Science Fiction, die Wissenschafter für gelungen halten

  • Für eine Zeitreise-Geschichte nicht schlecht: "Terminator" wird von Physiker-Seite ein gutes Zeugnis ausgestellt.
    foto: reuters/mgm

    Für eine Zeitreise-Geschichte nicht schlecht: "Terminator" wird von Physiker-Seite ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Forscher finden auf die Frage, was glaubwürdige SF sei, teils überraschende Antworten

Hier nun gewissermaßen das positive Gegenstück zum jüngsten Klicktipp, der sich um Filme drehte, die Wissenschaft zwar als Thema haben, deren Drehbuchautoren aber nichts davon verstehen. Dass sich SF-Autoren für Wissenschaft interessieren, ist keine Überraschung - immerhin beruft sich ihr Genre auf entsprechende Grundlagen (und führt die Fakten dann in mal mehr, mal weniger gelungener Weise ins Fiktive weiter).

Umgekehrt gibt es auch aber viele in der Wissenschaft Tätige, die sich für SF begeistern können, entweder als Leser oder sogar als Schreibende. Die Liste von SF-Autoren mit wissenschaftlicher Ausbildung und/oder einer hauptberuflichen Tätigkeit in der Forschung ist zumindest im englischsprachigen Raum lang.

Top oder Flop

In den letzten Jahren ist es Mode geworden, neue Genre-Werke - insbesondere Filme - auf ihre Plausibilität und Faktentreue hin zu analysieren. Meistens sind die Ergebnisse ernüchternd bzw. zum Lachen. Allzuvieles könnte in der Realität niemals funktionieren: Batman würde mit seinem Batcape abstürzen wie eine bleierne Ente, der "Armageddon"-Asteroid ließe sich niemals aufhalten und das Konzept eines ausbruchssicheren Gefängnisses im Erdorbit kann man auch vergessen.

Spannend daher die Frage: Was für positive Beispiele gibt es? In einem Blog-Eintrag auf io9.com nennen Wissenschafter SF-Szenarien, die sie für gelungen halten - bezogen auf ihr jeweiliges Fachgebiet. Bioengineering-Experte Terry Johnson etwa nennt neben klassischen Hard-SF-Autoren wie David Brin und Gregory Benford auch den Kanadier Peter Watts, seinerseits ein Meeresbiologe, und dessen Roman "Blindflug". Und das ist immerhin eine Space Opera, in der Vampire vorkommen ... wenn auch ganz andere als in den Mormonenhormonphantasien von Stephenie Meyer. Physiker Dave Goldberg wiederum hat eine vielleicht überraschende Antwort auf die Frage, wo das Thema Zeitreisen am plausibelsten geschildert werde: "Terminator", Teil 1.

Mehr dazu finden Sie hier:

--> io9.com: "Six scientists tell us about the most accurate science fiction in their fields"

(red, derStandard.at, 30. 12. 2012)

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Hat ein Autor Facebook vorausgesehen?

schätze mal, die 'zeitverschiebungseinheit' aus terminator 1 gilt deshalb als wissenschaftlich plausibel, weil jedes teleportierte objekt von lebendem gewebe umschlossen sein muss und das zeitportal sich wie ein kugelförmiger schutzschild um das bioenergetische subjekt öffnet... ähem...

Einiges aus "Star Trek", Science Fiction aus den 1960ern, ist längst Alltag geworden ...

Wenn zB Kirk lässig sein "Handy" aufklappt ...

Und dass man da ganze Spielfilme, ja "ganz Hollywood" ruckzuck "runterladen" kann.

Eher Albtraum als Traum für die Industry, die Science Fiction erfindet.

Zeitreise beim Terminator?
Kann ich mir nicht vorstellen, allerdings schon, dass man so einen kräftigen Burschen (niedliches Busenfräulein, siehe Japan) eines Tages um 999,99 beim Hofer kaufen kann.

Hoffentlich für friedlichere Arbeiten ...

Wirklich erstaunen würde mich

eine wissenschaftliche Untersuchung über die Physik von allen Perry Rhodan-Stories.

