Autobahnmaut in Italien ab Jänner teurer

Auch Gas und Fernsehgebühren kosten mehr

Rom - Österreichische Urlauber in Italien müssen sich auf höhere Autobahngebühren gefasst machen. Ab dem kommenden Dienstag (1. Jänner 2011) werden die Autobahnmauten durchschnittlich um 3,9 Prozent teurer. Auf den Autobahnen in der zu Österreich grenzenden Region Veneto ist mit einer Mauterhöhung um 13 Prozent zu rechnen.

Reihe von Tariferhöhungen

Das neue Jahr beginnt mit einer Reihe von Tariferhöhungen, die die von der Rezession belasteten italienischen Familien weiterhin unter Druck setzen. Die Konsumentenschutzverbände gehen für 2013 von einer Steigerung der Ausgaben von 1.500 Euro pro Familie aus. Die Italiener müssen unter anderem mit Erhöhungen bei den Gastarifen rechnen. Auf den hohen Gastarifen in Italien lastet laut Experten die schleppende Liberalisierung im Gasbereich. Die an die RAI zu entrichtende jährliche Fernsehgebühr steigt um 1,5 Euro auf 113,5 Euro. Die RAI-Gebühren bleiben trotz der Erhöhung jedoch die niedrigsten in Europa, teilte die RAI mit.

Die bevorstehenden Tariferhöhungen drücken die Kauflust der Italiener kurz vor Beginn des Winterschlussverkaufs, klagt der Konsumentenschutzverband Codacons. Dabei sei der Konsum in der Weihnachtszeit ohnehin um 20 Prozent gesunken. Codacons rechnet, dass lediglich 40 Prozent der italienischen Familien am "Saldi"-Winterschlussverkauf teilnehmen werden.

"In vier Jahren hat sich das Budget der italienischen Familien für den Winterschlussverkauf halbiert. Lediglich 224 Euro werden sie für die ab dem 2. Jänner startenden Saldi ausgeben, vor vier Jahren waren es noch 450 Euro", so Codacons. Bereits im vergangenen Jahr war beim Winterschlussverkauf ein Rückgang von 30 Prozent gemeldet worden. Dieses Jahr könnte der Rückgang noch stärker sein. Insgesamt werden die italienischen Familien nicht mehr als 2,1 Mrd. Euro ausgeben. "Die Taschen der Familien sind leer. Die Ausgaben für nicht lebensnotwendige Güter werden auf bessere Zeiten verschoben" sagte Codacons-Präsident Carlo Renzi. (APA, 30.12.2012)

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