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Ammoniten bevölkerten die Ozeane über 300 Millionen Jahre lang. In dieser Zeit überstanden sie drei große Massenaussterben - auch das gewaltige an der Perm-Trias-Grenze. Erst das Ereignis vor knapp 66 Millionen Jahren, das die Dinosaurier dahinraffte, machte auch den Ammoniten den Garaus.
Zürich - Das größte unter den großen Massenaussterben der Erdgeschichte fand vor 252 Millionen Jahren statt: 95 Prozent der Arten, die in den Meeren lebten, und zwei Drittel der landbewohnenden Spezies starben dabei innerhalb des geologisch gesehen kurzen Zeitraums von 200.000 Jahren aus. Dieser ökologische Einschnitt an der sogenannten Perm-Trias-Grenze war so massiv, dass an ihm der Übergang vom Erdaltertum zum Erdmittelalter festgemacht wird.
Was das Massenaussterben ausgelöst hat, ist noch immer nicht eindeutig nachgewiesen. Auf jeden Fall zog das Ereignis aber klimatische Veränderungen nach sich, zu denen die Universität Zürich nun neue Details herausgefunden hat. Ein Team unter der Leitung des Paläontologen Hugo Bucher zeigte unter anderem, dass marine Tiergruppen wie Ammoniten und Conodonten (eine ausgestorbene Gruppe von Verwandten der Wirbeltiere) bereits drei bis vier Millionen Jahre früher als gedacht einen ersten Höchststand erreichten.
Ein Grund dafür war offenbar, dass das Klima nach dem Massenaussterben keinen langfristig einheitlichen Trend aufwies, sondern schwankte: Es war zunächst kühl, später sehr warm und dann wieder kühl. Dank der kühleren Temperaturen nahm die Vielfalt der marinen Fauna stark zu. Das wärmere Klima der Zwischenphase, verbunden mit einem hohen CO2-Gehalt in der Atmosphäre, führte zwar zuerst zur Entstehung weiterer neuer Arten. Doch diese waren kurzlebig, und längerfristig wirkte sich die Erwärmung negativ auf die Biodiversität aus.
In "Nature Geoscience" zeichnen die Wissenschafter einen detaillierten Temperaturverlauf nach. Für ihre Klimarekonstruktion analysierten Bucher und Kollegen die Zusammensetzung der Sauerstoff-Isotope in Conodonten-Fossilien. Gemäß den Untersuchungen war das Klima am Beginn der Trias, in der Zeit vor 249 Millionen Jahren, kühl. Dieser kühleren Phase folgte eine kurze, sehr warme Klimaphase. Am Ende der Untertrias, also in der Zeit zwischen 247,9 und 245,9 Millionen Jahren, herrschten erneut kühlere Bedingungen vor.
Anschließend untersuchten die Wissenschafter, wie sich das Klima auf die Entwicklung von Fauna und Flora ausgewirkt hatte. "In den kühleren Phasen stieg die Biodiversität am stärksten an", erläutert Bucher. "Die dann folgende extreme Warmphase führte dagegen zu großen Veränderungen in der marinen Fauna und zu einem großen ökologischen Wechsel der Flora." Bucher und sein Team konnten zeigen, dass diese Verminderung der Biodiversität in den Warmphasen mit starken Schwankungen in der Kohlenstoff-Isotopen-Zusammensetzung der Atmosphäre korrelierten. Diese wiederum standen in direktem Zusammenhang mit Kohlendioxid, das aus vulkanischen Ausbrüchen in der sogenannten "Sibirischen Magmatischen Großprovinz" stammte.
