Firmenweihnachtsfeier: Boykott oder Pflicht?

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In der Arbeitszeit Pflicht, in der Freizeit regiert die Freiwilligkeit - Wie stehen Sie zu betrieblichen Weihnachtsfeiern?

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Für die einen der gesellige Höhepunkt des Arbeitsjahres, für andere nur lästige Pflicht: Die betriebliche Weihnachtsfeier. Sie spaltet die Belegschaft in Befürworter und Gegner. Jedes Jahr aufs Neue. Findet die Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit statt, sollten Mitarbeiter unbedingt teilnehmen, rät etwa die Arbeiterkammer. Ein Ignorieren der Einladung käme einem "diplomatischen Fauxpas" gleich. Das könne als Arroganz ausgelegt werden, die wiederum in Antipathie seitens der Firmenleitung resultieren könne.

Rein rechtlich gesehen besteht Anwesenheitspflicht, wenn die betriebliche Weihnachtsfeier untertags stattfindet. Dann ist klar, dass es Teil der Arbeitszeit ist und sich um keine Pause handelt. Ein Alkoholverbot ist zulässig. Im Gegensatz zu den Feiern, die außerhalb der Arbeitszeit über die Bühne gehen. Der Konsum von alkoholischen Getränken darf nicht untersagt werden. Eine Verpflichtung zur Teilnahme besteht nicht. Im Idealfall werden Essen und Getränke vom Arbeitgeber bezahlt, die Stunden, die man dort verbringt, allerdings nicht.

Keine betriebliche Übung

Was nicht existiert, ist das "Recht" auf eine Firmenweihnachtsfeier. Auch wenn eine Fete jahrelang Usus war, so heißt das nicht, dass sich daraus eine betriebliche Übung ableiten lässt. Der Charakter einer betrieblichen Übung besteht in einer gewissen Regelmäßigkeit, die dann zu einem rechtlichen Anspruch führt.

Die Regeln des Anstandes sollten Mitarbeiter bei Firmenfeiern nicht über Bord werfen, schließlich könnten nach einem Fehlverhalten auch arbeitsrechtliche Konsequenzen blühen. Etwa in Folge von Beleidigungen, tätlichen Übergriffen oder sexueller Belästigung. Da es sich um Nahbeziehungen zum Job handle, sind laut der Arbeiterkammer auch Entlassungen – je nach Schwere des Delikts - legitim. (red, derStandard.at, 18.12.2012)

Lästige Pflicht oder ein Grund zur Freude? Gehen Sie auf die betriebliche Weihnachtsfeier bzw. waren Sie heuer dort?

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