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Caroline Jäger-Klein, Sabine Plakolm-Forsthuber: "Schulbauten in Österreich 1996 - 2011", herausgegeben vom Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau im Auftrag des Unterrichtsministerium, Neuer Wissenschaftlicher Verlag Wien, 231 Seiten, 38,80 Euro
Wien - Alle 15 Jahre lässt das Unterrichtsministerium den Schulbau in Österreich evaluieren. Nun liegt die aktuelle Ausgabe für den Zeitraum von 1995 bis 2011 vor. Diese Zeit war nicht mehr von Neubauten, sondern Umbauten und Erweiterungen geprägt. Eine umfangreiche Werkschau mit 23 Beispielen vorbildlicher Schulbauten soll zeigen, dass auch in diesem Bereich innovative Lösungen möglich sind. Bei den Neubauten haben sich indes kompakte Kuben durchgesetzt. Die seien zwar nicht spektakulär, in diesen "Wunderschachteln der Schularchitektur" sei jedoch ein variantenreiches Innenleben möglich, schreibt die Bauforscherin und Mitherausgeberin Sabine Plakolm-Forsthuber.
In den vergangenen Jahren sei der Schulbau trotz der wenigen Neubauten in Bewegung geraten, konstatieren die Autoren der Publikation. Immerhin gebe es auch bei sogenannten "pädagogischen Schulhaussanierungen", bei denen die Anpassung an die Bedürfnisse der Pädagogik im Vordergrund steht, Beispiele für Innovation: So finden sich in solchen Schulen etwa Gruppenräume zwischen Klassen, Arbeits- und Spielzonen im Klassenraum, offene Lernzonen zum eigenständigen Arbeiten und "Cluster" aus mehreren Klassen, die sich einen "Marktplatz" mit Freibereich, Lern-, Versammlungs- und Arbeitsräumen teilen.
Überhaupt wurde laut der Publikation in den vergangenen 15 Jahren mehr Wert sowohl auf die Freiräume um die Schule herum als auch auf den Schulinnenraum gelegt, etwa auf die Breite der Gänge, die sich bis zu Hallen erweitern, das Einziehen von Brücken oder Verbindungsstegen, Galerien oder Sitztreppen sowie auf ausreichend Tageslicht, Material- und Farbkonzepte und das Schaffen von Nischen und Rückzugsräumen. (APA, 19.12.2012)
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