Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ob Orange Revolution oder Arabischer Frühling - die russische Führung ist grundsätzlich skeptisch gegenüber scharfen Umwälzungen und revolutionären Machtveränderungen in einem Land, so auch in Syrien. Das hat mit der eigenen Geschichte zu tun. Russland hat für die Oktoberrevolution 1917 und die Perestroika zum Ende des letzten Jahrhunderts einen hohen Preis bezahlt.
Aber der Konservatismus der russischen Außenpolitik beruht nicht nur auf Erfahrungen der eigenen Vergangenheit und nicht einmal - auch wenn dies der Westen oft argwöhnt - auf Sympathien zu diktatorischen Regimes. Seit dem Verlust des eigenen Status als Supermacht haben russische Diplomaten die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten zum obersten Prinzip erhoben (Ausnahme Georgien). Das ist der Versuch, den US-Anspruch auf eine Rolle als Weltpolizist zurückzuweisen.
In Syrien wird Russland daher einer Intervention von außen nicht zustimmen. Der offenen Unterstützung der Opposition durch den Westen begegnet Moskau mit der heimlichen Hilfe für Assad, den ohnehin einzigen Verbündeten Moskaus im Nahen Osten. Der Kreml hofft dabei auf einen Kompromiss, der einen Teil der alten Elite an der Macht lassen würde. Dies, so Moskaus Begründung, würde die Berechenbarkeit der weiteren politischen Entwicklung erhöhen. Angesichts der Tendenzen in anderen arabischen Ländern ist das Argument sogar nachvollziehbar. (DER STANDARD, 31.12.2012)
Die Kremlpartei versucht sich mit Macht von ihrem schlechten Image als Ansammlung von "Gaunern und Dieben" zu befreien
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.