Militärparade in Delhi: Indien warnt Pakistan

Präsident Mukherjee: "Freundschaft nicht selbstverständlich gegeben" - Streitkräfte präsentieren erstmals neue Langstreckenrakete

Neu-Delhi/Islamabad - Anlässlich der jährlichen Militärparade zum Tag der Republik in Neu Delhi hat Indiens Präsident Pranab Mukherjee Pakistan gewarnt, die Freundschaft seines Landes nicht als gegeben zu sehen. "Wir glauben an Frieden an der Grenze und sind stets bereit, eine Hand in der Hoffnung auf Freundschaft auszustrecken, doch diese Hand sollte nicht als selbstverständlich angesehen werden", sagte Mukherjee in einer am Samstag übertragenen Rede.

Rakete kann Europa erreichen

Bei der traditionellen Militärparade auf der Prachtstraße Rajpath im Zentrum der Hauptstadt Neu Delhi präsentierten die indischen Streitkräfte erstmals auch die Langstreckenrakete Agni V. Die Rakete, die auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann, war im vergangenen April erfolgreich getestet worden. Mit einer Reichweite von 5000 Kilometern kann sie Ziele in ganz China und sogar in Europa erreichen. Sie bedeutet für Indien eine bedeutende Erweiterung des Waffenarsenals zur atomaren Abschreckung.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Schusswechsel an der Grenze in der umstrittenen Bergregion Kaschmir gegeben. Pakistan und Indien warfen sich gegenseitig vor, mehrere Soldaten getötet zu haben. Inzwischen einigten sich beide Seiten auf einen Waffenstillstand entlang der unruhigen Grenze. Beide Staaten beanspruchen die mehrheitlich muslimische Himalaya-Region in Gänze für sich. Seit ihrer Unabhängigkeit 1947 führten sie bereits zwei Kriege um Kaschmir. (APA, 26.1.2013)

  • Die Agni V Langstreckenrakete
    foto: reuters/mathur

    Die Agni V Langstreckenrakete

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