Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 473x289Seine Lustlosigkeit könnte eine Erklärung für den weltweiten Amphibienrückgang sein: Der Südafrikanische Krallenfrosch Xenopus laevis.
Hormone in Gewässern haben auf einiger ihrer Bewohner einen beträchtlichen Einfluss. Vor allem Frösche werden durch die schädlichen Substanzen nicht nur körperlich sondern auch in ihrem Sexualverhalten beeinträchtigt: Die Lurche verlieren schon bei ganz geringen Hormonkonzentrationen die Lust. Deutsche Forscher haben damit eine neue mögliche Erklärung für das weltweite Schrumpfen von Amphibienpopulationen gefunden. Die Erkenntnisse der Forscher könnten darüber hinaus auch die Basis für einen neuartigen Test zum Nachweis von hormonell wirksamen Substanzen bilden.
Wenn der Südafrikanische Krallenfrosch Xenopus laevis auf Brautschau geht, stößt er Balzlaute mit einem ganz charakteristischen Klicken aus und lockt so die Weibchen an. Werner Kloas und seine Doktorandin Frauke Hoffmann vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei stellten fest, dass der Hauptwirkstoff der Anti-Babypille, das Östrogen Ethinylestradiol, das Balzverhalten der Frösche beeinflusst.
Paarungsverweigerer
Frauke Hoffmann nahm mit Unterwassermikrofonen die Rufe der Frösche auf. Sie fand heraus, dass die Substanz 17α-Ethinylestradiol (EE2) in Konzentrationen wie sie auch in Gewässern vorkommen, innerhalb von zwei Tagen zu weniger Balzrufen führte und dass das Klicken aus den Rufen der Froschmänner verschwand. Von solch lahmen Flirtversuchen fühlten sich die Froschdamen nicht mehr angesprochen und verweigerten schlichtweg die Paarung. Den Effekt konnte Hoffmann in unterschiedlicher Ausprägung bei fünf verschiedenen Konzentrationen feststellen.
Nach sechs Wochen wieder ganz die Alten
Die in "PLoS ONE" veröffentlichte Studie ist der erste Nachweis der Wirkung von umweltrelevanten östrogenen Stoffen auf das Verhalten von Amphibien. Sind die Tiere den Hormonen nicht mehr ausgesetzt, sind sie nach rund sechs Wochen in sexueller Hinsicht wieder ganz die Alten. "Mit diesem Verhaltenstest lassen sich deshalb sehr einfach und sensibel Rückschlüsse auf die hormonelle Belastung der Gewässer ziehen, ohne dass wir die Tieren töten müssen", so Werner Kloas. Für den Forscher hat der Test das Potenzial herkömmliche mehrwöchige Standardtests, wie sie etwa mit Fischen durchgeführt werden, zu ersetzen. (APA/red, derstandard.at, 22.3.2012)
Abstract
PLoS ONE: Estrogens Can Disrupt Amphibian Mating Behavior
Knochen waren ein Jahrhundert lang verkannt worden - nun als neue Art identifziert
Aktuelle Daten zeigen: Worst-Case-Szenarien bei der Erderwärmung in diesem Jahrhundert eher unwahrscheinlich
Forscher wollten feststellen, ob Regionen mit bedrohten und besonders schützenswerten Populationen auch ausreichend unter Schutz stehen
Sender hat keinen Empfang, vermutlich bewegt sich "Herwig" derzeit in einem Funkloch
Moskitos, die keine Plasmodien in sich tragen, lässt der Geruch von Menschen dagegen eher kalt
Mit dem schnelleren Verfahren lässt sich der genaue Familienstammbaum der Zellen auf einfache Weise rekonstruieren
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Pumpende Bewegungen verschaffen den Straußenkorallen entscheidenden Vorteil gegenüber den gefährdeten Steinkorallen
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Der Soufrière Hills auf Montserrat brach 1995 nach 300-jähriger Ruhephase aus und kommt seitdem nicht mehr zur Ruhe
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Wiener Verhaltensforscher untersuchten Untreue und Vaterschaft beim Teichrohrsänger
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
Forscher holten aus 2,4 Kilometern Tiefe Wasser aus dem Präkambrium - Nun hoffen sie auf Nachkommen von Mikroben aus der Anfangszeit des Lebens
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
"Apothekerfrösche", die einst für Schwangerschaftstests verwendet wurden, verbreiteten den tödlichen Chytridpilz global
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
Schaffung von künstlichem Leben ist Ziel der synthetischen Biologie - Ob der Mensch die Natur übertreffen kann und ob ein Durchbruch bevorsteht, diskutierten Experten in Wien
Tiere wachsen auch dann , wenn CO2-Konzentrationen jenen entsprechen, die wir für das Jahr 2100 erwartet werden
Jeder Reptilien-Zahn besteht aus einer dreiteiligen Einheit - US-Forscher wollen eines Tages das Gebiss von Menschen nachwachsen lassen
Forscher untersuchen Milliarden Jahre alte geologische Formationen auf der Südhalbkugel
Dauerstadien verraten viel über frühere Umweltbedingungen und wie deren Veränderungen die Arten künftig beeinflussen können
Beute mit Vorsprung: Die Große Wachsmotte kann noch in einem extrem hohen Frequenzbereich hören
Forscher maßen Abbauprodukte des Stress-Hormons Cortisol im Kot von jungen Hyänen, die um die Muttermilch konkurrieren
die weibchen werden kalte knackwürschte und gehen sich dann halt im job verwirklichen
anders als beim frosch bleibt der schaden aber lebenslang
ist längst WISSENSCHAFTLICH belegt, wird nur verheimlicht
Ließe sich damit auch die Agakrötenpopulation in Australien eindämmen? Die Viecher vermehren sich dort buchstäblich wie die Karnickel. Zwar haben die dortigen Vögel schon rausgefunden, wie man Agakröten frisst, ohne sich eine Vergiftung zuzuziehen, aber wenn man die Tiere auch noch an der Fortpflanzung hindern kann, wäre das auch gut.
Mir ist natürlich klar, das es keine Dauermaßnahme sein kann, aber in kombination mit anderen Methoden könnte das wirken.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.