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vergrößern 800x380Kärnten-Therme & Thermenhotel Karawankenhof, Kadischenallee 27, 9504 Warmbad-Villach, Tel.: 04242/30 01 20 99
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vergrößern 645x429Informationen: www.karawankenhof.com
Mit dem wandfüllenden Marmormosaik von Franz Rogler, mit dem hohen, sanft gewölbten Naturholzplafond und den stets in gedämpftem Ton konferierenden Kurgästen hat die Atmosphäre des 1959 gebauten Urquellenbeckens von Warmbad-Villach längst Museumswert: So war's einmal, so wird's nicht mehr.
Die Zukunft, zumindest eine Variante davon, lässt sich nebenan in der neuen Kärnten-Therme erleben. Für Gäste des im vergangenen Jahr eröffneten Neubaus des Hotels Karawankenhof geht das sogar, ohne einen Fuß in die dieser Tage eher unwirtliche Frischluft setzen zu müssen: Es ist mit beiden über bademanteltaugliche Zugänge verbunden.
Die neue Therme steht mit ihrem im zweiten Stock "frei" schwebenden 25-Meter-Becken, mit ihrer exklusiven Spa- und Fitness-Landschaft (nur gegen Aufpreis) und vor allem mit ihrem abenteuerlich aufwändig gestalteten Fun-Bereich für das Thermalbad als "Erlebniswelt" des Gaming-Zeitalters und Destination für den Kurz-Eskapismus der Generation Wellness.
Nicht eine, nicht zwei, nein drei Wasserrutschen wurden hier eingebaut, dazu ein künstlicher "Crazy River"-Wildwasserbach, wo man auf Gummischläuchen über 72 Meter durch einen sprudelnden Kanal mit zwei Steilkurven bugsiert wird - damit es dem Titel entsprechend irgendwie " crazy" zugehe, zum Teil sogar bergauf.
Es gibt einen "Wetterturm", in dem der Wind via Lautsprecher bläst und man bei allerhand höhligem Tropfen-Blingbling von "Tropenregen, Stürmen, Regenschauern, sanften Brisen ..." heimgesucht werden kann, wie der Werbetext verrät. In Wahrheit kommt einem die Naturgewalt in der engen Räumlichkeit eher in Form eines anderen Badegastes zu nahe - speziell wenn es sich, wie in unseren Breiten nicht unüblich, um ein über die Maßen stattliches Exemplar handeln sollte.
Derlei Erlebnisse kann man auf der "Silver Hole"-Rutsche hinter sich lassen: 86 Meter wild mäandernde Kurven, die in eine Art Zielschuss münden, bei dem man sich wie im freien Fall fühlen darf und dazu noch gezielt Wasser ins Gesicht gespritzt bekommt: eine Stresssituation der Extraklasse, noch potenziert durch die Zeitnehmung, die im Ziel ausgelöst (und von den Vorrutschern entsprechend kritisch beäugt) wird. Wer seine Linsen rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, kann hier wirklich Spaß haben, und durch das viele Stiegensteigen von ganz unten nach ganz oben (dritter Stock) kommt fast so etwas wie Fitness-Feeling auf.
Erholung verspricht das extrawarme Außenbecken, das mit über 30 Grad geheiztem Wasser wie ein dampfender Großkristall im Schnee liegt. Apropos Warmbad: Das ungestreckte, stark radonhaltige Thermalwasser kann pur nur im Urquellenbecken genossen werden. Auskenner empfehlen aber ohnehin, sich ihm nur 30 Minuten lang auszusetzen - mehr tut auf einen Sitz nicht gut. In der Therme ist es auf funfreundliches Maß mit Normalwasser vermischt und auf etwas mehr als die "natürlichen" 28 Grad aufgeheizt.
Für Nichtvillacher ist der neue Karawankenhof die beste Adresse, um die Möglichkeiten der Therme zu erleben. Der Neubau biedert sich zwar gar glatt an die kantige Fassade der Therme an, bietet aber den Komfort eines aktuellen Viersternehotels. Das wissen auch zahlreiche Gäste aus Italien zu schätzen, die "il wellness in Austria" längst als wintertaugliche Abart des Dolcefarniente entdeckt und entgegen den Erwartungen auch gar kein Problem damit haben, zum Frühstück ebenso in zerbeulten Jogginganzügen zu erscheinen wie die schamlos einheimische Kundschaft.
