Fiskalstreit: US-Senat dreht nach der Klippe um

Nach monatelangen Verhandlungen zeichnet sich doch noch ein Kompromiss im Streit um das US-Budget ab. Stimmt auch das Repräsentantenhaus zu, bleiben den USA flächendeckende Steuererhöhungen und sofortige Ausgabenkürzungen erspart

Washington - Eines haben Demokraten und Republikaner zumindest geschafft. Der Begriff "fiscal cliff" (Fiskalklippe) hat es zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Die Sprachhüter der Lake Superior State University in Michigan haben ihn am Dienstag sogar zum Unwort des Jahres 2012 gekürt.

Am ersten Tag des neuen Jahres sah es freilich danach aus, dass den USA der Sturz über die Klippen (sprich: in die Rezession) doch erspart bleibt. Im US-Senat gab es nämlich eine Einigung der beiden politischen Lager (89 zu neun Stimmen), auf flächendeckende Steuererhöhungen und sofortige Ausgabenkürzungen vorerst zu verzichten. Diese Maßnahmen könnten zu einem Abwürgen der Wirtschaft führen.

Im Repräsentantenhaus, in dem die Republikaner die Mehrheit haben, stand die Abstimmung am Dienstagabend allerdings noch aus. In Kraft treten kann ein Gesetz erst, wenn beide Kammern zustimmen.

Die automatischen Steuererhöhungen und Einsparungen wurden damit zwar streng genommen mit Jahresbeginn wirksam, aber wegen des Neujahr-Feiertags hatte dies zunächst keine praktischen Auswirkungen.

Die Gesetzesvorlage, die rückwirkend mit 1. Jänner in Kraft treten soll, sieht unter anderem einen höheren Spitzensteuersatz ab einem Jahreseinkommen von 400.000 Dollar vor. Gleichzeitig sollen seit Jahren geltende Steuererleichterungen für die Mittelschicht in dauerhaftes Recht umgewandelt werden.

Obama zufrieden

Die langfristigen Haushaltsprobleme der USA würde der Kompromiss jedoch nicht lösen. Es handelte sich lediglich um eine Notlösung, um der US-Wirtschaft zunächst eine Rezession zu ersparen. US-Präsident Barack Obama, der ursprünglich höhere Steuern für Einkommen ab 250.000 Dollar wollte, verteidigte den Kompromiss: "Während weder Demokraten noch Republikaner alles bekommen haben, was sie wollten, ist diese Übereinkunft das Richtige für unser Land, und das Repräsentantenhaus sollte sie ohne Aufschub verabschieden." Er räumte ein, es gebe noch mehr zu tun, um das Defizit zu senken, und sagte seine Bereitschaft zu.

Viele Republikaner im Repräsentantenhaus werfen dem Demokraten Obama vor, zu wenig zur Reduzierung der Ausgaben zu tun und allein auf Steuererhöhungen zu setzen, die vor allem viele Anhänger der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung prinzipiell ablehnen.

Vielen Abgeordneten stieß zusätzlich eine Rede von Obama im Weißen Haus übel auf. Dieser hatte noch während der laufenden Verhandlungen vor jubelnden Anhängern erklärt, die Republikaner seien offenbar gerade dabei, ihr Wahlversprechen zu brechen, niemals die Steuern zu erhöhen.

Ohne eine Einigung treten automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar in Kraft. Für jeden US-Haushalt würden dies im Schnitt Zusatzbelastungen von rund 3500 Dollar bedeuten.

Eine Verabschiedung des Kompromisses würde jedoch noch lange kein Ende des bitteren Haushaltsstreits bedeuten. Schon im Februar stehen neue Verhandlungen an - unter anderem über die umstrittene Schuldenobergrenze. Die aktuelle Grenze von 16,4 Billionen Dollar wurde nämlich ebenfalls mit Jahresende erreicht und kann nur mit einigen Budgettricks noch etwas länger eingehalten werden.

Die Börsen reagierten zu Silvester positiv auf die sich abzeichnende Einigung. Der Leitindex Dow Jones legte deutlich zu und überstieg die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. (Reuters/go, DER STANDARD, 2.1.2013)

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AAA ist gerechtfertigt weil die Ausfallwahrscheinlichkeit genau 0,00% beträgt (hat doch Bernanke gesagt?) Die notwendigen Dollars werden eben geschaffen

Weil man sich auch anschauen muß WEM die Schulden geschuldet werden.

