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Wenn Frauen hören, dass bei einem Test eher Männer gut abschneiden, kann das negative Auswirkungen auf ihre Leistung haben.
Wien - Vorurteile können die Leistungsfähigkeit bei Tests in Schule oder Uni negativ beeinflussen. Die Annahme etwa, dass Mathematik Männersache ist, kann ein in diesem Fach talentiertes und interessiertes Mädchen bei einem Test dermaßen unter Druck setzen, dass seine Leistung schlechter ausfällt, als sie sein könnte. "Zu einer Gruppe zu gehören, die laut negativem Vorurteil weniger begabt ist, während man sich selbst als kompetent einschätzt, bedeutet Stress", erklärte Markus Appel vom Institut für Pädagogik und Psychologie der Universität Linz. Er hält am Montag an der Uni Wien einen Vortrag zur "Stereotype-Threat-Theorie".
Stereotype entwickeln Eigendynamik
"Stereotype Threat" beschreibt das Gefühl der Bedrohung durch negative Stereotype. Also wenn etwa einer Gruppe wie z.B. Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. Eine Person befürchtet dabei, auf Basis von negativen Vorurteilen beurteilt zu werden bzw. durch ihr eigenes Verhalten diese Stereotype zu bestätigen. "Man darf nicht unterschätzen, dass die Zuschreibung von Fähigkeiten zu Gruppen eine Eigendynamik entwickelt, die oft auch den Betroffenen selbst gar nicht bewusst ist", so Appel. "Es gibt zahlreiche Studien, die aufzeigen, dass Frauen besser abschneiden, wenn der Druck des negativen Stereotyps reduziert ist."
Experimente zeigen Unterschiede
Erforscht wird "Stereotype Threat" mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Experimente, bei denen beispielsweise zwei Gruppen an demselben Leistungstest arbeiten, dabei aber unterschiedliche Vorinformationen erhalten. In jener Gruppe, der im Vorfeld gesagt wird, dass in dem Test Mädchen typischerweise schlechter abschneiden als Buben, zeigen sich danach deutlichere Geschlechterunterschiede zugunsten der Buben. Bei Gruppen, denen etwa gesagt wird, dass es beim Test um Problemlösung und nicht um etwa mathematische oder naturwissenschaftliche Leistungsfähigkeit geht. "Das minimiert den Druck, den Mädchen haben", erklärt Appel.
Vorsicht mit Spezialbehandlungen
Führende Wissenschafter in den USA fordern laut Appel, die Angabe des Geschlechts oder des ethnischen Hintergrunds bei Tests hintanzustellen, "weil dadurch möglicherweise größere Chancengleichheit geschaffen wird". Vorurteile zu bekämpfen sei zwar naturgemäß schwierig. Man müsse aber bei jeder Form von spontaner Spezialbehandlung, auch wenn sie freundlich gemeint ist, "vorsichtig sein", etwa wenn eine von drei Studentinnen in einer Klasse mit 80 Physikstudenten vom Professor bei Zuspätkommen besondere Aufmerksamkeit erhält.
In Initiativen der vergangenen Jahre, die verstärkt Frauen für Naturwissenschaften interessieren wollen, sieht Appel "viel Gutes". "Ich glaube, dass wir im Hinblick auf Bildungsungleichheiten sensibler geworden sind", so der Psychologe, der eine verstärkte Anstrengung bemerkt. "Ich bin da relativ zuversichtlich, nicht zuletzt weil mittlerweile auch die ökonomischen Konsequenzen gesehen werden. Die Wirtschaft kann heute auf Jugendliche mit Migrationshintergrund als studierte Fachkräfte oder auf Frauen in Naturwissenschaften nicht verzichten." (APA, 19.3.2012)
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2012 und immer noch hat die gesamte Pädagogik von SUGGESTION keinen blassen Schimmer. Dabei löst jeder pausenlos SUGGESTIVWIRKUNGEN auf andere und sich selbst aus. Da sie aus dem pädagogischen Bewusstsein verdrängt werden, finden sie UNBEWUSST statt. Was dabei geschieht, wird nur oberflächlich gesehen und damit FALSCH interpretiert.
Die Pädagogik ist immer noch verbohrt genug, die BEWUSSTEN Anstrengungen zu verdoppeln statt sich endlich um das zu kümmern, was sie selbst auf der UNBEWUSSTEN Ebene anrichtet.
Alles, was nur auf die bewusste Ebene reduziert wird, ist zu kurz gesehen, ist falsch verstanden.
