Kanzlerbezüge: Merkel hat genug

Regierungssprecher verweist nach Steinbrück-Äußerung auf "auskömmliches Gehaltssystem"

Berlin - Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält ihre Bezüge als Regierungschefin nicht für zu niedrig. Nach der Kritik des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück an den Bezügen der Regierungschefs sagte Regierungssprecher Steffen Seibert der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe), es gebe "ein in Jahrzehnten gewachsenes, ausgewogenes und auskömmliches Gehaltssystem im Öffentlichen Dienst und Staatsämtern auf allen föderalen Ebenen". Dieses habe sich "alles in Allem bewährt".

Steinbrück hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt, "ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin" verdienten in Deutschland "zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung". Mit dieser Äußerung war er auch in den eigenen Reihen auf Kritik gestoßen. (APA)

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Warum gerade 7.000.- Euro??

Weil mir diese Grenze angemessen erscheint.

Wir können aber gerne darüber diskutieren, ob nicht auch 6000 netto genug wäre.

Warum sollte man Ihre Festlegung ernster nehmen

...als die von Steinbrück???

Weil Sie um Lichtjahre näher am Volkswillen dran sind.

Und das wäre in einer Demokratie das eigentlich Ausschlaggebende.

Sie haben das "Sie" groß geschrieben. Sie wollten also sagen, dass ICH um Lichtjahre näher am Volkswillen dran bin.
Okay, dann setze ich jetzt die Grenze fest. Sie soll in Zukunft dem Nettoeinkommen des argentinischen Fussballprofis Lionel Messi entsprechen

Leistung soll bezahlt werden

auch mit mehr als 7000 €. Das Problem sind die die nichts oder zumindest nichts Adäquates leisten und exorbitant verdienen.

Warum sollte eine Leistung mit mehr als 7000 netto bezahlt werden, wenn

ich bessere Leistung für weniger Geld bekomme?
Es ist schlicht eine Illusion, dass höheres Gehalt höhere Leistung bedeutet. Das Gegenteil ist ab einer bestimmten Grenze der Fall. Meiner Erfahrung nach liegt diese Grenze bei ca. 7000 netto.

in Österreich verdient ein Gymnasiallehrer kurz vor der Pensionierung ca. 4000,- € bei 18 Wochenstunden

Ein Kanzler hat gar keine fixe Arbeitszeit, also nach Ihrer Rechnung 0 Stunden Arbeitszeit.

Dass Sie mit der 18 Stunden-Woche von Lehrern argumentieren, die es nachweislich so nicht gibt, disqualifiziert Sie für jede seriöse Diskussion.

Steinbrück will gar nicht Kanzler werden

Sie meinen, ohne Absicht kann man gar nicht in so viele Fettnäpfchen treten?

Er ist ein Würstchen und sucht Senftöpfchen

Das hätte er aber billiger haben können -

und ohne den Fluschaden, den er bis jetzt angerichtet hat.

:-)

Problem ist nicht

das Spitzenpolitiker oder Beamte zu wenig verdienen, sondern das die Relationen im Vergleich zu dieser ganzen Bankster, Manager, Banditenabzockerbande völlig aus den Fugen geraten ist.

Genau das meinte Steinbrück auch.
Es ist schon eigenartig das egal was er sagt nur negativ ausgelegt wird.
In vielen sachen hat er recht jedoch geht das alles unter und ihm bleibt nur die verteidigung.
Ehrlich er ist mir lieber als die Merkel mit ihrem immer und ewigen dahergelulle und wenns sich irgendwo eine Tür aufmacht präsentiert sie sich als die Obermutti die eh alles im griff hat.

Die "Obermutti" hat aber - so nebstbei-

einen ziemlich klaren und guten Verstand. Was man von unserem Pendant eigentlich nicht so behaupten kann. Und der verdient wesentl.mehr.

Wenn er das gemeint hätte, hätte er das gesagt.

Er ist aber der Meinung, dass ein Kanzler auch im Vergleich zu einer Putzkraft oder einem Hilfsarbeiter zu wenig verdient.

So ein Amt sollte eigentlich von Charakter getragen sein, anstatt dem Willen viel zu verdienen.