Für einen Großteil der Schulden der USA sind die Gläubiger die USA selbst (also diverse Behörden von Bundes- und Staatseinrichtungen) oder gar US-Bürger selbst.

Siehe http://www.youtube.com/watch?v=3ugDU2qNcyg

Mitnichten! Die Chinesen sind die größten Gläubiger

Das ist inkorrekt. Die Chinesen machen nur ca. 9% aus.

Weil die Fundamentaldaten völlig anders sind. beginnt schon bei der Schuldenquote, aber vor allem die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft ist ungleich besser.

DER war gut!

Das super Bildungssystem und die zweistellige Millionenzahl an Essensmarkenbeziehern steigern die Produktivität sowas von ungemein, daß sogar China noch die Waren dazu liefern darf!

ROFL

Du hast das Schlüsselwort "eigene Währung" vergessen.

Wenn die Fundamentaldaten und die Wirtschaft so toll sind.... warum haben sie dann so viele Schulden?
Natürlich muss man die durchschnittlichen Schulden/Einwohner in Relation zum Durschnittseinkommen sehen. Aber eine Rating-Agentur richtet sich auch nach den aktuellen Tendenzen.
Und da wird klar:
- Wirtschaftswachstum weit unter dem Schuldenwachstum
- Einkommensschere öffnet sich weit
- Status als Wirtschaftsweltmacht in Gefahr
- NULL Sparwillen
Was sagen die Ratingagenturen dazu?

Die Dollarbindung von Erdöl und der Status als Weltmacht wird auch nicht ewig halten.

Die Dollarbindung des Öls ist längst Mythos.

Brent-Öl wird in Euro verkauft (und ist u.a. deswegen in US$ teurer als WTI), China zahlt sein Öl in Südamerika in Renminbi und hat zahlreiche bilaterale Verträge hierzu abgeschlossen.

Ich empfehle die Schulden etwas differenzierter anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=3ugDU2qNcyg

Nach der Sicht dieses Videos wird hoffentlich der Unterschied zu Griechenland klar.

Ratingsagenturen bewertet die Fähigkeit, die Schulden zurückzuzahlen, und NICHT die Höhe der Schulden!

Wenn man einen Kredit bei der Bank beantragt, wird man nicht automatisch abgeleht weil man Schulden in Höhe von 1 Millionen Euro hat. Es wird sondern geprüft, ob man die Raten TROTZ der hohen Schulden zurückzahlen kann. Man kann Schulden von 500 Euro haben und die Raten trotzdem nicht zurückzahlen kann. Also die Höhe der Schulden ist nicht so wichtig wie die Zahlungsfähigkeit.

Deshalb erhalten die USA trotz hohen Schulden gute Bonität, denn seit deren Gründung haben die USA ihre Raten immer pünktlich und verlässlich bezahlt.

Die Fähigkeit meine Schulden zurückzahlen zu können ist nicht mehr als die Frage:
"Wie hoch sind meine Schulden im Verhältnis zum Einkommen und wie schnell muss ich meine Schulden zurückzahlen?"

Alles was sich negativ auf mein Einkommen auswirkt schlägt sich demnach auch auf die Zurückzahlung meiner Schulden.

Verschlechtert sich meine wirtschaftliche Position, so muss ich sparen um die selbe Menge an Schulden zurückzahlen zu können.

Und wenn eine Privatperson einen Kredit aufnehmen will, dann ist es sehr wohl wichtig ob sie nicht schon 50 Kredite laufen hat.

Und nachdem ein Kredit eine Investition in die Zukunft ist, ist es auch sehr wichtig wie die Tendenzen sind.

nach reiflicher Überlegung komme ich zum Schluss:

Diese Perversion reiht sich aber vorzüglichst in andere schon existente (Stichwort, Entwicklungsländer, "Out-Placement" und dergleichen) ein.

Unglaublich... ich begreif gerade, wie perfekt dieses System die Umverteilung voran treibt...
Nur wegen Macht? ... seltsame Wesen gibt es auf dieser Welt.

16.390.000.000.000 $ Schulden !!! Und Wer sind die Schuldner ?

An Wem wurden die US-Bürger da verkauft ?

Sind die US-Bürger jetzt Eigentum der privaten FED oder doch der Chinesen ?

Die Chinesen...

