Noch immer mehr als 100 Asylwerber zu viel in Traiskirchen

Derzeit sind in Traiskirchen 600 Asylsuchende untergebracht - Maximalbelegung liegt bei 480 Personen

Traiskirchen/Wien - Die Stadt Traiskirchen fordert eine weitere Senkung der Unterbringungszahl in ihrem Asyl-Erstaufnahmezentrum. Nach Angaben des Innenministeriums vom Wochenende sind dort derzeit rund 600 Asylsuchende untergebracht.

Stadtrat Andreas Babler (SPÖ) pocht aber auf die Einhaltung der von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll mit der damaligen Innenministerin Maria Fekter (beide ÖVP) vereinbarten Maximalbelegung von 480 Personen. In einer Aussendung sprach er von bis zu 200 Personen zu viel in Traiskirchen.

Stadtrat fordert Sanktionen für Länder

Man fordere auch weiterhin "nicht eine 88-prozentige Erfüllung der Quote, sondern die tatsächlich am Asylgipfel festgeschriebenen 100 Prozent", sagte Babler. "Anscheinend brauchen die Bundesländer ständigen öffentlichen Druck, um Quartiere zu schaffen." Deshalb müssten Sanktionsmechanismen etwa über den Finanzausgleich geschaffen werden, so der Stadtrat. (APA, 19.12.2012)

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