Tod auf Wiener Stadtgrund: Obduktion könnte Klarheit bringen

Da der Gehweg städtischer Grund ist, ist auch die Gemeinde für die Räumung und eine eventuelle Haftung zuständig

Wien - Nach dem Tod einer Frau auf einem Gehsteig in Wien-Landstraße ergab die Obduktion, dass die 54-Jährige an einem Herzinfarkt verstorben ist. Zuvor war gemutmaßt worden, ob schlechte Schneeräumung durch die Stadt schuld war. Die Polizei ermittelte deshalb wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, sagte Polizeisprecherin Michaela Rossmann.

Die 54-Jährige war am Dienstag vor einer Woche von einer Passantin auf dem Gehweg neben einem Kinderspielplatz liegend entdeckt worden, die alarmierten Ärzte konnten die Frau nicht mehr retten. Die genauen Umstände sind allerdings noch immer unklar. Bei der Exekutive schließt man lediglich Fremdverschulden aus, ob das Opfer beispielsweise nach einem Schwächeanfall zusammengebrochen oder auf Schnee- und Eisresten ausgerutscht ist, weiß man nicht.

Magistrat beauftragte Fremdfirma mit Räumung

Da der Gehweg städtischer Grund ist, war die Gemeinde für die Räumung verantwortlich und wäre bei einem Unfall haftbar gewesen. Bei der MA 48 betonte man von Beginn an, damit eine Fremdfirma beauftragt zu haben. Somit wäre der Fall eingetreten, der auch private Hauseigentümer betrifft: Hat man die Räumung delegiert, ist der Auftragnehmer für Schäden und Unfälle haftbar. (red, DER STANDARD, 29.1.2013)

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