...halten nur 9% der US Schulden.

dass die vermögensteuern nichts bewirken würden ist ein märchen

das selbe gilt für lohnerhöhungen, die nicht kommen, weil sonst der aufschwung flöten geht. dann geht der aufschwung flöten und wieder keine lohnerhöhung, weil damit die wirtschaft gefördert werden muss, damit der aufschwung endlich kommt.

deshalb ist ja auch die einkommensscheere zwischen arm und reich weiter dramatisch außeinander gegangen.

wir brauchen wirtschaft, aber sie muss uns allen dienen.

die investmentbanken hatten im vergangenen jahr 2012 wieder rekordgewinne und haben aus der krise nichts gelernt. alles für 10% der gesellschaft, egal wo.

und die usa kämpfen mit den menschenrechten im eigenen land, da die unverschämte oberschicht den ärmsten nicht einmal ein recht auf gesundheit einräumen will.

Die angedachte Steuererhöhung trifft aber vor allem kleine und mittlere Unternehmen.

Investmentbanken sind davon (meines Wissens) nicht betroffen.

Die betroffenen Unternehmer werden weniger arbeiten und mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen.

Sie bringen es auf den Punkt

Die Wirtschaft SOLLTE für alle da sein; ist sie aber nicht, sondern nur für die obersten 10%; um deren Reichtum noch zu vermehren brauchen sie die restlichen 90%, die ihnen ihren Reichtum auch tatsächlich sichern.

Und das Schlimme ist, dass es noch schlimmer werden wird, sofern der mittlerweile ungezügelte Freie Markt nicht stärker (von der Politik) reguliert wird. Die Kruz ist aber, dass die gesetzgebende "Elite" abhängig (Spendengelder) von diesem Freien Markt (Investmentbanken) ist.

Wer ist denn "die Wirtschaft" die für alle da sein soll? An wen kann ich mich wenden?

Er wird wohl gemeint haben: pofitieren alle gleichermaßen oder profitiert vorrangig nur eine kleine Gruuppe?

Danke

genauso meinte ich es.

Der Anspruch, dass alle gleichmäßig profitieren ist aber kein Anreiz Risiko auf sich zu nehmen. Das war ja der Grundfehler im Kommunismus.

War so klar das es passiert nur ein rauszögern bis zur letzten sec. Weil keiner nachgeben will...

sobald nlp im spiel ist

weiß der geschulte bürger dass er verarscht wird.

#alternativenlos-haircut-schuldenkrise

Erbschaftssteuer von 35 Prozent fuer Erbschaften von ueber 4 Mio Euro

Das waer doch mal was fuer Oesterreich, oder?

"The estate tax has been gradually phased out since 2001, dropping from 55 percent to its current rate of 35 percent on real estate, stocks and other assets that are inherited, with an exemption that’s grown from $1 million to $5.2 million."

Das würde im wesentlichen doch nur Unternehmen treffen, und dem Standort schaden.

Wie viele sind das pro Jahr in Österreich? Reine Stammtischbefriedigung, der ich prinzipiell nicht abgeneigt bin (allerdings, dieses Geld wurde eh schon ca. 50 Mal besteuert). Aber bewirken würde das NICHTS.

genau.

denn die geistigen Faymänner dieser Welt werden nie mit ihren Budgets auskommen.
So wie ich die sinngemäß gleichen Sprüche mit ein paar anderen Vokabeln schon vor 30 Jahren als Jugendlicher - und seither unentwegt - gehört habe wird sich in 100 Jahren und dann bei mittlerw. beliebig hohen bereits ungesetzten Vermögens- und Erbschaftssteuern wieder ein Studienabbrecher ohne Ideen, Konzepte und Themen außer polarisierende Umverteilungsdebatten hinstellen und "mehr Gerechtigkeit" - heißt übersetzt eine neue Steuer oder ein paar Prozentpunkte mehr von irgend einer bestehenden Steuer - fordern....usw...usw...

Wie genau wurde dieses geld 50 mal besteuert?

Hausnummer. Aber doch schon einige Male: Durch ESt/LSt, MwSt im Fall von Anlagevermögen, Aktiensteuer, KeSt und so weiter und so fort.

Der Erbe muß genauso Steuern zahlen wie jeder andere, alles andere ist zusätzlich ungerecht.

