Deutschland befürchtet Anschläge mit Sprengstoff-Drohnen

Vorbild könnte vereitelter Anschlag in Washington sein

München - Experten des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) befürchten nach "Focus"-Informationen Terroranschläge in Deutschland mit ferngesteuerten Modellflugzeugen und Drohnen. Als Täter kämen insbesondere Fanatiker "aus dem Bereich des islamistischen Terrorismus" in Frage, schreibt das Magazin unter Berufung auf eine aktuelle Sicherheitsanalyse des BKA. Vorbild könnte demnach ein 2011 vom FBI vereitelter Anschlag in der US-Hauptstadt Washington sein. Ein Islamist wollte Modellflugzeuge mit Sprengstoff bestücken und in das Pentagon sowie ins Kapitol steuern.

"Ähnliche Szenarien müssen auch in Deutschland als mögliche Tatoption in Betracht gezogen werden", zitiert "Focus" aus der BKA-Analyse. Als denkbare Variante werde das Einschlagen einer Sprengstoff-Drohne "in ein Verkehrsflugzeug oder einen Flughafen" beschrieben. Noch "Erfolg versprechender" aus Sicht der Täter wäre ein Angriff auf Ziele in bewohnten Gebieten, Menschenansammlungen und Gebäude. Entsprechende Möglichkeiten würden "im islamischen Spektrum bereits thematisiert". (APA, 23.12.2012)

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