Auch sonst ist durchaus unübliche Anpassung der Lateiner an lokale barbarische Gebräuche zu bemerken - von der energischen Enterung des reichhaltigen Frühstücksbuffets (sehr gut) über die tapfere Vernichtung mit Lachs gefüllter "Seezungen"-Röllchen in Safransauce und Reis (na ja) beim "Galadiner" bis zur begeister- ten Plünderung des "Kärntner Abends" , wo doch tatsächlich ein paar Schnitten vom Schweinsbraten (saftig!) auf demselben Teller zu liegen kommen wie die Kasnudeln. So viel ist klar: In Abano Terme hätt's das nicht gegeben! (Severin Corti, DER STANDARD, Album, 25.1.2013)
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Also mir gefällt dir neue Kärnten Therme. Abseits vom Alpenkitsch. Diese moderne Architektur tut gut. Wir sind ja nur etwas mehr als eine Autostunde von Villach entfernt und so ist die Therme auch als Tagesausflug für uns ideal. Wir waren im Spätherbst unter der Woche dort. Einfach herrlich, weil da auch noch sehr wenig los war. Eine tolle Erholung. Aber auch wenn mehr los ist, lasst es sich dort noch gut entspannen, ist ja riesen groß und mit viel Liegeflächen. Gut durchdacht und großzügig gestaltet. Würde mein kleines besonderes Hotel ( www.spielehotel.at ) gern in unmittelbare Nachbarschaft der Kärnten Therme verfrachten! ;)
das gebäude wirkt wie eine möchtegern stilkopie von delugan-meissl.
ich kenne das alte warmbad zwar nicht, aber mit dieser gestalterischen verzweiflungstat - hier einen baukünstler im autistischen wahnsinn zu wähnen, wäre dann definitiv zuviel des lobes - macht der neubau jetzt schon einen denkbar altbackenen eindruck.
alles beim alten, wies aussieht ...
Ach was, die heutigen Architekten sind lauter geschädigte Hundertwasserkinder, die jetzt glauben, überall Antithesen zum übergroßen Meister in die Landschaft zu klotzen. Früher hat der gerade Strich in die Hölle geführt, jetzt führt er offenbar in den Wellnesstempel. Man sehe sich nur die Therme Wien an, dort wurde das bis zum Aufspießen betrieben. Die glatten Böden kombinieren dort perfekt mit den rasiermesserscharfen Ecken und Kanten, ausrutschen kann dort einem Todesurteil gleich kommen. Wer eine
Rundung findet, darf sie offenbar behalten und muss sie gleich mitnehmen.
Nebenbei bemerkt, ein mit 30 Grad temperiertes Aussenbecken als "extrawarm" zu bezeichen, muss entweder feine Ironie oder ein Abschrieb aus dem Werbprospekt sein.
die messerscharfen probeleme ergeben sich mmn zu nicht unwesentlichem teil aus den messerscharfen plangraphiken von autocad und co.
da vergessen offenbar viele material und detail mitzudenken ... ist mir jedenfalls schon öfter an solchen punkten aufgefallen -- wo ist das problem? die pläne sind doch schön.
und nachdem immer grössere bauaufgaben von immer kleineren teams nur mehr abgearbeitet werden, bleibt halt auch keine zeit mehr, die vielen details, die so ein gebäude mit sich bringt, angemessen zu lösen. solche detailpunkte gibt es schon bei einfachen gebäudegeometrien zur genüge ...
Als leidenschaftlicher "Sauna-Jünger" wollte ich mir natürlich auch ein Bild von der Therme machen. Beim dritten Anlauf (zweimal hätte ich über drei h auf Einlass warten müssen) hat es dann endlich geklappt. Meine Einschätzung von der "exclusiven Spa-Landschaft" - unterdurchschnittlich: 1 x Kräuter- + 1 x Finnische-Sauna + ein Dampfbad + ein Tauchbecken + eine "größere Badewanne" - kein Whirlpool. Beängstigend charmlos serviert inkl. "esoterik-wellenbox" und massagesessel. Von "Exclusivität" keine Spur - erinnert eher an einen durchschnittlichen Saunabereich eines 3-4 Sterne Hotels. Der Rest der Thermenwelt ist eine laute. Eine "Funktions-Familientherme" im nutzwert-Schick aus der zumindest ich unentspannter raus als reinkam.
Ein direkter Vergleich fällt mir schwer, da ich den Spa-Bereich des Römerbads zur absoluten Spitzenklasse zählen würde -> tolle Architektur, umfassendes Angebot, sehr gute Saunameister, vom Außenpool des zweiten Stocks traumhafter Blick auf die Klammer-Abfahrt und trotz einer gewissen Weitläufigkeit die sich über drei Stockwerke erstreckt, kommt nie auch nur ansatzweise ein "Hallenbad-Gefühl" auf. Im eigentlichen Sinne kann nicht von einer Erweiterung des alten Römerbads gesprochen werden, sondern von einem dreistöckigen Spa-Neubau. Der alte Thermenbereich ist Familien vorbehalten und wurde um zwei Kinderbecken und einem Ruheraum erweitert. Ich gehe dort sehr gerne hin und kann es nur jedem empfehlen...
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