Sie müssen das verstehen: Es gibt eben Leute, die zwar allen Anderen gern die Vorzüge der freien Konkurrenz andrehen möchten, aber sich selbst und ihren Nachkommen lieber doch das gottgefällige Rattenrennen ersparen möchten.

Was man ihnen nachempfinden kann.

Verständnis für Ungerechtigkeiten habe ich mehr als ich brauchen kann. Wenn jemand was zu vererben hat, sind die Nachkommen in der Regel eh schon privilegiert durch geordnete Kindheit, ordentliche Ausbildung und anderer Nebengeräusche. Steuerfreies Einkommen darf es nicht geben. Das Rattenrennen erspart er sich ja zusätzlich, sonst ist das Erbe sowieso für die Fische.

Letzte Hoffnung: Republikaner im Repraesentantenhaus...

Viel Hoffnung habe ich nicht, dass diese "Kompromiss" vermieden wird (ich bin hier ein Idealist - der Vorschlag mit 450000 wuerde mir helfen): Obwohl die Steuererhoehungen hart waeren, wuerden die Sparprogramme die Zukunft der USA sichern: Die Bundesbuerokratie wuerde zurueckgedraengt, es gaebe weniger Geld, einzelne Staaten zu bestechen, sodass sie ihren Wirkungsbereich fuer 30 Silberlinge verkaufen (Bsp minimum drinking age 21...), Sozialprogramme muessten gestrichen werden. Mit ein bisschen Anschub koennte die Rueckkehr der US auf den Wachtstumspfad erfolgen.

Leider werden sich einige Verraeter bei den Republikanern finden: Bei den naechsten Wahlen (in 2 Jahren) wird ihnen dann die tea party schon bei den Vorwahlen den Garaus machen!

Ja, auch ich kannte einmal ein ganz kleines weißes Zwergkaninchen. Das hatte einen schwarzen Fleck auf Nase und konnte Männchen machen.

Das Hotel auf Hawaii war schuld

Das war sicher mistig und da haben sie sich was einfallen lassen, damit Obama diesen Urlaub abbrechen konnte. ;)

Und was sagen die "Märkte" zu so einer zusammengeschusterten Lösung?

nix, da es sich ja nicht um den € sondern um den US $ handelt.

Selbst Schuld wenn man im vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Finanzmafia solche Restriktionen beschließt.

Sollen's doch abstürzen und diese ganze verdammte Marktwirtschaft mitreißen.

Die Menschheit muss eh endlich einen Weg finden und eine Gesellschaftsordnung errichten, die auf eine faire Verteilung der Ressourcen und nicht auf Nationalismus, Rassismus und Co. errichtet ist.

Ich kann Ihre Aversion ganz gut nachvollziehen. Dieses völlig irre, aufdringliche Merry go round ist bisweilen kaum mehr zu ertragen.

....nicht die Marktwirtschaft soll mitgerissen werden, sondern der Kapitalismus....+Zinseszins.....

...und die Menschheit hat schon lange Alternativen parat, nur hören und sehen will sie keiner bzw. werden sie nicht verbreitet, weil es den Etablierten nichts nützt, und die anderen verstehen es nicht, weil sie sich der Gehirnwäsche nicht entziehen können.....

...naja ich schätze spätestens wenn bei uns die gleichen Verhältnisse, wie in Griechenland jetzt, herrschen, also in 3-4 Jahren, dann hoffe ich ,besinnen sich die Menschen wieder auf das wesentlich und lassen sich nicht von der Hexentreiber beeinflussen

"Menschheit hat schon lange Alternativen parat"

Was denn?

Ohne böse klingen zu wollen, das würde mich jetzt interesieren.
Ich hab bis jetzt nur vom BGE gehört, wobei mir das als allheilende "Alternative" zum Zinseszinssystem zu bezeichnen auch recht gewagt erscheint.

Also das BedingungsloseGrundeinkommen ist in meine Augen eine halbherzige Idee der Sozialist und auch keine Alternative.....den das System bleibt ja....

Also ich empfehle ihnen diesen Vortrag von Herrn Plettenbacher, der geht ein bisschen auf das derzeitige Geldsystem ein und erklärt zum Schluss eine mögliche Alternative, wie RegionalGeld oder die Monitative

http://www.youtube.com/watch?v=2CwyLdaJA9A

schauen Sie es einfach an, vl auch andere Videos vom TOP INfo Forum, auch das von Herrn Hörmann, es wird zwar kontrovers über ihn diskutiert, aber ich finde es nicht uninteressant was er zu sagen hat und er geht zum Schluss auf eine Ressourcen-basierte-Wirtschaft ein, wie sie vl von den Zeitgeistfilmen kennen......
..also viel Spaß...

