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"Max Payne 3" (Rockstar Games) ist für PS3 und Xbox 360 erschienen.
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vergrößern 1280x720Am Boden zerstört, um die Freuden des Leben bestohlen, tief im Innersten mit Hass erfüllt. So stand er da: Max Payne. Der Cop, dessen Familie von Junkies ermordet wurde. Der Ex-Cop, der dem Drogen geschwängerten Korruptionsapparat des versifften, winterlich kalten New Yorks den Kampf ansagte. Achteinhalb Jahre später ist der Mann, der rot sah und Blut erntete, ein versoffener Haufen Elend, der sich nur noch vom Bett zur Bar und zurück schleppen kann. "I was sitting at the bar for three hours or five years, depending how you look at things", röchelt es aus Paynes verquollener Kehle. Schauspieler James McCaffrey hat es immer noch drauf und passend zum Verfall des Protagonisten wurde dieses Mal auch dessen kerniges Äußeres gegen Paynes einstigen Modell-Look getauscht.
Von der ersten Sekunde an ist klar, dass dieses Comeback des vom Schicksal Betrogenen mit Bedacht auf die Säulen seines zerstörten Universums geplant wurde. Versoffen in der Tür stehend, erkennt man ihn auf Anhieb wieder und die unverwechselbare Anfangsmelodie setzt ein. "Max Payne 3" will gegen jeden Unkenruf der Skeptiker authentisch sein, doch unter seiner ledrigen Haut und den teerigen Fingerkuppen ist nicht zu übersehen, dass sich doch sehr viel geändert hat.
Sao Paulo
Um die Wiederbelebung rechtfertigen zu können, mussten die kreativen Köpfe bei Rockstar Games nach der Ablöse des Franchise-Erfinders Remedy einen Lebenswandel inszenieren. Rockstar-Mastermind Dan Houser ("Grand Theft Auto") holte den von Originalautor Sam Lake tief mit der New Yorker Unterwelt verschmolzenen Payne aus der Gosse heraus. Ein ehemaliger Kollege bei der Polizei, Raul Passos, bietet ihm einen Job als Leibwächter in Sao Paulo an. "Scotch and pills, what could possibly go wrong?"
Nichts zu verlieren, nimmt Payne das Angebot an und mimt fortan den Beschützer eines brasilianischen Milliardärs und dessen gespritzter Familie. Doch wie es kommen muss, wartet das nächste Übel bereits hinter einer mit Marmor gefliesten Ecke des stattlichen Penthouses des Clans. Bei einem Cocktail-Empfang der Reichen und Schönen wird die junge, adrette Ehefrau gewaltsam entführt. Offenbar hat der Geschäftsmann, dessen Brüder ein aalglatter Lokalpolitiker und ein Partys feiernder Yuppie sind, reichlich Feinde. "Sure, trouble seems to find us the same way you found me, slumped in a bar, drunk on self-pity."
Bullet Time
Es ist der Zeitpunkt, an dem Payne das Scotch-Glas gegen seine Schießeisen tauscht und sich an die Arbeit macht. Bei akribischem Dauerfeuer hat man sich nach wenigen Augenblicken wieder an die herausragende Spieleigenschaft der Serie gewöhnt: Die Bullet Time. Per Knopfdruck wird die Zeit verlangsamt, wodurch man die Massen an teils clever und und taktisch heranstürmenden Bösewichten gezielt ausschalten kann. Und anders ist es kaum zu schaffen. Denn in Rockstars Augen scheint Sao Paulos Entführungsindustrie der einzige Wirtschaftszweig zu sein, der heutzutage vor Überbeschäftigung strotzt. Nach der ersten Stunde hat man dutzende Banditen in allen, 360 Grad gefilmten Einzelheiten mit Blei durchsiebt und unschätzbar viele Fenster, Tische, Vasen oder Fußbälle zerbersten lassen - "dumb sport." Fast wirkt es, als hätte man sich nicht viel einfallen lassen, um Payne zurückzuholen. Alles ist feiner, aufwändider und von den akrobatischen Bewegungen bis zur Zerstörungsphysik beeindruckend animiert. Doch 13 Jahre nach "Matrix" kann der Trick 17 zweifellos nicht mehr ganz so beeindrucken. "Just people shooting at me."