GIBT ES SCHON LANGE

Am besten gefällt mir immer, wenn die Raumschiffe im leeren Weltenraum unter großem Getöse aneinander vorbeifliegen .

nicht immer. in '2001' war der weltraum ohne geräusche. da wurde die stimmung mit dem rauschen der klimaanlage uä. aufgebaut.

http://www.youtube.com/watch?v=kkyUMmNl4hk

Und mit dem Donauwalzer!

Angeblich wurde das von den Raumschiff-Machern ausführlich diskutiert, ich glaube, vor allem in Bezug auf den Einsatz von Waffen im Raum.
Aber letztlich schaut es einfach bescheuert aus, wenn zwei Raumschiffe lautlos aufeinander zufliegen, aufeinander feuern und dann eines lautlos zerstäubt.

In Kampfstern Galactica waren die Geräusche recht plausibel

halt auch recht depressiv :-)

naja, bei firefly haben sie die geräusche weggelassen, wenn ich mich richtig erinnere. und so wirklich stören tut das nicht...

Kubrick's “2001“ :o)

Ein Artikel über SF ohne Stanilav Lem zu erwähnen ist schwach!

Solaris in der Verfilmung von Tarkowski gehört da rein.

Lem war mit Tarkowskis Film nie einverstanden.
Lems Absicht war es, die anthropozentische Sicht auf den Kosmos zu kritisieren.
Zum Glück hat er Tarkowski (fast) davon abhalten können, ein Familiendrama aus seinem Roman zu machen.

nein, keinesfalls

der lem hat Jerts an die mauer gestellt, damit sie besser starten können, weil der jetstrahl mehr rückstoß ergibt ...

korrigiere

JETs sind gemeint

Vieles von Lem (der zu meinen Lieblingsautoren zählt) ist halt nicht klassische SCIENCE Fiction - da geht mir hier eher Asimov ab ;o)

Lem ist aber eigentlich nie "realistisch" so wie es das Thema des Artikels ist. Wie sie schon schreiben: er ist oft sehr phantastisch, und wenn man sich das Ganze auf wissenschaftlicher Basis ansieht, hat es fast immer große Löcher.

Und Asimov? Der schreibt tolle Geschichten, keine Frage. Aber er steht auch nicht so auf detailierte Technikspielereien. Keine Zeile davon, wie seine "Atomreatoren" oder ein positronisches Gehirn funktioniert, die sind einfach da.

vermute mal lem nie gelesen und von wissenschaft
(stheorie) keine ahnung

Lem und Stringtheorie? Nur mit sehr viel Liebe zu Lem.

Lem ist mir ein gutes Stück zu langathmig und oft zu versponnen. Asimov ist gut in den kurzgeschichten, die Langform ist nicht ganz seines. Bevorzuge eher Brin, Benford, Robinson, Bova, Card oder Banks, oder wenn es unbedingt ältere SF sein soll z.B. Bradbury.

Nicht dass die immer so technisch wären. Aber z.B. gerade Bova oder Robinson sind es, weil ihre Hauptwerke nicht so weit in der Zukunft spielen.

ich kann kein grün geben

ich kann dem nicht folgen

aber die antwort war witzig
(lem ist mir ein begriff, aber noch nie gelesen)

2Idiocracy"

Man kann den Fortschritt dahin tagtäglich in jeder Zeitung lesen und an jeder Ecke in jeder Stadt deutlich sehen. An diesem Film ist wirklich alles 100% plausibel. Exakt so wird es kommen. Es ist ja nicht nur in Ansetzen schon jetzt Realität.

Die Dummen vermehren sich wie Karnickel und die Intelligenten sind viel zu beschäftigt damit, das Leben zu genießen. Denn wer sich Kinder anschafft, dessen schönes Leben ist vorbei.

http://www.imdb.com/title/tt0387808/

Den Film fand ich großartig.

Allerdings hat er auch einen sehr bitteren und zynischen Beigeschmack.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozi... -Ideologie

Und das Bild erinnert doch sehr an Idiocrazy.

Wie wahr.

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