Durch die Klimaänderungen konnten sich in der Untertrias Conodonten- und Ammoniten-Faunen anfänglich sehr schnell erneuern, indem ungewöhnlich kurzlebige Arten entstanden. Doch der Abbau des überschüssigen CO2 durch Algen und terrestrische Pflanzen hatte langfristig negative Auswirkungen: Der Abbau dieser riesigen Mengen organischer Materie verbrauchte einen Großteil des im Wasser vorhandenen Sauerstoffs. Als Folge des Sauerstoffmangels in den Ozeanen starben viele marine Arten wieder aus. Bucher und seine Kollegen sind überzeugt, dass Klimaveränderungen und das Ausströmen vulkanischer Gase wichtige Faktoren für die Erholung des Lebens in den Ozeanen der Untertrias waren und leiten daraus eine allgemeine Aussage ab: Kühlere Klimaphasen begünstigen die biologische Diversifikation. Wärmere Klimaphasen und sehr hohe CO2-Gehalte in der Atmosphäre dagegen können sich schädlich auf die Biodiversität auswirken. (red, derStandard.at, 31. 12. 2012)
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Der Mensch als eine der jüngsten entstandenen Spezies der Evolution, im kosmoligischem Zeitmaßstab gemessen gerade einmal den Bruchteil eines Wimpernschlages da, fähig seine Umwelt nach den eigenen Bedürfnissen zu gestallten versucht krampfhaft das unvermeidliche zu verzögern, sein aussterben, da der Homo Sapiens oder wie auch immer in der Zukunft genannt anscheinend doch eine Fehlentwicklung in der Evolution ist!?. Die Erde mit Fauna und Flora hat lange vor dem Menschen existiert hat zahlreiche weitaus schlimmere globale Katastrophen überstanden und sich regeneriert die paar Jahre Mensch verkraftet sie auch...und in ein paar Milliarden Jahren explodiert die Sonne aber bevor das passiert hat sie die Erde schon geröstet.
Wenn dieses "Giftgas" von 0,03% auf gar 0,1% der Atmosphaere ansteigt, dann ist es um die Welt geschehen .... oder vielleicht doch nicht.
Und genau deswegen gehoert ueber Klimawandelleugner die Todesstrafe verhaengt!
Lesen Sie einmal nach, was ein Grazer Musikprofessor in dieser Frage für eine Meinung vertritt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rich... isziplinen
Willkommen in der Realität. Lediglich der Hinweis, dass diese Stellungnahme "breite Beachtung" in den Medien fand, trifft für die heimischen Medien nicht zu. Auch der Standard übte sich in vornehmer Zurückhaltung.
Nein. Eigentlich wars ja auch a Finanzkrise, das große Massensterben: z'erscht sind die Fremdwährungs-Auto-Kredit-Schuldner zwecks Massenselbstmord an Land gegangen, dann saßen auch die Gläubiger bald auf dem Trockenen. Das hat dazu geführt, daß man Fossilien von Schuldnern und Gläubigernbei uns selbst im Hochgebirge findet, die Autos aber sind im Salzwasser alsbald verrostet und nicht zu finden.
die ironie der geschichte: ausgerechnet aus den wärmsten abschnitten der trias gibt es keine kohleführenden schichten. die torf-bildenden pflanzen, aus denen kohle entstehen kann, haben's nicht vertragen.
http://gsabulletin.gsapubs.org/content/1... 5.abstract
...und auch wieder "Nein!"
Wir wissen nicht wirklich, was damals passiert ist, aber wir wissen, daß es dramatisch gewesen sein muß. 200 000 Jahre sind, geologisch gesehen, nicht viel und 250 Ma ist dann doch, auch für Geologen, verd... lang her. Es bleibt also kaum etwas Anderes übrig als zu prüfen, was vorher anders war als nachher um damit die möglichen Ursachen einzuschränken.
Ein Detektivspiel, sozusagen, in Anbetracht der damaligen Auswirkungen aber ein wesentliches (kann das wieder geschehen?, ja?, nein?).
Und ja, richtig: Die o. a. Arbeit liefert keine Antwort, aber sie liefert ein (vielleicht wichtiges?) Teilchen zu einem Puzzle von dem wir noch nicht einmal das genaue Motiv kennen...
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