Finanzvorsatz 2013: Mehr Sparen

Ziel: Schulden reduzieren, Ausgaben kontrollieren

Wien - Zum Jahreswechsel werden gerne Vorsätze gemacht. Auch Sparer tun dies. 52 Prozent der Österreicher haben sogenannte Finanzvorsätze. Ihren Angaben zufolge wird 2013 ein Jahr, in dem die Sparschweine wieder ordentlich gefüttert werden.

37 Prozent jener Österreicher mit Finanzvorsätzen wollen 2013 mehr sparen als bisher, 23 Prozent wollen ihre Schulden reduzieren, und 22 Prozent wollen ihre Ausgaben künftig besser kontrollieren. Das geht aus einer Umfrage der Direktbank Ing-Diba hervor.

Eine Verschiebung im Vergleich zu den Vorsätzen für 2012 gab es vor allem bei jener Gruppe, die sagt, dass sie künftig mehr sparen möchte. Für 2012 haben sich das 26 Prozent vorgenommen, für 2013 sind es bereits 37 Prozent. Die Ausgaben besser zu kontrollieren, hatten sich für 2012 16 Prozent der Befragten auf ihre Vorsatz-Liste geschrieben. Nun sind es 22 Prozent, die ihre Ausgaben besser unter Kontrolle bringen wollen.

Spar-Volk

"Die Österreicher sind gute Sparer", sagt Roel Huisman, Chef der Ing-Diba in Österreich. Auffällig sei aber, dass es einen Unterschied gebe zwischen dem, was die Sparer denken, und dem, was sie tun. So fragen sich beispielsweise 60 Prozent der Österreicher, ob sich Sparen wegen der niedrigen Zinsen überhaupt noch lohnt. Dennoch haben 79 Prozent der im vierten Quartal befragten Österreicher (durchgeführt wurde die Umfrage europaweit) Erspartes, und bei 36 Prozent ist das Sparguthaben im vergangenen Jahr zudem gewachsen.

Traditionell sparen die Österreicher mit gebundenen Varianten, "langsam verschiebt sich dieser Trend aber Richtung täglich behebbares Geld", sagt Huismann. Die Zinsen seien beim Sparen nicht das bestimmende Thema, den Kunden gehe es um die Sicherheit ihrer Einlagen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, 31.12.2012./1.1.2013)

Share if you care
9 Postings
Gnade

Sie ham's noch immer nicht verstanden, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert ...

Schulden machen, konsumieren, Produktionen ausbauen, mehr produzieren, mehr Schulden machen, mehr konsumieren, ...

... noch mehr ...

So funktioniert unser kapitalistisches System, an dem der große Teil der Weltbevölkerung mitspielt - und nicht anders!

wo kann man noch sparen, egal wo man heute Geld anlegt (Banken, Staatsanleihen, ...) es wird sowieso verzockt.

"bei 36 Prozent ist das Sparguthaben im vergangenen Jahr zudem gewachsen."

sagt doch alles...

d.h. bei bei 64 % gesunken oder gleichgeblieben

Kein Wunder bei dieser Verzinsung!

Ich spare in der Deflation indem ich ganz einfach später kaufe.

Schön, alle sparen, die Menschen, der Staat. Niemand macht mehr Schulden, zahlt sie gar zurück. Woher kommt dann das Geld für den prognostizierten Aufschwung und das Ende der Krise? Hint: Sparen macht nicht reicher.

Staat und Sparen

Wie kommen Sie darauf, dass der Staat spart? Der Bund nimmt Steuergeld ein und macht neue Schulden - davon werden Ausgaben getätigt und Geld an die Länder verteilt, die mit diesem Geld nicht auskommen und zusätzliche Schulden machen.

nur durchs sparen bin ich jetzt 'reich' geworden.

aber ich weiss schon; die zeit des sparens ist schon eine leidige.

Schön der Blick in Individualistische. Und wenns viele oder gar alle machen, siehts aus wie in GR. Wir sind aber dank 'Spar'-Gehirnwäsche auf dem besten Weg dazu.

Woher soll der Reichtum kommen, wenn alle sparen? Ja gut, die Kunst Kontoständen weitere Ziffern anzufügen od hinzuzurechnen oder Papieren einen bestimmten "Wert" zuzubilligen. Dieser Reichtum bleibt abstrakt. Die Substanz für all die Zahlenwerte wird aber fehlen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.