Wendepunkt
Dass mehr dahintersteckt, leuchtet ein, als die Entführer selbst zu den Gejagten werden und Payne den Durchblick verliert. "This town had more smoke and mirrors than a strip club lockerroom." Typisch in Rückblenden erzählt, wird eine Intrige gesponnen, die so viel Licht und Schatten kennt, wie die faltige Stirn des zügig zur zweifelnden Killermaschine mutierenden Helden. Dabei ist die Vielschichtigkeit nicht auf den Protagonisten allein beschränkt. Kollege Passos mag kein Säufer sein, hat dafür eine Schwäche für eine bestimmte Dame aus dem betuchten Umfeld. Einzelne Ereignisse werden ebenso weitsichtig verknüpft. Als etwa bei einer Schießerei im Nachtclub ein junger Fußballstar ums Leben kommt, wird man im Verlauf der Geschichte beispielsweise durch Zivilisten, die sein Trikot tragen oder um ihn trauern, immer wieder an ihn erinnert. In der gleichen Disco findet man versperrt in einer Toilette einen gesprächigen, pensionierten US-Cop, dem man einige Kapitel später in den Slums wiederbegegnet. Hier schimmert Rockstars Erfahrung mit komplexen Open-World-Erlebnissen wie "Grand Theft Auto" oder "Red Dead Redemption" durch, bevor man erneut durchlädt und in Zeitlupe von einer Stiege hinab ins Inferno hechtet.
Im Zwiespalt
Dabei wird der Zwiespalt deutlich, in dem sich die Schöpfer bei der Reinkarnation der Serie befunden haben mussten. Mit modernen Produktionsmöglichkeiten wurde einerseits versucht, den düsteren Look und die effektive, wenngleich budgettär beschränkte, Comic-basierte Erzählweise der ersten Teile in die Gegegenwart zu holen. Filterstrotzende Bilder tragen Paynes Sinnestrübungen künstlerisch an den Seher heran, während einzelne, mal sinnvoll, mal willkürlich herauspoppende Schlüsselworte die einprägsmanen Dialoge unterstreichen. Vom Effektfeuerwerk bis zu der glitzernden Skyline der Millionenstadt ist das zerfallende Imperium wunderschön anzusehen.
Andererseits wollte man sichtlich nicht zu viel am funktionierenden Action-Rezept verändern. Der dritte Streich spielt sich genau so, wie man das Original zumindest in Erinnerung hat. Mit den gleichen stilistischen Vorzügen und Übersichtsschwächen, die die Steuerung aus der Third Person-Perspektive schon damals für Freizeit-Rambos mit sich brachte. Erfrischend altmodisch ist hingegen die aktive Heilung über Schmerztabletten, die man noch selbst aufsammeln muss, um nicht den Löffel abzugeben. Daneben wird man Zeuge des alten Wunders, wie Payne mit zwei Uzis in den Händen blitzschnell nachladen kann und ärgert sich über überflüssige Deja-vus, bei denen sich das Spiel nach einer Zwischensequenz nicht merken kann, welche Waffe man vorher ausgewählt hatte. "I had a hole in my second favorite drinking arm."
Von der One-Man-Show zum Multiplayer
Und dann gibt es da den neuen Mehrspielermodus, aus dem man als alter Fan zunächst genauso wenig Schlau wird, wie aus den oft sehr fremd wirkenden Kulissen wie dem brasilianisches Sumpfgebiet und den Favelas. Doch Rockstar ging damit nur einen weiteren Schritt weiter, den sich Remedy damals nicht leisten konnte.
So wurde mit großem Aufwand ein Konzept für Multiplayer-Auseinandersetzungen umgesetzt, das klassische Modi wie Deathmatch ebenso beinhaltet, wie ausgefallene Varianten vom Schlage "Gang War", bei dem der Ablauf und die Missionsziele in fünf Kapitel unterteilt werden. In einem anderen Bewerb namens "Payne Killer" kämpfen zwei Spieler als Payne und Passos gegen den Rest der Teilnehmer und sind dafür etwas besser ausgestattet. Wer einen der beiden tötet, wechselt in die Rolle des "Guten" womit sich die Verhältnisse schlagartig ändern. All dies wurde mit Hilfe eines sehr ausgeklügelten Systems ohne Verzicht auf die Bullet Time realisiert. Es funktioniert und "Max Payne 3" muss sich vor anderen Multiplayer-Platzhirschen nicht verstecken.
