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"Wenn Sie jemand anders sein könnten - wer wären Sie?" Was antwortet man auf Fragen dieser Art?
Sie stehen zwischen Jobkandidat und Firma. Fast alle kennen sie, die wenigsten lieben sie: Bewerbungsgespräche. Ein Oszillieren zwischen Psychospielchen und nüchterner Analyse der Qualifikation von Bewerbern. Also ein Terrain, auf dem man leicht ausrutschen kann. Gezielte Vorbereitung ist schwer möglich. Vor allem wenn man mit Personalverantwortlichen konfrontiert ist, die das Einstellungsgespräch als Experimentierfeld für Originalität sehen. Mit dem Ziel, hinter die Fassade von Bewerbern zu blicken.
Das US-Jobportal Glassdoor hat sich die Mühe gemacht und 300.000 Fragen analysiert, die bei Vorstellungsgesprächen die Runde gemacht haben. Die "verrücktesten" wurden nun veröffentlicht - und welches Unternehmen sie gestellt hat. karrierebibel.de hat sie übersetzt und gereiht.
Welche skurrilen Situationen haben Sie bei Bewerbungsgesprächen erlebt?
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Um herauszufinden, wie ein Mensch ist, brauch ich ihm nur normale Fragen stellen. Und unerwartete Problemstellungen real vorstellen und ihn fragen, was er jetzt real machen würd. War mir einer der angenehmsten Jobinterviews. Kein depperter Pingiun im Sombrero.
Sie müssen ja auch "plötzlich ins Englisch wchseln", um heraus zu finden, ob der Kandidat Englisch kann. Da wechsel ich nicht plötzlich, da wird ein Teil des Interviews einfach ganz normal in Englisch geführt. Ich weiss nicht, wozu Sie die Spielchen brauchen?
Wo ist das Spielchen, wenn Sie mitten im Gespräch die Sprache wechseln.
Ein Bewerber mit exzellenten Sprachkenntnissen und Auslandserfahrung wird damit umgehen können und mit Ihnen die Sprache wechseln. Wenn er schon mal im Ausland Geschäfte gemacht hat, wird er das gewohnt sein und ganz normal sein. Wenn's Gespräche haben, wo nicht alle in der Runde eine gemeinsame Sprache gut können, ist das üblich und kommt oft vor.
Wenn's eine grosse Sache ist, dass die Sprache im Gespräch gewechselt wird, dann haben's schon herausgefunden wo das Sprachniveau ist - das ist dann vielleicht jemand mit Schulenglisch - aber nicht jemand mit guten Sprachkenntnissen.
Aber das wissen's ja sicher, oder?
Ihr Augenmerk ist darauf gelegen, dem anderen ein Schnippchen zu schlagen, weil Sie glauben, dass das Ihre einzige Chance ist, heraus zu finden, ob der in Englisch sattelfest genug ist. Das ist aber komplett unnötig.
Auch wenn Sie den anderen als ganz gleichwertigen Gesprächspartner behandeln, ihm also kein unvorhergesehenes überraschendes "wow-wie nouvelle interview . Augenverdreh" Dramensprachwechsel unterjubeln, können Sie ganz entspannt herausfinden, wie es um seine Fremdsprachenkenntnisse steht. Ihr aufgesetztes Drama des springenden Sprachwechsels - um mich zu wiederholen - ist komplett unnötig, überproportioniert und dient Ihnen nur zu Ihrer Selbstdarstellung.
Das ist ja genau der Punkt: Für Leute die nicht gut englisch können ist es "ein Trick" oder "ein Schnippchen", wenn sich im Gespräch mal die Sprache ändert.
Real ist das nur ein Indikator dafür, dass SIe (geschäftlich oder privat) nicht sonderlich viel international unterwegs waren. Und damit habe ich genau das herausgefunden, was ich wissen wollte: Wie Sie mit solchen Situationen umgehen können.
Wenn's für Sie schon stressig ist wenn sich die Sprache zu einer hin ändert für die Sie verhandlungsfähig angegeben haben, dann ist klar geworden dass Ihnen noch was fehlt für einen internationalen Job.
Und was wollen's denn beim Gespräch, ausser das herausfinden?
P.S.: Sie waren nie im Ausland?
Ich weiss ja nicht, wie verzweifelt Sie wirklich sind, aber klingt schon ziemlich tief, was Sie da so betreiben.
Eigentlich ist ein technisches Ibterview im Englischen schon zienlich aussagekräftig, auch ohne "überraschende" (augenverdreh) Sprachenwechsel.
Ich weiss ja nicht, für welche Jobs Sie interviewen, aber es hört sich mehr und mehr nach einer Kasperlfigur an.
Sie haben bis dato Bewerbungsgespräche offenbar immer nur von einer Seite aus erlebt. Ein Seitenwechsel ist sehr spannend. Da sehen Sie mal, welche Bandbreite an Bewerbern kommt, dass die in der Regel bei normalen Gesprächen alle gleich reagieren, alle dieselben Lösungen für "reale" Probleme anbieten, weil sie alle brain-washed durch irgendwelche Unis o.Ä. gegangen sind...
