Likud-Vorwahlen gehen nach Computerpanne weiter

Stimmabgabe bis zum Abend möglich

Tel Aviv - Die parteiinternen Vorwahlen der in Israel regierenden Likud-Partei sind in die Verlängerung gegangen. Wegen einer schweren Computerpanne, die die landesweite Listenwahl am Sonntag überschattet hatte, bleiben etwa 50 Wahllokale geöffnet. Dort ist die Stimmabgabe bis Montagabend 21.00 Uhr (20.00 Uhr MEZ) möglich. Mit Ergebnissen der Vorwahlen wurde gegen Mitternacht oder in der Nacht auf Dienstag gerechnet.

Etwa 120.000 Mitglieder der rechtsorientierten Partei waren aufgerufen, in mehr als 130 Wahllokalen über die Kandidatenliste für die Parlamentswahl im Jänner abzustimmen. Insgesamt standen etwa 90 Kandidaten zur Wahl.

Für die Parlamentswahl am 22. Jänner hat der Likud-Vorsitzende, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, ein Bündnis mit der ultrarechten Partei Yisrael Beitenu ("Unser Haus Israel") geschlossen. Die gemeinsame Liste soll noch in dieser Woche zusammengestellt werden. Gemeinsam verfügen die beiden Parteien über 42 der 120 Mandate im Parlament.

Die frühere Außenministerin Zipi Livni will nach Angaben des israelischen Rundfunks an diesem Dienstag ihre Kandidatur an der Spitze einer neuen Partei ankündigen. Als Vorsitzende der in der politischen Mitte angesiedelten Kadima war sie abgewählt worden. Das Angebot, sich der sozialdemokratischen Arbeitspartei anzuschließen, habe sie ausgeschlagen. (APA, 26.11.2012)

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