Fazit
Wie das alles in Summe mit dem melancholischen Erbe des Max Payne zusammenpasst, kann sich wohl auch Rockstar nicht ohne einer gehörigen Portion Fantasie erklären. Es wird mit jedem Schritt in Sao Paulo deutlicher, dass das Konstrukt Payne tief mit dem Moloch New York verstrickt war. Da kann die Titelmelodie noch so trist im Hintergrund klimpern, der gebrochene Gesetzeshüter ist im Bodyguard mit Glatze und Papagei-Hemd trotz markiger Sprüche oft nur perifer wiederzuerkennen. Die Gewaltorgie mit witzigen Dialogen erinnert nicht selten stark an Bruce Willis action-reiche Sternstunden in "Last Boy Scout". Für den einen wird das eine Enttäuschung sein, für den anderen eine willkommene Neuausrichtung der Serie. Nach dem Motto: Manche Geschichten kann man einfach nicht besser machen. Für ein Werk aus dem Hause Rockstar ist das ein überraschend überraschungsloser Ansatz, der brachiale Unterhaltung im Fokus hat. Großes Kino, keine Frage. Nur wird "Max Payne 3" genauso in Erinnerung bleiben, wie Remedys Kultwerk? "Why don't you drive back into the sunset Passos? It was nice catching up." (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 20.5.2012)
"Max Payne 3" (Rockstar Games) ist für PS3 und Xbox 360 erschienen. Am 1. Juni folgt die Version für Windows. Sagen Sie uns Ihre Meinung hier im Forum oder schreiben Sie uns auf Facebook, Google+ oder Twitter!
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weil ichs grad gespielt hab und hier zufällig diesen alten artikel seh:
grottenschlecht: es ist als ob man im kino wäre, nur das der protagonist ständig von nebensächlichen details erzählt (zB. das es zu Fuß von ort X zu ihm nach hause 20min sind).
Spielen lassen einen die ständigen cutscenes 20-50% der zeit nicht, je nachdem wie schnell man ist. Die levels sind schrecklich "schlauchig" und mit den gegnern ist irgendwie nach dem 250. headshot (ca 1,5h Spielzeit) auch immer das selbe. finger weg wer dafür bezahlen will (alle anderen auch, hat immerhin 26GB)
Steam Sommeraktion? ;)
jo ging mir genauso. ich wollt's am ende einfach nur durchspielen damit ich's wieder auf die seite legen kann. die cutscenes sind mir schon so richtig auf den nerv gegangen. vor allem, dass man diese nicht abbrechen kann.
und diese checkpoints! grrrrrrr
schade...bin bei der hälfte der pc fassung und mir geht ua jetzt schon seine stimme am geist..er hat zu allem was zu sagen...wirkt alles so bemüht, weiters find ich die grafik sehr flach und plastisch (alles auf high mit allem bibabo) gutes actiongame aber leider wirklich kein echter payne mehr....def. ein rent, bereue den kauf leider
bin jetzt so ziemlich durch (bis auf die arcade und Multiplayer Sachen, No-way das ich mir das antue). imho hat das Spiel eine der allerbesten Soundtracks die ich je in einem Spiel gehört habe, bin für gewöhnlich jemand dem das total egal ist. desweiteren finde ich das story sehr gut rüberkommt und cool erzählt ist. ich finde auch das setting, im zusammenspiel mit den sequenzen genial. ich finde nicht das der settingwechsel dem spiel schadet. Zudem gibt es ja einigie levels die in ny spielen, die sich aber eher so anfühlen als ob Rock* die dem Kunden zum fraß vorwirft... nichtsdestotrotz hat mich das spiel nicht gepackt...ich kanns nicht beschreiben aber es kommt nie das Gefühl von Abwechslung auf....schade eigentlich
nico belic ist gta müll...
max payne ist max payne ist max payne...
aber leider hat das falsche studio das spiel gemacht...
bei denen schaut alles ähnlich aus...
irgendwie gta ...oder gta im wilden westen...oder oder oder...
entwickelt manhunt 3...das wärs...
gestern max payne 3 fertiggespielt...
wird sicher kein zweites mal passieren...
ich warte auf den 20.november...
hitman absolution...
alles bis dahin dient zur überbrückung...
