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Viktor Rhomberg ist Coach im Beraterzentrum Dorotheergasse (bzd) in Wien.
Laut der aktuellen Studie "Erfolgsfaktoren im Management 2012" des Beraterzentrums Dorotheergasse (bzd) erklären nahezu 60 Prozent der befragten Topmanager und Führungskräfte, dass die Arbeitsbelastung im Jahre 2012 deutlich gestiegen sei, während auch immerhin noch 47 Prozent der Belegschaft diese Mehrbelastung zugestanden wird. Sie begründen dies mit Ausgliederungen, Joint Ventures, der Verlagerung von Arbeitsschwerpunkten und einer erheblichen Reduktion von Personal.
Folgerichtig erwartet das Management von seinen Human-Resources-Managern in erster Linie Sensitivität (als eine Art Frühwarnsystem für allfällig auftretende Schwierigkeiten), Kontaktfähigkeit (um das Stimmungsbarometer der Mitarbeiter auszuloten und die Leistungsmotivation zu fördern), hohe emotionale Stabilität (HR-Manager als Fels in der Brandung) sowie, nachgereiht, auch Flexibilität und Teamorientierung (als Voraussetzung für Zusammenarbeit).
Von nicht geringerer Bedeutung für das HR-Management sind die Anforderungen, die auch an das Topmanagement gestellt werden. Während vor fünf Jahren der Schwerpunkt des Topmanagements auf Kooperation und Teamwork lag, scheint der Führungsstil heute straffer und autoritärer zu werden. So werden als wichtigste Eigenschaften für Topmanager Durchsetzungsstärke, Führungsmotivation und Belastbarkeit genannt und erwartet.
Vom Mittelbau werden heute Leistungsmotivation, Flexibilität, eine erhöhte Belastbarkeit und Teamorientierung erwartet. Noch vor fünf Jahren galt die Handlungsorientierung als Core-Kompetenz dieser Managementebene. Die Handlungsvorgaben und die Strategiefindung sind also offenbar verstärkt zu einer Aufgabe des Topmanagements geworden, das die zweite Ebene nur noch bedingt in Entscheidungsfindungen miteinbezieht. Dies bedeutet, dass das mittlere Management zunehmend damit betraut ist, Entscheidungen von oben zu exekutieren und mitzutragen.
Angesichts der gestiegenen Arbeitsbelastung bei einer ausgedünnten Personaldecke und allgemeiner Unsicherheit der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung legen Unternehmen ihre Schwerpunkte im HR-Bereich auf folgende Themen im Change-Management: Führungskräfteentwicklung und Skills-Management, Integration und Diversity.
Je stärker sich das Topmanagement auf strategische Leistung und operativen Input konzentriert und damit die zweite Ebene mit der Umsetzung der Vorgaben beschäftigt ist, desto wichtiger wird die Wahrnehmung der emotionalen Kompetenzen und der "human skills" durch die Personalmanager. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sie mit dieser Aufgabe alleingelassen werden könnten, was den bereits vorhandenen Stressfaktor erheblich erhöht.
Um den Gefahren von Burnout und verminderter Leistungsfähigkeit rechtzeitig und erfolgreich zu begegnen, betrachten Unternehmen immer häufiger den Einsatz professionellen Coachings als effizientes Mittel, um Managern die Möglichkeit zu geben, ihr berufliches Handeln und Denken zu reflektieren und gegebenenfalls zu korrigieren.
Als Devise für die berufliche Zukunft der Personalmanager lässt sich jedenfalls behaupten, dass die wohl wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Handeln die Bereitschaft aller sein wird, Veränderungen aktiv zu initiieren und mitzutragen. (Viktor Rhomberg, DER STANDARD, 29./30.12.2012)
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wundert es das einen, dass er dem Coaching das Wort redet ? Irgendwie ist es unverständlich dass DER STANDARD solchen Selbstdarsteller, die auf diese Art ihr eigenes Geschäft voranbringen wollen, so viel Raum für freie Werbung einräumt. Na ja, wir sind bei unseren Politikern gewöhnt, warum nun nicht auch nicht die Coaching-Industrie ? Was wir brauchen sind WENIGER Coaches und mehr kompetente HR Manager.
Der war gut: Ich übersetzte das mal:
Damit Unternehmen sich nicht weiter mit den Mitarbietern beschäftigen und auseinandersetzen müssen, werden externe Coaches bezahlt die diese lästige Aufgabe erledigen.
Desweiteren kommen tatsächlich schwere Zeiten auf Unternehmen zu, da jetzt auch das mittlere Management offensichtlich Ergebnise liefern soll. What A Change!!
Das Mittlere Management hat plötzlich Mehrarbeit und Druck zu akzeptieren? Na geh. Echt arg. Hat sich der A-Karte jetzt gar eine Etage nach oben verschoben bzw. erweitert? Ich bin erschüttert und ergriffen. Jetzt merken vielleicht auch einmal die coolen Aufsteiger (die aber halt noch nicht ganz oben angelangt sind), dass sie auch nur mehr als "Umsetzer" und "Wassertreter" gehalten werden. Aber haben sie ernstlich was anderes erwartet? In Zeiten, wo Macht und Reichtum rasant zur Spitze der Pyramide wandern, wird halt den bisherigen Kofferträgern auch langsam die Luft abgedreht. Klingt alles recht drastisch und verallgemeinernd, ich weiß, aber im Grunde hat es System und Logik.
Es wird ohnehin immer klarer, dass viele Berufstätigkeiten keinesfalls mehr 40 h die Woche auszuhalten sind. Eine Reaktion darauf könnte der steigende Anteil Teilzeitbeschäftigter sein, die das schön langsam kapiert haben. Dem/der DurchschnittsarbeitnehmerIn ist also zu raten, für die verbleibenden Stunden zähe Gehaltsverhandlungen zu führen und sich für den Rest zum Ausgleich erbauliche, wenn auch vielleicht nicht ganz so einträgliche Nebenbeschäftigung/en zu suchen.
Nannte man das früher nicht Kommandant eines Konzentrationslagers?
Man sollte nicht jeden Anglizismus übernehmen. Obwohl das in der heutigen Zeit eigentlich gar keine so unpassende Bezeichnung mehr ist -> Menschliche RESOURCE
.. dass die Sesserl immer schön mit warmen Hintern befüllt sind.
Weil wenn man Personalmanagement mit Hirn (statt nur nach der Zahl an Hintern) betreiben würde, könnte man 92% der HR-Posten gleich einsparen.
"1 bis 5" ist jetzt nicht gerade ein schlaues Beispiel, weil man damit sofort das Schulnotensystem assoziiert.
Um Fehlinterpretationen zu vermeiden hätte man einfach nur ein kleines Pfeilchen nach Rechts einzeichnen müssen:
"hoch -->"
Nur kurz zum Nachdenken: wie Sie vielleicht wissen sind sehr viele Betriebe in Österreich KMU´s. Wenn ich jetzt, sagen wir 3 oder 4 Mitarbeiter haben, und meine Sekretärin, die ich sehr schätze (also 1/4 meiner Belegschaft) im ganzen Jahr krankheitsbedingt schon über 9 Wochen ausfällt, ...wer, glauben Sie, macht denn die x- Stunden Mehrarbeit? Ja, richtig, die kann dann ich an meine normale Arbeitszeit dranhängen, und komm dann locker auf 70 Stunden. Burnout kann ich mir als kleine UnternehmerIn allerdings nicht leisten, Krankenstand eher auch nicht. Daher verbitte ich mir, von Ihnen als SklavenhalterIn benannt zu werden.
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