Gleiches gilt für das Argument: "Politiker müssen viel verdienen sonst wären sie bestechlich"

Bestechlichkeit ist eine Frage des Charakters und nicht des Gehaltes. Wer viel verdienen muss um nicht bestechlich zu sein, der hat sich bestechen lassen um nicht bestechlich zu sein...

schwachsinn! merkl ist absolut unterbezahlt....als bundeskanzler ist sie 24/7 im dienst!!

Das glauben sie ja wohl selbst nicht.

Natürlich muss ein Politiker angemessen bezahlt werden ... sonst könnens gleich das römische System einführen

Glauben sie im ernst das es der Merkel vorab ums Land geht?
Die will auch nur an der Macht sitzen und ist keinen deut besser als die anderen. Ausser das sie obendrein eine verdammt gute Schauspielerin ist.
Warum glauben sie das sie in DE Wendekanzlerin genannt wird, weil sie sich immer in den Wind dreht und "entscheidungen" dann trifft wenn sich alles zum guten gewendet hat.

"Glauben sie im ernst das es der Merkel vorab ums Land geht? "

Ja, die glaubt an ihre Mission, so wie Gaddafi, Hitler und Saddam an deren Missionen glaubten.

"Glauben sie im ernst das es der Merkel vorab ums Land geht? "

hab ich die merkel mit irgendeinem wort erwähnt ?

Sie posten zu einem Artikel, in dem es über deren Gehalt geht.

das posting war allgemein formuliert, so ist es auch zu verstehen...

Also derstandard hat schon ein Händchen für Bilder ;)

Hoffentlich versteht der Wähler die zahlreichen Botschaften vom Steinbrück

was immer er tut und sagt ist von Gier nach mehr Geld und abkassieren getrieben.

Wer ist so dumm, zu Glauben, dass er nicht im eigenen Interesse versucht, den Boden für mehr Geld, viel Geld zu bereiteten, sollte er Kanzler werden.

Kanzlergehalt wie der Banker Jain oder VW Winterkorn?

Motto: von der CDU beschlossen, da kann man nichts machen. Hoffen, dass die Gier der gegenwärtigen Politiker ihr Urteilsvermögen trübt.

Unabhängig davon, dass Steinbrück in der Sache natürlich nicht unrecht hat - Ein Bundeskanzler ist mit 300.000 Euro nicht überbezahlt, jeder Bundesliga-Profi hat mehr!!

Unabhängig davon muss es erstaunen, dass ein Mann, der eben erst massive Kritik an seinen Vortragshonoraren hinnehmen musste, mit solcher Vehemenz in diesen riesengroßen Fettnapf tritt ^^

Herr Steinbrück, sachlich Recht zu haben und dennoch politisch danebenzuliegen, das ist kein Widerspruch! Das sollten Sie eigentlich wissen!

Der Wähler will die allerbesten, absolut kompetenten und unbestechlichen, moralisch integeren und vollkommen uneigennützigen Politiker für 2,50 Euro die Stunde. Der Wähler will gar nicht von Leuten regiert werden, die sind, wie er selbst ^^

Also, Herr Steinbrück, sagen Sie nie wieder etwas über zu geringe Einkünfte - nur die Einkünfte der anderen sind immer zu gering!

Der Kommentar dazu im Spiegel war sehr gut.
Ich denke, dass man mit dem Gehalt eines deutschen Bundeskanzlers ganz gut leben kann. Steinbrück hat auch schon einmal gezeigt, dass man auch nach Amtsverlust nicht um seine Existenz fürchten muss.

Ja, man muss auch nach dem Ende der politischen Karriere weiterarbeiten. Das geht in Ordnung. In der Privatwirtschaft hat auch niemand eine Jobgarantie.

Mit seiner Aussage disqualifiziert sich Steinbrück eigentlich auch als Politiker, weil er die Motive eines Menschen ausschließlich auf Geld reduziert. Wenn Geld sein einziger Antrieb ist, das Amt des Kanzlers zu erringen, dann sollte er doch lieber in den Bankensektor wechseln oder als Berater arbeiten.

Sehe ich anders: Steinbrück will wirklich "machen", ist ein Tatmensch.

Ich denke, Geld ist ihm vermutlich sogar egal. Viel wichtiger ist die Anerkennung, die damit implizit verbunden ist.

Steinbrück will ja Kanzler werden, obwohl der job unterbezahlt ist. Das zeigt, dass er kanzlern will und nicht verdienen.