Max Payne 2 war auch schon von Rockstar, allerdings sah das damals noch nicht wie GTA aus.
Ich kann echt nur hoffen dass das Spiel seinen Charme nicht verloren hat.
1+2 gehörte zu den besten Actiongames wegen der Story und Atmosphäre.
Die Traumsequenzen, der Rummelplatz, die verrückten Leute und in Teil 2 auch die Musik - herrlich!
deswegen hat mich max payne 2 schon nicht mehr interessiert...
leider muß ich deine erwartungen enttäuschen...
max payne 3 hat nix mehr dem ursprung zu tun...
habe es durchgespielt...
das war´s dann aber auch schon...
leider ist der glanz verloren gegangen...
es ist eines von vielen spielen...
anstatt eines der besonderen...
leider...
Max Payne 3 ist ehrlich gesagt nicht schlecht, es wurde dank der Möglichkeiten nur Actionlastiger was ja nicht immer schlecht sein muss.
Ein guter Freund selbst spielt es und lädt es auf YT hoch, meiner Meinung nach sehr amüsant aber jedem das seine: http://www.youtube.com/user/Kapuzenwurm
Ansonsten würde ich das Spiel nicht sofort abwerten, Max Payne war immer Actionreich und auch im 3en Teil ist der Protagonist philosophisch wie eh und je.
Daher bevor die Entscheidung fällt dringend Videos schauen und dann entscheiden.
Leider. Vom Charme, vom Stil, die Traurigkeit, die Bedrücktheit, das Verlorensein, das alles kommt in Teil 3 nicht an die Vorgänger heran. Max Payne in Sao Paulo funktioniert nicht. Ich hab jetzt einige Stunden hinter mir und bereue den Kauf sowohl was die paar Euro angeht die das Game gekostet hat, als auch, dass ich nun auch Teil 1 und 2 nicht mehr spielen kann ohne nicht an diesen (story)schwachen und inhaltsleeren (Zeichnung der Charaktere) Nachfolger zu denken.
... nicht weiterentwickeln und einfach genauso sein wie damals?
Wenn man berücksichtigt, was Payne alles passiert ist, dann ist das eine konsequent fortgedachte Charakter- und Storyentwicklung. Vielleicht ein wenig zu "aufgelegt", ja, aber sicher nicht unrealistisch oder überzogen.
Ausserdem, wenn man genau hinsieht, dann ist all diese Traurigkeit, Verlorenheit und Bedrücktheit immer noch da, nur ersäuft in Alkohol und Tabletten.
Wo behaupte ich, dass sich ein Charakter nicht weiterentwickeln darf? Der aktuelle GTA a like Dödel Charakter im Sao Paulo Setting ist nun mal nicht mehr mein Fall. Und dazu kommen die Storschwächen und faden Charaktere. Es wirkt wie ein EA Fließband Produkt. Wenn du dran deine Freude hast, schön für dich!
die englische originalstimme ist ja ganz gut...
aber ich bin 42...
und die untertitel sind so klein dass ich praktisch nix erkennen kann...auch wenn ich gut englisch kann...
möchte ich doch alles mitkriegen...
man sollte die untertiel in der größe verstellen können...
der erste teil war grandios...
teil 2 war mir wurscht...
und teil 3 ist alles aber kein max payne mehr...
alles in allem spielt man es einmal durch...
aber sicher kein zweites mal...
das beste bisher war kapitel 8...
sein auftritt in den slums von sao paulo...
da war er der alte max...
mp 3 war mit sicherheit mein letztes rockstar spiel...
sie werden von allen seiten hofiert...aber ich halte das studio für höchst überschätzt...
bis auf manhunt...war ein gelungener wurf...
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