Danke für die Antwort. Nach den Rotstrichlern die sich nicht äußern wollen, endlich etwas Konstruktives.

BGE und das Wunder von Wörgl sind bis jetzt die einzigen "Alternativen" die ich kannte.
Wobei Regionalwährungen die interessantere Variante sind. Der Kritikpunkt könnte mMn zwar sein, dass die Regionalwährungen nur regional funktionieren, wenn es überregional noch ein anderes Zahlungsmittel gibt, aber es ist jedenfalls ein sehr interessanter Gedanke.

Hofmann kenn ich auch. Von dem hab ich bis jetzt auch noch nicht DIE konkrete Idee gehört, wie man das Finanzsystem ändern kann. Es muss sich ETWAS ändern, aber was konkret es ist, weiß niemand so genau, das wollte ich anmerken mit meiner Kritik am Satz "die Menschheit hat schon lange (konkrete, feritge) Alternativen parat". Danke jedenfalls für die Infos!

18:55 - Ein rotes Stricherl, aber keine Antwort.

Danke für die konstruktive Kritik auf meine - mMn berechtigte und höflich formulierten - Frage. Damit kann ich jetzt viel anfangen!

Marktwirtschaft ist Kapitalismus. Und der Zinseszins ist da sozusagen "Part of the Game".

Es gibt schon Alternativen und es stimmt auch, dass sie von den Medien gut unterdrückt werden, aber leider schaffen es auch die Alternativen nicht, sich gut und glaubhaft zu verkaufen (zumindest die Linken). Da muss noch viel Arbeit geleistet werden.

Um eine Revolte zu unterdrücken hat man bei uns seit 2001 sehr viele Gesetze erlassen. Von massiv erweiterten Befugnissen der Polizei bis hin zur Überwachung. Außerdem droht in diesem Land wohl leider eher eine rechte Revolution als eine Linke.

Für eine bessere Welt müssen wir dennoch kämpfen.

Gleiche Frage von mir an Sie wie bei dem User auf den sich Ihr Antwortbeitrag bezieht:

Was für Alternativen meinen Sie?
Woher kennen Sie solche Alternativen?

welche revolte?!

kennen sie die österreichische gesellschaft? ich kann mich in den letzten jahren nicht an eine einzige ernstzunehmende demo erinnern.

tut mir leid aber Marktwirtschaft kann ohne Kapitalismus funktionieren, deshalb sind dies für mich 2 getrennte Systeme.....nur das derzeitige marktwirtschaftliche System und der Kapitalismus wurden aufeinander angepasst......

und ich bin nicht für das einfache links-, mitte-, rechts-denken, dass ist nämlich auch "part of the game" was vor allem von den Medien ausgeht, um unangenehme Persönlichkeiten oder Ideen zu kategorisieren, um sie dann quasi in eine Schublade zu stecken.... jaja auch derStandard ist hier mit allen Wassern gewaschen......

also ich möchte keine rechts-bzw linksmotivierte Revolution, sondern eine Objektive die weder das eine noch das andere bevorzugt, somit gibt es nur Gewinner.....

Und wie genau soll Marktwirtschaft ohne Kapitalismus funktionieren? Ohne Gewinnstreben gibt es keinerlei Antrieb, Nachfragen zu erfüllen.

Überlegen sie warum gehen Sie bzw die meisten von uns eigentlich arbeiten?

Also ich gehe arbeiten weil ich Geld brauche sonst bin ich obdachlos oder verhungere bzw ich mache einen Job zurzeit der mir nicht gefällt wie die meisten wahrscheinlich auf der Welt, ich profitiere nicht vom Kapitalismus
Das heißt aber nicht das ich nicht gerne arbeite, im Gegenteil ich würde gerne meine Talente und meine Interessen zum Beruf machen und ausüben können..

...jetzt stellen sie sich ein System vor, das genau das fördert und die erbrachte Leistung belohnt......jeder Mensch hat unterschiedliche Interessen und Talente und wenn man dies bündelt und gemeinsam kooperiert, dann kann man auf jedem Fall die Nachfrage stillen, denn hier geht man aus eigenem Interesse arbeiten.....

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