Nach all den gut bezahlten Vorträgen und der nun passierten Äußerung, die definitiv ohne Not erfolgte, denke ich, dass es noch recht weit hergeholt ist, anzunehmen, dem Steinbrück ginge es nicht ums Geld.

Der Gute hat eine narzistische Persönlichkeitsstörung.

Politiker verdienen zu wenig, deswegen haben wir auch nur solche Dep*en

Ich habe schon mit 29 mehr verdient als ein Nationalratsabgeordneter und musste mich dafür nicht durch eine RFJ, JVP oder JuSo Mannschaft hochkriechen.

Die wirklichen Macher der Gesellschaft werden sich hüten, in die Politik zu gehen, denn dort gilt: wenig Gage, viel Ärger.

Daher haben wir diese Typen a la Faymann, Darabos, Spindelegger, Dörfler, etc. am Hals. Die haben von Tuten und Blasen keine Ahnung - verstehen aber, jeden Konkurrenten wegzubeissen und fertig zu machen.

Darum gehen sie auch in die Politik, oder glauben sie das die hälfte aller "Politiker" in der Privatwirtschaft eine Überlebenschance hätten.
Und da bekommens auch noch Geld dafür........

Genau..

ich hatte das zweifelhafte Vergnügen in einigen Projekten mit "Politikern" zusammenarbeiten - bis hinauf in die Spitzen der Landesregierungen. Ich kann nur sagen: dieses Verhalten, diese Verantwortungs- und Sorglosigkeit würde in jedem privaten Unternehmen in wenigen Monaten zur Fristlosen führen.

Verantwortungs- und Sorglosigkeit haben wir

im Bankensektor seit 2008 zur Genüge erlebt. Und das dürfte jeweils nur die Spitze des Eisbergs gewesen sein.
Hätten da Politiker nicht verantworungsvoller gehandelt, hätten wir noch weit größere Probleme bekommen können.

Unsinn...

Politiker haben verantwortungslos gehandelt, weil sie vorher nicht die Rahmenbedingungen für die Banker klar gesteckt haben. Wie sagte Treichl: Politiker sind blöd.

Die ganze Bankenmisere wurde - wie wir heute wissen völlig unnötig - von Bush losgetreten, der hätte das locker verhindern können. Wollte er nicht.

Die österr. Bankenmisere hätten wir auch leicht verhindern können, hätten nicht unsere Politiker diverse Banken und Landesbanken (Hypo, Bank Burgenland, Bawab etc) als Selbstbedienungsläden verstanden.

Unsere Politiker haben vor Jahren schon aufgehört, vorausschauend zu denken und folgen nur der letzten Umfrage. Das Ergebnis sehen wir heute.

Gott sei Dank, sind nicht alle Menschen, wie Sie!
Es gäbe keine Künstler, keine Lehrer, keine Wissenschaftler, kein Google, kein Facebook, keine Bio-Lebensmittel ....

Solche city-boys, wie Sie, sind defintiv nicht die Macher unserer Gesellschaft, sondern destruktive Elemente. Dazu gibt es sogar Studien.

Genau Ihre Einstellung hat ja in den letzten Jahren so destruktiv auf Österreichs Politik gewirkt. Menschen, wie Grasser, haben ihr Amt ausschließlich zur persönlichen Bereicherung benutzt. Die ÖVP nimmt für den eigenen Machterhalt jeden beliebigen Schaden für den Bürger in Kauf.

Was wir brauchen, sind Politiker mit einer Mission und Gestaltungswillen. Die fehlen uns zur Zeit definitiv.

pruhahah... Dazu gibts sogar Studien...

eh klar.

Sie wünschen sich gerne irgendwelche Idealisten in die Politik. Ich möchte PROFIS. Menschen, die professionell, kompetent und verantwortungsbewusst das Land regieren - nicht mit kleingeistiger Partei- und Hausmacht-Denke das Land blockieren, so wie es heute der Fall ist.

Die Tatsache, dass Sie auch sofort den Schuldigen zu kennen glauben, zeigt, dass Sie von der gleichen kleingeistigen Parteidenke stammen. Kein Wunder, dass Sie alles wollen nur keine Profis.

Nur mal so eine Frage: die heutige Politik, die von dieser Kleingeistigkeit dominiert wird, wie viele Künstler, Wissenschaftler und Co hat die tatsächlich das Land gestalten lassen?