*Echte* Eindrücke bekommt man durch komplett unvermittelte Dinge, die sie unerwartet "treffen". Diese Fragen gibt's ja nicht zum Spaß oder zur Quälerei...
Aber egal, ob Sie mir glauben oder nicht, wenn Sie mal die Gelegenheit haben, (zumindest als Zuseher) auf der anderen Seite zu sitzen, ergreifen Sie sie! Ihr Horizont wird sich erweitern.
Stress ist in der Arbeitswelt etwas komplett normales, die Antwort auf die Frage "Wie gehen sie mit Stress um" Lautet meist "Unter Stress blühe ich so richtig auf". Wer sich von einer unerwarteten Frage so weit aus der Ruhe bringen lässt dass er/sie einen schlechten Eindruck im Interview hinterlässt, will ich nicht auf unsere Kunden loslassen, denn wenn er vor diesen bei einer Kleinigkeit zusammenbricht kostet das der Firma sehr viel Geld und noch schlimmer Ruf.
Naja - ganz so falsch ist es nicht, es gibt schon auch Leute, die unter Druck richtig noch mal zulegen.
Allerdings ist es eher selten, und die zweite Frage ist vor Allem: Was ist Ihr Ansatz, wieder runter auf ein normales Niveau zu kommen?
Sonst führt die Schleife fast unweigerlich ins Burnout.
Aber es ist schon eine Aussage, die hinterfragt werden sollte.
Es ist eine derart typisierte Antwort, dass ich genau das Gegenteil vermute. Und mehr brauch ich dazu echt nicht. Wenn Sie das nicht erkennen, sorry,dann trau ich Ihnen auch die Sombrero Frage zu, aber dann haben Sie grad richtig Kernkompetenz abmontiert bei meiner Vorstellung von Ihnen.
Und Stress kann man ohne Sombreros und Pinguine alleine durch ganz normale Gesprächsführung induzieren. Echt. Mit ganz realen Fragen. Vielleicht ergibt sich das eine oder andere real Stressbeispiel und beim Erklären einfach nachfragen. Interviewsituation wie Arztuntersuchungen im Prostatabereich sind ohnehin erhöhte Stressfaktoren. Übrigens: 30-40jährige werden zb bei privaten Erfolgserlebnissen total Stressresistent, wenn sie grad den Superaufriss gemacht haben, das heisst beim Interviewtermin Nerven aus Stahl und innovative Antworten bei nächster Gelegenheit bricht das Bubi weinend oder selbstzerstörerisch über dem Drink zusammen...
in der arbeitswelt oefter mal vorkommt (wenn es "normal" wird, wird es zeit, ueber einen jobwechsel nachzudenken), hat jeder, der mehr als ein jahr in seinem lebenslauf aufweisen kann, schon bewiesen, dass er damit umgehen kann, sonst waere die karriere bisher nix geworden.
klar, unhoeflichkeit erzeugt auch stress. und wer kundenkontakt hat, weiss, dass die manchmal absichtlich unfreundlich sind, das musst du ihm nicht erklaeren.
Möglichkeit, den Stress abzuschirmen, weil die Person derartiges Fachwissen mitbringt, das ich sonst nicht bekomm. Aber ansonsten ist die Antwort für mich schon klar eine Absage, wenns um stressige Jobs geht. Und um die gehts überall.
Es geht nicht darum, dass Alle mit Stress umgehen können müssen.
Aber es gibt nun mal auch Jobs, bei denen man mit Stress umgehen können muss. Und dort tun's den Leuten keinen Gefallen, wenn Sie's rein stossen obwohl Sie's vorher leicht herausfinden hätten können. Es wird für das Unternehmen und für die Bewerber teuer, wenn's erst Monate später drauf kommen, dass der Kandidat ungeeignet war.
Ich habe weniger täglichen Kontakt mit beruflichen bullshittern ähhh workhardplayhardern in meinem Umfeld. Ich hatte das Spiel mit zwanzig-dreissig, aus dem Alter bin ich eigentlich raus...
Und ich habe erkannt: weniger ist oft mehr: wenn du dich zu sehr auf Spielchen konzentrierst, versäumst du genau die wichtigsten Zwischenzeileninfos...es ist leichter, die Person im Gespräch und in der Aktion zu beobachten, wenn ich mich ganz natürlich verhalte, so wie dann auch in der Zusammenarbeit.
Ich brauche nicht mehr originell sein, ich bin gut in meinem Job. Und das beinhaltet auch, gut beim Menschen einschätzen können. Und wer ist schon Gott?
Das seh ich teilweise auch so:
Weniger ist mehr, und Zwischenzeileninfos sind wichtig, ...
