeitsstudie über die Errichtung eines Schwimmsportzentrums zu 
beauftragen.
    foto: standard/fischer

    Der Wiener Gemeinderat hat am 29. März 2012 beschlossen, eine Machbarkeitsstudie über die Errichtung eines Schwimmsportzentrums zu beauftragen.

Im Gemeinderat wird ein neues Schwimmsportzentrum in Wien thematisiert

Wien - Kommt jetzt Bewegung in die leidige Wiener Schwimmbeckenfrage? Zumindest wird im Rathaus darüber gesprochen. Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch schicken die Roten ihren Abgeordneten Ernst Woller vor, um Sportstadtrat Christian Oxonitsch zu fragen: " Der Wiener Gemeinderat hat am 29. März 2012 beschlossen, eine Machbarkeitsstudie über die Errichtung eines Schwimmsportzentrums zu beauftragen. Zu welchem Ergebnis kommt sie?"

Tatsächlich klagen Spitzen- wie Breitenschwimmer über die derzeit prekäre Trainingssituation in Wien. Das Stadthallenbad hätte vor mehr als einem Jahr wieder aufsperren sollen, mit seiner missglückten Sanierung werden sich vermutlich bald die Gerichte befassen. Das überdachte Stadionbad ist im Winter eine Ausweichmöglichkeit, im Sommer kommen sich dort aber Hobbyisten und Profis in die Quere.

Prüfung

Schon vor Beginn der Sanierung des Stadthallenbads hatten VP-Gemeinderäte die Prüfung der Errichtung einer entsprechenden Halle beantragt, ein ähnlich lautender rot-grüner Vorschlag wurde im März 2012 beschlossen. Auf Standard-Anfrage sagte Christian Meidlinger, SP-Gemeinderat und Präsident des Schwimmverbands (OSV), er kenne das Ergebnis der Machbarkeitsstudie noch nicht. Es könnte auch um mögliche Standorte gehen. Oxonitsch hatte "Stadterweiterungsgebiete" genannt, auch für Meidlinger ist die Seestadt Aspern eine Option - wie auch das Stadionbad.

Die Gefahr, dass die Studie bald überholt sein könnte, weil die Wiener im März dafür plädieren, dass sich Wien für die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele bewerben sollte, besteht nicht. Dass in Wien jemals Sommerspiele stattfinden, ist so oder so illusorisch. Möglich also, dass sich am Ende doch wieder alles um das Stadthallenbad dreht. VP-Gemeinderätin Isabella Leeb fordert schon jetzt, man dürfe auch diese Anlage nicht aus den Augen verlieren, sie sei schließlich von großer Bedeutung für das Schulschwimmen. (hei, fri, DER STANDARD, 29.1.2013)

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