Habe ich je behauptet, dass ich mit der heutigen Politik zufrieden bin? Keineswegs! Soweit stimmen wir ja überein.

Ja, wir brauchen Profis. Wir haben aber offensichtlich komplett andere Vorstellungen davon, welche professionellen Qualitäten ein Politiker braucht.

Wir brauchen Leute mit klaren Zielvorstellungen für eine bessere Welt, die auch bereit sind, diese Mission gegen Widerstände umzusetzen. Menschen, die wegen Geld in die Politik gehen, sind diesbezüglich sogar kontraproduktiv, da sie sicherlich leicht zu kaufen sind.

Wie sollen Politiker eine FI, die über unbegrenzte Mittel verfügt, reformieren, wenn sie käuflich sind?

Ist zwar keine Studie, zeigt aber, wie ihre "Profis" ticken: http://tinyurl.com/a79j976

Denkfehler...

woher wollen Sie überhaupt wissen, welche Qualitäten ich von Profis erwarte?

Sie unterstellen mir irgendein Weltbild, welches rein Ihrer Phantasie entspringt und argumentieren dagegen. Das nennt man Beißreflex.

Und es ist genau diese hirnlose Reflexartigkeit, die die heutige Politik dominiert, die ich kritisiere.

na ja ich seh schon einige...die nicht presse-geil sind u. das rampenlicht brauchen um was zu leisten

wenn auch vielleicht nur bei nischenthemen...schau dir die kummerln in graz u. krems an. die spenden sogar noch ein bisserl was von ihren einkommen haben aber trotzdem oder gerade deswegen wenig zuspruch vom wähler

Es wird uns ja vom ersten Lebenstag an eingeschärft, dass wir möglichst viel Geld machen müssen, um glücklich zu werden.
Als deutscher Bundeskanzler, aber auch Minister kann man von seinem Gehalt sehr gut leben. Es wird einem nie wieder an irgendetwas fehlen. Mit Beraterverträgen, Büchern und Vorträgen kann man sich auch nach der politischen Karriere gut über Wasser halten. Sollten alle Stricke reißen, muss man vielleicht wieder arbeiten.

Ich bin durchaus dafür, dass Politiker anständig bezahlt werden. Das müssen aber keine vorstandsgehälter von einem Großkonzern sein.

natürlich nicht...aber ich finde auch diese gehälter von vorständen

sind teilweise unerträglich. ich würd nichts sagen wenn sie haftung übernehmen müßten für angerichteten schaden, dann nehm ich das noch hin. aber wie es meistens der fall ist, gehen sie noch mit goldenen handschlag

Ja, da bin ich bei Ihnen. Bin Kleinunternehmer und muss für ALLES mit meinem Privatvermögen gerade stehen (trotz GmbH).

Das ärgert mich jedes Mal, wenn ich sehe, was manche in den Sand setzen und dann mit einem lapidaren "blöd gelaufen" weiter machen.

Bei solchen Leuten wie Steinbrück, Clement Müntefering,Schröder werd ich den Verdacht nicht los, dass das von der CDU eingeschleuste Konteragenten sind.

MmN ist Kurt Beck der einzige bedeutende SPD- Politiker, der einen Hauch von Sozialdemokratie verströmt und wäre somit als Kanzlerkandidat geeigneter.

Richtig. der setzt auch in guter sozialdemokratischer Manier Millionen (Nürburgring) - natürlich gut gemeint -in den Sand. Der wäre wirklich authentischer.

Leider hat sich dieser Herr gerade auf dem Nürburgring verfahren und dabei irgendwo 330 Millionen verloren.

Und? Die CDU kriecht der DB und allen möglichen Landesbanken in den Allerwertesten und versenkt Milliarden.
Die Hinhaltetaktig von Merkel in der Eurokrise hat sicher auch viele viele Nürburgringe gekostet.

Eine oft angewendete Strategie von politischen Versagern oder das "Kindergartenspiel"

Wenn man bei Fehlern oder Irrtümern erwischt wird, einfach irgendetwas "den anderen" anhängen.
Erklärt zwar nicht im mindesten das eigene Versagen, relativiert und verschleiert aber die eigene Schuld.
Ohne Schuldeingeständnis oder Entschuldigung und die Sache ist vom Tisch.
Und man findet fast immer etwas. Bei den anderen.
Das Spiel läuft derzeit gerade erfolgreich in Salzburg in einer Neuinszenierung.

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