- - -
Aber wenn man sich selbst bewirbt (oder Projekte verkauft, was oft nicht so sehr anders ist) sollte man schon mit sowas umgehen können, ohne vom Sessel zu fallen.
Und da dann eben das Beispiel: Bei internationale Kunden kommt es bei grösseren Projekten nicht so selten vor, dass Sie manche Sachen zweisprachig sagen (und wer anderer es noch in einer anderen Sprache wiederholt), damit alle sicher das Selbe verstanden haben. Ob ein Bewerber damit umgehen kann, können's am leichtesten herausfinden indem's einfach die Sprache wechseln. Mit erfahrung kennt er das sowieso schon.
Irgendwie kommt mir vor, ich muss wiederkäuen für Sie. Aber gerne aus posterhistorischen Gründen: 1. Es kommt darauf an, welche Stellen Sie besetzen, ob man sowas aushalten muss oder nicht. Leider hat es sich eingeschlichen, dass sich Interviewer gerne selbst aufwerten, indem sie bei Standardjobs die "Hochspezialistenkeule" fahren. Was auf Kosten der sich Bewerbenden geht. Und 2. Umso wichtiger: wenn ich höher qualifiziertes Personal mit Mickey mouse Interview "aussiebe", dann halt ich das aus, aber es sagt mir mehr über den Arbeitgeber, als er über mich erfährt:wenns der Vorgesetzte selbst ist:er ist ein unsicherer Kasperl. Wenns ein Personaler ist:die Fa. Kann oder will sich nur Kasperl als HR leisten:die Fa ist nicht ernst zu nehmen.
Richtig. Und das Wunschgehalt ca. 30% über dem "Ist Gehalt" angeben, manchmal klappt das sogar, vor allem in den ersten 10-15 Berufsjahren. :-)
(Vielleicht nachher auch noch, da fehlt mir aber die Erfahrung)
Manchmal bekommt man aber sinngemäss zu hören obs einem eh gut geht.
"Manchmal bekommt man aber sinngemäss zu hören obs einem eh gut geht."
Wenn das vorkommt weiss man, dass knapp drunter das richtige Preisniveau liegt.
Und oft wird man überrascht, und erfährt dass man das richtige Preisniveau noch lange nicht erreicht hat. ;-)
>Und oft wird man überrascht, und erfährt dass man das richtige Preisniveau noch lange nicht erreicht hat. ;-)
Da haben Sie recht. Mir persönlich ist eine Dame bekannt, welche durch einen Jobwechsel (vergleichbare Tätigkeit) ihr Gehalt von 2800 auf 4200 verbessert hat.
Wäre interessant wieviele Menschen sich da eigentlich noch deutlich unter ihrem Wert verkaufen. :-)
>Wenn das vorkommt weiss man, dass knapp drunter das richtige Preisniveau liegt.
Was bekommt man eigentlich zu hören, wenn man deutlich drüber liegt?
Alles mögliche, beispielsweise:
Einmal hat einer versucht mich nicht merken zu lassen wie er lacht.
Ein paar haben nur gesagt auf die eine oder andere Art höflich gesagt dass wir auseinander liegen.
Und EINER hat mir gesagt, was mir aus seiner Sicht fehlt um dort zu sein. Und gesagt "bleiben wir in Kontakt".
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Aber deutlich drüber ist ja keine einheitliche Grösse, sondern je Job.
Wenn sie sich die Fragen zu den Firmen anschauen, machen diese alle Sinn. Egal ob Kreativität oder Analytische Fähigkeiten, die Fragen testen das. Können sie die Fragen nicht beantworten fehlen ihnen die Fähigkeiten für diesen Job, egal ob sie das laut CV beherrschen.
In KEINEM meiner zahlreichen und vielfältigen zudem unterschiedliche Hierarchie-ebenen zugehörigen Jobs wurde jemals derartiges Verarscxaushaltvermögen von mir erwartet. Aber vielleicht gehts hier um Jobs jenseits der 15.000 Monatsbrutto. Da kann ich dann nicht mehr mitreden.
Die so aufregend sind, dass man künstliche Aufregung mit Phantasieerfindungen herstellen muss, um die Eignung zu testen. Meinen Sie, Sie haben diese Fragen dem Baumgartner gefragt haben?
Kommt darauf an auf welchen Job sie sich bewerben, ist es dort nötig viel und möglichst genau zu schätzen, dann ist die Frage sehr relevant. Der Interviewer sieht so wie sie das Problem angehen, ein Problem mit dem sie dann täglich konfrontiert werden, wenn sie dort anfangen zu weinen ist es klar dass sie für den Job nicht geeignet sind.
Aber weil ich auch gern besserwisser: denken Sie einfach daran, Beispiele aus der realen Jobsituation zu nehmen. Ausser Sie wollen, dass der Bewerber merkt, dass Sie keine Ahnung vom ausgesxhriebenen Job haben, weil Ihnen nur pervertierte Beispiele einfallen und nicht hands on Beispiele aus der Praxis....
So. Besser gewusst.
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