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Durchhänger in der Lebensmitte: Forscher haben herausgefunden, dass auch Schimpansen und Orang-Utans an einer Midlife-Crisis leiden.
Washington - Bei der Spezies Mensch ist das Phänomen gut belegt: Untersuchungen in vielen Ländern zeigen, dass das menschliche Wohlbefinden in Jugendtagen hoch ist, in der Lebensmitte einen Tiefstpunkt erreicht und im Alter wieder ansteigt. Forscher nehmen an, dass soziologische und wirtschaftliche Gründe für diesen u-förmigen Verlauf verantwortlich seien. Genau erforscht sind sie allerdings nicht.
Ein Wissenschafterteam rund um Alexander Weiss von der University of Edinburgh in Großbritannien hat nun herausgefunden, dass auch Schimpansen und Orang-Utans diese Midlife-Crisis durchmachen. Der groß angelegten Studie, deren Ergebnisse im Online-Fachjournal PNAS publiziert wurden, lagen Informationen über 508 Affen aus Zoos in Japan, Australien, den USA, Kanada und Singapur zugrunde. Zoowärter, Forscher und Pfleger, die die einzelnen Tiere seit mindestens zwei Jahren kennen, füllten dabei Fragebögen aus, die auf jenen basieren, die menschliches Wohlbefinden messen, aber entsprechend abgewandelt wurden.
Positive oder negative Stimmung der einzelnen Tiere, Freude, die sie aus ihrer sozialen Situation beziehen und Erfolg beim Erreichen von Zielen wurden abgefragt. Die Pfleger sollten angeben, wie glücklich sie wären, wenn sie eine Woche lang anstelle des Tieres wären. Die Stimmungsminima der in drei Gruppen unterteilten Affen - Schimpansen erreichen ein Alter von bis zu 50 Jahren - lagen bei, 27, 28 und 35 Jahren. Bei den Menschen liegen sie im Bereich zwischen 45 und 50 Jahren.
Die Studie legt nahe, dass wirtschaftliche, soziale oder psychologische Theorien, die allein den Menschen in den Mittelpunkt stellen, nicht ausreichen könnten, um die Stimmungskurve zu erklären. Eine Erklärung, die für alle drei Spezies gilt, könnte mit altersabhängigen Veränderungen der Gehirnstruktur zusammenhängen. Biologische Ursprünge der Midlife-Crisis könnten schon bei gemeinsamen Vorfahren der Affen und Menschen vorhanden gewesen sein. (pum/DER STANDARD, 20. 11. 2012)
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Diese Studie ist mEn mit einem fundamentalen Fehler behaftet: Ebenso gut koennte es sein, dass die Pfleger den Affen mittleren Alters eine Midlife Crisis andichten, weil sie ihnen menschliche Gefuehle mit menschlichem Rhytmus unterstellen.
Warum wurden keine objektiven Indikatoren genommen, wie zB bestimmte Frustrationsgesten, Verhaltensweisen, welche auf schlechte Stimmung hindeuten?
Potenz nimmt ab, Körper wird schwächer,... Das trifft wohl alle Affen. Klar kann man als Mensch mit Sport, jüngerem Partner, gesünderem Leben gegensteuern, um zumindest den Hormonwechsel zu bremsen, doch die Wahrnehmung des Alterns und die Aufgabe nicht erreichter Jugendziele und die Definition einer neuen Lebensqualität, die realistischer ist, das hat schon Krisencharakter, insbesondere für Menschen die an Wandel niemals dachten.
Nicht alle Menschen sind Männer. Bei Frauen sieht das mit der sexuellen Befriedigung ganz anders aus.
Ansonsten denke ich auch, dass die typische Krise damit zu tun hat, dass man einsieht, dass man im Leben nicht mehr erreichen wird als man jetzt hat. Ich sehe auch nicht, warum das bei Affen einen anderen Grund haben muss, auch diese werden nach Reputation in der Gruppe streben.
Wie zeigt sich eigentlich die Krise zur Lebensmitte? Wenn ich mir einen Porsche oder eine Harley kaufe? Eine Freundin habe? Mir einen Bart wachsen lasse oder ebendiesen entferne? Marathon laufe? Meine Zähne überkronen lasse? Mach ich das, weil ich ein Simmungstief habe? Und betrifft das sowohl Männer wie auch Frauen? Gibt es sie überhaupt? Wie bitte zeigt sie sich?
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