Amazon-Gründer will Apollo-11-Triebwerke bergen

29. März 2012, 10:10

F-1-Motoren der Saturn-V-Rakete liegen seit über 40 Jahren in 4.267 Metern Tiefe auf dem Grund des Atlantiks

San Francisco - Eben erst ist der kanadische "Avatar"-Regisseur James Cameron aus dem Marianengraben wieder aufgetaucht, da verkündet bereits der nächste Millionär einen prestigeträchtigen Abstieg in die Tiefe: Amazon-Gründer Jeff Bezos will die Raketenmotoren der historischen Mondmission Apollo 11 entdeckt haben und hat angekündigt, die Relikte vom Meeresgrund zu bergen. Die Triebwerke, die die US-Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins 1969 auf den Weg zum Mond brachten, seien mit Hilfe von Sonargeräten auf dem Grund des Atlantischen Ozeans aufgespürt worden, schrieb Bezos am Mittwoch in seinem Blog BezosExpeditions.com. Die Motoren lägen in einer Tiefe von 4.267 Metern. "Wir prüfen, wie wir einen oder mehrere davon heraufholen können", schrieb der Milliardär.

Noch weiß niemand, in welchem Zustand sich die Triebwerke befinden. "Sie sind mit hoher Geschwindigkeit auf dem Grund des Ozeans aufgeschlagen und sind seit mehr als 40 Jahren im Salzwasser", schrieb Bezos. "Andererseits sind sie aus widerstandsfähigem Material gebaut, also, wir werden sehen." Er sei fünf Jahre alt gewesen, als Armstrong während der Apollo-Mission als erster Mensch den Mond betrat und damit Geschichte schrieb. "Ich sah Apollo 11 im Fernsehen, und das hat stark zu meiner Leidenschaft für Wissenschaft, Ingenieurwesen und Entdeckungen beigetragen." 

Die Entwicklung des leistungsstarken F-1-Raketentriebwerks begann bereits Mitte der 1950er-Jahre. Eine weiterentwickelte Variante kam schließlich in der ersten Stufe der Saturn V zum Einsatz. Fünf dieser F-1-Motoren sorgten in den ersten Minuten nach dem Start der über 110 Meter hohen Rakete für 33.851 Kilonewton Schub, ehe sie nach der ersten Abtrennung in den Atlantik fielen.

Motoren im Eigentum der NASA

Der Amazon-Gründer will sein Vorhaben nach eigenen Angaben aus privaten Geldern finanzieren. Die Motoren blieben Eigentum der NASA, versicherte er. Er gehe davon aus, dass die US-Raumfahrtbehörde die Triebwerke dem Museum für Luft- und Raumfahrt Smithsonian in Washington zur Verfügung stellen werde, damit die Öffentlichkeit sie sehen könne. Sollte er zwei bergen, werde er die NASA bitten, eines dem Luftfahrtmuseum in Seattle zu geben, fügte Bezos hinzu. In der Stadt im Nordwesten der USA hat Amazon seinen Sitz. (APA/red, derStandard.at, 29.3.2012)

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"Verborgenes Knowhow" ?

Heut schaffen wir also nicht leistungsfähigere Raketen zu bauen???

Die wollen den verwendeten Elfenstaub wieder bergen.

Da stärkste Triebwerk, das je (im 5er Pack!) erfolgreich

gestartet wurde.
Dieser Rekord aus den 60er Jahren wird noch Generationen halten!

Mit dem vielen Geld

könnte er auch einen Grammatikkurs für die APA finanzieren.

"... und hat angekündigten, ..."

also das 2. foto ist schon geil

also das 2. foto ist schon geil

Ja, aber das erste - auch net viel anders, als ein alter VW-Käfer-Motor...

Und ein GROOOSSER Turbolader!

Bissl mehr PS... :-)

Na dann - auf ins Kennedy Space Center...

Im KSC Visitor Komplex die "Then & Now Tour" buchen....

Da liegt das Teil:
http://maps.google.at/?ll=28.60... ,0,0.763,0

http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-a... 6033_n.jpg

Hoffentlich habe ich nie so viel Geld das ich mir überlegen muss wie ich mein Geld am besten Sinnfrei los werde...

Bei Ihrer Zeit...

...scheinen Sie es ja auch zu schaffen....

[...] Sind die noch Eigentum der NASA.

Ist das so im Seerecht, wenn die in internationalen Gewässern liegen?

Kennt sich da ein aufmerksamer Forumleser aus?

ich glaube ja

immerhin konnte spanien auch schiffe mit gold für sich reklamieren, die im 16. und 17. jahrhundert unter spanischer flagge fuhren, und gold von den kolonien heimgebracht haben, und dabei gesunken sind.

inwiefern jedoch die dinger zu herrenlosem gut geworden sind, weil die nasa 40 jahre lang nicht versucht hat, die triebwerke zu bergen, ist ein eigenes kapitel.

aber waren diese schiffe nicht in spanischen gewässern gefunden worden?

deswegen wollte ja die bergungsfirma damals die lokation des wracks nicht preisgeben...

Noch weiß niemand in welchem Zustand sich die Triebwerke befinden.

'
Könnte sein, daß sie vielleicht gar nicht mehr funktionstauglich sind...?

Ach was, das it doch deutsche Qualitätsarbeit. Kurz trockengewischt und fliegt schon wieder.

Ach was, das it doch deutsche Qualitätsarbeit

'
Ach ja, das war noch Handarbeit von Wernherr von Braun!

Was für eine Geldverschwendung. Warum steckt er das Geld nicht lieber in die Raktenforschung?

Genau das macht er ja. Wir könnten so eine Rakete heute nicht mehr bauen, weil das Wissen um diese Motoren zum Teil nicht aufgeschrieben wurde.

Für den Nachfolger des Space Shuttle wurden ein paar noch lebende NASA Ingenieure von damals aus der Pension geholt, aber das reicht nicht. Die fangen ziemlich nahe bei Null an...

Stimmt, warum nicht einfach ins Museum gehn und sich so ein Triebwerk dort anschauen, wenn mans auch vom Grund des Ozeans bergen kann.

Was soll man da erforschen? Den Ort, das Frauen-Fussballteam oder die Hindi-Fernsehserie?

Naja, das Fußballteam könnte sich dann zumindest wieder anständige Hosen kaufen ;)

Sprich wenn man die Triebwerke davor raufholt gehören die dann einen ?

Cool ;-)

Das wäre ja mal eine g'scheite Spende fürs technische Museum.

Soweit ich den Artikel verstanden habe, stehen die Motoren noch immer im Eigentum der NASA...

"Widerständiges Material".

Aha. Und was genau darf man sich darunter vorstellen?

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