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Madrid - Eufemiano Fuentes will schweigen. Im Interview mit der angesehenen französischen Zeitung Le Monde erklärte die Hauptfigur des mit Spannung erwarteten Dopingprozesses beim Auftakt am Montag in Madrid: "Ich habe nicht die Absicht, Namen meiner Kunden und Patienten zu nennen. Für mich ist alles Vergangenheit."
Dies heißt, dass Fuentes der Justiz nicht behilflich sein wird, eine ganze Reihe von Beweismitteln bislang nur kodierten Namen seiner Patienten zuzuordnen. Ein Sachverhalt, den Fuentes-Anwalt Julian Perez Templado der Nachrichtenagentur afp bestätigte. Und ein Schritt, der fast erwartet werden musste, nachdem Fuentes schon vor Jahren in Medien zitiert worden war, er wolle sich nach drei Morddrohungen gegen seine Person zurückhalten.
Die Staatsanwaltschaft legt dem mutmaßlichen Dopingarzt und den anderen Beschuldigten eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit zur Last. Sie verlangt für alle Angeklagten je zwei Jahre Haft und ein zweijähriges Berufsverbot.
Laut Anklageschrift wurden im Zuge von Hausdurchsuchungen bei Fuentes und zwei Mitangeklagten wichtige medizinische Beweismittel, hohe Geldbeträge sowie Rennkalender und Etappenpläne gefunden. Im Falle von Fuentes waren dies zwei zum Blutdoping notwendige Zellverarbeitungssysteme (ACP), 68 tiefgefrorene Blutplasmabeutel, 45 kühlgelagerte Blutbeutel, umfangreiches Gerät für Transfusionen, zahlreiche nur für den Krankenhausgebrauch bestimmte, noch nicht zugelassene und zum Teil schon abgelaufene Medikamente. In einer zweiten Fuentes-Wohnung in Madrid wurden 90 Blutbeutel beschlagnahmt, ebenso Medikamente und Transfusionsmaterial.
In dem Verfahren vor einem Madrider Gericht sind keine Radsportler unter den Angeklagten. Zu Prozessbeginn wurden am Montag zunächst Verfahrensfragen unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt. Mehrere Profis sind in dem Prozess als Zeugen geladen, darunter der zweifache Tour-de-France-Sieger Alberto Contador sowie zweimalige Giro-d'Italia-Gewinner Ivan Basso.
Hamilton zu Aussage bereit
Bei dem im Mai 2006 aufgedeckten Skandal standen mehr als 50 Radprofis unter Dopingverdacht, auch Stars wie der Deutsche Jan Ullrich oder der US-Amerikaner Tyler Hamilton, der den spanischen Behörden schriftliche Erklärungen über seine Bluttransfusionen in der Praxis von Fuentes schickte. Er erklärte sich nach Informationen des US-Portals espn.com bereit, als Zeuge vor dem Madrider Gericht auszusagen.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Internationale Radsportverband (UCI) sind bei dem Prozess als Nebenkläger vertreten. Die WADA erhofft sich von dem Verfahren Aufschlüsse darüber, ob auch Profis anderer Sportarten die Dienste von Fuentes in Anspruch genommen haben. In den offiziellen Akten der spanischen Ermittler sind nur die Namen von Radsportlern aufgeführt.
Neben Fuentes saßen dessen Schwester Yolanda und die früheren Rennstallmanager Manolo Saiz (Once, Liberty), Jose Ignacio Labarta (Comunidad Valenciana) und Vicente Belda (Kelme) auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft konnte ihnen nur einen Verstoß gegen die Gesundheitsgesetze zur Last legen. Doping war bei der Aufdeckung des Skandals nach spanischen Recht nicht strafbar. Das Gerichtsverfahren ist bis Mitte März anberaumt, die Urteile werden kaum vor April erwartet. (sid/APA; 28.1.2013)
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Im fußball braucht man aber überwiegend Talent und nicht doping.
Wennst keinen ball stoppen kannst hilft dir doping auch nicht weiter. v.a. Gibts im Fußball viele unterschiedliche Bereiche wo man unterschiedlich dopen müsste - Schnellkraft, Ausdauer, Muskelaufbau, unter umständen Wachstumshormone, Regenerationsmittel usw...
Will nicht ausschließen dass fußballer gedopt sind aber ich denke bei weitem nicht so flächendeckend wie radfahrer, weil der sport einfach komplexere Anforderungen hat wie Radfahren/gewichtheben/Schwimmen/(lang-)laufen ect wo man den selben bewegungsablauf eben über lange zeit aufrechterhalten muss...
Man braucht auch beim Radfahren überwiegend Talent. Dein Argument ist mittlerweile völlig widerlegt. Doping bringt in jeder Sportart etwas, man kann mehr und härter trainieren, regeneriert schneller, verletzt sich weniger. Gerade im Fußball liegt doch der Vorteil auf der Hand: wer in den letzten 20 Minuten noch fit ist und wie bei Anpfiff rennen kann, gewinnt das Spiel. Das Gleiche gilt für Tennis, Skifahren etc etc.
fußballer laufen im schnitt 10-12 km und das immer wieder in höchstem tempo über kurze sprintdistanzen.
das ist für den körper ungemein anstrengend und auch mental eine irrsinnige belastung.
streng dich mal an und dann versuch direkt dannach matheaufgaben zu lösen - ich garantiere dir,daß du massiv schlechter bist als in ausgeruhtem zustand.
sogar ein messi würde in der österr.regionalliga probleme haben mitzuhalten wenn er nicht so eine herausragende konditionelle verfassung hätte.
deshalb bringt doping im fußball sehr viel.
Ein gewisses Maß an Technik brauchst in jeder Sportart, u.a. Langlauf und Schwimmen. Ist also kein Argument gegen Doping im Fußball. Zudem man als technisch mäßig Begabter immer noch den Gegner beschäftigen bzw. ermüden.
In vielen Sportarten, u.a. im Radsport, hat man unterschiedliche Belastungen (Ausdauer, Schnellkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft, Regeneration, ...). Ist also kein Argument gegen Doping im Fußball.
Dass von den vielen Sportlern unter Fuentes Kunden nur Radsportler (und hier hauptsächlich die nicht-spanischen) aufgeflogen sind, ist kein Argument gegen Doping im Fußball.
Indiz für flächendeckendes Doping im Fußball: Juve. Die sind halt aufgeflogen, weil Italien einer der ersten Staaten war, der gegen Doping vorgegangen ist.
Ich wäre mit solchen Äusserungen vorsichtig, derjenige, der das Gerücht gestreut hat, bereut es heute sicherlich.
http://www.realmadrid.com/cs/Satell... guilty.htm
In der Tat ist der spanische Umgang mit Doping bei weitem nicht nur im Radsport äußerst eigenartig.
Wenn da jetzt nichts raus kommt außer dem was man schon aus den Aussagen der Radler weiß dürfte da endgültig was ganz und gar nicht stimmen.
sieht körperlich aus wie diese Williams-Sisters. Die waren auch schon in jüngsten Jahren muskulär aufgedonnert wie Bodybuilder.
Aber pfiff nicht 2005/2006 ein spanischer Minister die ermittelnden Behörden zurück? Mit der Begründung:
"Wir lassen uns doch von den Franzosen nicht unseren guten Fussball ruinieren."
Seither 2 Mal Europameister, 1 Mal Weltmeister.
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