TLDR: "Hitman: Absolution" im Test

Nach sechs Jahren ist der kahlköpfige Auftragsmörder zurück. Ein todsicheres Comeback?

"Hitman: Absolution" von IO Interactive und Square Enix ist am 20. November für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 erschienen. Das Spiel ist nach PEGI ab 18 Jahren freigegeben. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 59,99 Euro. Der GameStandard hat die PlayStation 3-Version des Spiels getestet.

(Video: "Hitman: Absolution" im Test)

Agent 47 ist zurück. Dieses Mal wird der Killer jedoch zum Feind der eigenen Auftraggeber. Ein Mädchen muss befreit und die Organisation zerschlagen werden. Gespickt mit skurilen Bösewichten und amerikanischen Klischees schießt der ernste Unterton der Geschichte oftmals übers Ziel hinaus. Die comichafte Selbstironie hingegen nimmt den brutalen Bildern an Härte.

Aus dem Hinterhalt

In den stärksten Einsätzen der 20 Kapitel entscheidet man selbst, wie man sich seiner Widersacher entledigt. Gegner werden mit der Klaviersaite erdrosselt, mit dem Küchenmesser erstochen oder brachial hingerichtet. Dazu versteckt man sich in dunklen Ecken, mischt sich verkleidet unters Volk oder sucht sich einen anderen Hinterhalt.

In Acht nehmen muss man sich vor den skeptischen Blicken gleich gekleideter Personen und allfälliger Zeugen. Seine Spuren verwischt man, in dem man Leichen unsichtbar verstaut oder sämtliche Mitwisser auslöscht. Im Feuergefecht erweisen sich die Feinde dann zumeist als hilfloses Kanonenfutter.

Hilfestellungen für Anfänger

Wird es doch brenzlig, kann man den Instinct-Modus aktivieren und sich an Gegnern vorbeischummeln oder diese gar in Zeitlupe erschießen. Veteranen nimmt dies die Spannung, Einsteiger ersparen sich dadurch Frusterlebnisse.

Die spannendsten Momente erlebt man, wenn man lautlos agiert, Unschuldige am Leben lässt und den Zielpersonen Fallen stellt. In der Kampagne werden die Lösungswege leider viel zu oft vorgegeben, Nahkämpfe in Quick-Time-Events abgehandelt und einige Endbosse in interaktiven Sequenzen liquidiert. So fühlt man sich zeitweise mehr wie in einer Achterbahnfahrt, als in einem Sandkasten für Soziopathen.

Keine perfekte Mission

Der Contracts-Modus gibt einiges vom klassischen "Hitman"-Feeling zurück. Hier kann man die Level nochmal angehen, aber die Zielpersonen selbst bestimmen und mit den Szenarien andere Spieler herausfordern.

"Hitman: Absolution" ist definitiv nicht die beste Mission der Serie, Agent 47 aber nach wie vor der anspruchsvollste aller Auftragsmörder. (Zsolt Wilhlem, derStandard.at, 23.12.2012)

Das Rezensionsmuster zu "Hitman: Absolution" wurde vom Herausgeber bereitgestellt. 

Über TLDR

TLDR (Too Long Didn't Read) ist ein neues Videoformat, das in rund 120 Sekunden über Spiele informiert.

Links

Hitman: Absolution

Nachlese

"Hitman Absolution": Ein tödliches "Vergnügen", aber "keine Glanzstunde"

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