US-Gericht: Sea Shepherd muss "Bannmeile" einhalten

19. Dezember 2012, 12:42

Tieschützer dürfen sich japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern

Los Angeles - Die Mitglieder der Tierschutzorganisation Sea Shepherd dürfen sich bis auf Weiteres japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern. Ein US-Berufungsgericht verbot der Gruppe und ihrem Anführer Paul Watson zudem am Dienstag in einer einstweiligen Verfügung, sämtliche Boote der Kläger anzugreifen und deren Sicherheit auf offener See zu gefährden. Zu den Klägern gehören das japanische Walforschungsinstitut sowie mehrere japanische Unternehmen. Einsätze gegen Japans Walfangflotte sind ein Schwerpunkt der Organisation.

Der Anwalt von Sea Shepherd, Charles Moure, kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen und bezeichnete die Verfügung in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP als "sehr enttäuschend". Die Klägerseite begrüßte die Entscheidung indes.

Der international gesuchte Watson hatte Anfang Dezember erklärt, er befinde sich wieder auf einem Schiff seiner Organisation und fahre in Richtung Antarktis, um dort gegen japanische Walfänger zu kämpfen. Der 61-Jährige war im Mai bei der Einreise in Deutschland aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden, später aber auf Kaution freigelassen worden. (APA/red, derStandard.at, 19. 12. 2012)

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Dann gilt Erklärung 2:

Sea Shepherd offensichtlich seinen (einen) Sitz in den USA hat und kann daher dort geklagt werden.

Ja die Spendenorganisation sitzt dort, und woher wissen sie, das die Eigentümer der Schiffe sind? Oder der Organisation die die Schife "kontrolliert"

"Wer das Gold hat, schafft an!" (c) Franky Strohsack

Demnächst ja auch im österreichischen Parlament :-(

japanische Walforschungsinstitut

wenn ich dies lese bekomme ich schon das k*tzen.
ein grund mehr (für mich) nix mehr von Sony zu kaufen.

sony fängt wale?

Im Auftrag von Sony

Walfleisch gibts dort in der Kantine.
Ist immer das billigste Gericht, damit es die Leute auch kaufen.

Frage: Müssen sich Torpedos der Tierschützer auch an diese 500 m von Walfängern halten?

wenn ich einen Torpedo hätte würde ich den glatt an Sea Shepherd spenden !

Das US-Seerecht gilt jetzt auch in internationalen Gewässern?

Der Richterspruch wird wohl auf Basis US-amerikanischen Privatrechts erfolgt sein. Das gilt natürlich und wird auch durchgesetzt werden.

nach welchem seerecht sind schiffspropeller beschädigende massnahmen etc. zulässig?

nach keinem, da es sich aber um internationale Gewässer handelt?!

Für US Schiffe schon.

gute frage.

So weit ich weiß ist es so:

Ausserhalb der Hoheitsgewässer gilt das Recht des jeweiligen Kapitäns u jenes des Landes, unter der sein Schiff fährt. Da kann ein US-Gericht Urteile fällen, so viel es will.

wie gesagt, die Bob Barker (lt. Wiki) zb NL
davor Togo, davor Norwegen.

Find jetzt leider nichts zu den anderen Schiffen, soweit ich weiß, fuhr aber noch keine unter US-Flagge.

soll heißen "...unter der Flagge des Landes..."

in internationalen gewässern wird auf us-gerichte ganz gepflegt geschissen! weiter so herr watson, glück auf!

Nationales Recht in internationalen Gewässern? Fuhr die Steve Irwin nicht unter Niederländischer Flagge? Was schert dann ein US-Gericht?

Soweit ich weiß, ist Sea Shepherd als diverse, oft gemeinnützige, Vereine in mehreren Ländern organisiert. Der Hauptsitz ist in den USA, und natürlich kann ein amerikanisches Gericht einem amerikanischen Verein Aktivitäten verbieten, selbst wenn diese im Ausland oder auf hoher See unter ausländischer Flagge stattfinden. Die Frage ist hier eher, ob Sea Shepherd USA überzeugend argumentieren kann, die fraglichen Schiffe nicht zu besitzen und für die Aktivitäten der Schwesterorganisationen nicht verantwortlich zu sein.

Natürlich ist das Urteil eine Katastrophe. Sea Shepherd kann sich nicht so leicht aus den USA zurückziehen, weil sie dort in den Medien sehr präsent sind und viele Spenden bekommen.

Es ist halt aber immer noch der Kapitän an Board verantworlich was getan wird, da kann ein US-Gericht auch einer "Spenden-Organisation" nichts vorschreiben, wenn die nur die Spenden auftreiben...
Glaube net das Wattson dann so dumm war, dass er alles was mit den Schiffen zu tun hatte, so gestaltet das sie tatsächlich wie Piraten agieren (fuhren glaub teilweise auch unter der Flagge von Togo und solchen Ländern) und dann darauf vergisst Eigentumsnachweise auf die Organisation schreibt. Wenn er klug ist, besitzt er die Schiffe privat oder so.

Soweit der Kapitän Paul Watson ist, ist er zwar Kanadier, wohnt aber meines Wissens in den USA und dürfte dort Einkommen haben, und ist außerdem Gründer und Vorsitzender der Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) mit Sitz im Bundesstaat Washington. Wenn dann auch noch SSCS mit den Aktionen des Schiffs Werbung im Web und im Fernsehen macht, wird das für eine empfindliche Strafe wegen Missachtung des Gerichts mehr als ausreichend sein. Evt. ist die aber schon einkalkuliert, weil die so verursachte Aufmerksamkeit für Sea Shepherd das Wichtigste ist und der finanzielle Schaden wahrscheinlich durch erhöhtes Spendenaufkommen mehr als ausgeglichen wird.

Das war das erste gute Posting als Gegenargument.

Ja so kann mans tatsächlich argumentieren. Die Frage und das geht nunmal aus dem Artikel nicht heraus, wem tatsächlich die Schiffe gehören. (Eigentümer)

Watson an sich wird jegliches Urteil egal sein, da er aber Kapitän und auch Flottenoberster ist, wird er Urteile gegen seine Person an sich ignorieren...

Die Walfänger haben auf offener See

genausoviel Sicherheit verdient, wie die Wale, die sie jagen...

Nämlich gar keine...

Frechheit, diese Entscheidung.

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