Es wird höchste Zeit für das Unbewusste in der Pädagogik. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
Es ist zwar wirr und mies geschrieben, aber ich kann Ihnen versichern, dass das mit der Oberflächlichkeit schon stimmt. Es wird immer nur auf das "innere Erleben" von Personen geschaut, selten auf die objektive Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit und vor allem: die Gründe von Verhalten.
Ich mag Ethologie und vor allem Tierverhalten und Verhaltensforschung...wenn man alles Verhalten eher nüchern (mit Zahlen und Graphen <3) betrachtet, kommt man eher darauf, warum Menschen Dinge tun und wann nicht (!) als wenn man sie danach fragt, wie ihr Hirn es jetzt speziell angestellt hat, dieses "Etwas tun wollen/müssen" in ihrer Selbsterfahrung auszudrücken.
Das klingt auch etwas schwurbelig, ich weiß...aber das ist nun mal etwas kompliziert :D
"Man müsse aber bei jeder Form von spontaner Spezialbehandlung, auch wenn sie freundlich gemeint ist, "vorsichtig sein", etwa wenn eine von drei Studentinnen in einer Klasse mit 80 Physikstudenten vom Professor bei Zuspätkommen besondere Aufmerksamkeit erhält."
Was soll dieser Satz bedeuten? Wer zu spät kommt bekommt immer "besondere Aufmerksamkeit" weil man auffällt, sollen jetzt Lehrkräfte Leute die zu spät kommen nicht drauf ansprechen dürfen - oder Männer, die zu spät kommen schon, Frauen aber nicht?
Und sollen jetzt Frauen "gleich" behandelt werden oder muss man doch wieder überall extravorsichtigjanixfalschmachen sein, weil...
kopf -> tisch
Da hat jemand in Psychologie in der Schule gut aufgepasst, aber in den fortschreitenden Kapitel waren wir dann wohl nicht mehr anwesend?
Self-Fulfilling bedeutet nicht "sich einreden, bis es halt zutrifft." Es basiert auf Stereotypen, die zwangsläufig im Laufe unseres Leben, unser Leben massgeblich beeinflussen. Zudem richtet sich ein Mensch in unserer Gesellschaft generell gewissen "Idealen/Vorstellungen" unter, um von dieser akzeptiert wird => Ergo, es gibt auch geschlechter spezifische Rollenbilder, die wir unbewusst und/oder bewusst erfüllen, um toleriert und akzeptiert zu werden.
um beim thema gender mainstreaming zu bleiben, glaube ich war es ein artikulationsfehler meinerseits.
Daher:
Mir geht nur die ständige diskussion darüber auf die nerven ich bin der Meinung dass eine völlige gleichbehandlung, die bis dato nur als funke am horizont erscheint, generell zu bevorzugen ist!
hierbei sollte die beurteilung rein auf basis der fachlichen kompetenz erfolgen und nicht aufgrund äußerlicher merkmale...
Bei mir wars ganz ähnlich (Technikstudium nach HBLA). In manchen Fächern wird keinerlei Rücksicht auf unterschiedliche Vorkenntnisse genommen und ich brauchte erst mal ein Jahr, bis ich durch die Mathevorlesungen alles nachgeholt hatte, was ich in anderen Fächern von Anfang an hätte können sollen. Aber ich bin dabeigeblieben.
Ich stelle mir das Matheniveau in den BAKIP ähnlich bescheiden oder sogar noch bescheidener als in der HBLA vor, da kann es gut sein, dass man Probleme hat. In meiner Klasse gab es eine fast kollektive (anerzogene!?) Abneigung gegen Mathe, Physik und co. Wenn man dann im Studium doch eine Vorlesung dazu besuchen muss, kann es schon sein, dass einem auch Einfaches schwierig erscheint.
mit der Ableitung hat er/sie recht.
Es gibt aber auch andere Dinge, die ganz sicher nicht an den Schulen gelehrt werden, schon gar nicht in einer Kindergärtnerinnenschule. Pivot-Tafeln zB oder Differenzengleichungen.
Ist aber trotzdem zu schaffen mit ein bisserl Hornhaut am Hintern.
Die Frage ist (jetzt bezogen zB auf den Test zum Medizinstudium) ob eine geteilte Beurteilung der Qualität der produzierten Ärzte abträglich ist oder nicht, wenn nicht, find ichs noch immer ungerecht aber unproblematisch, wenn doch, dann ist so ein Zustand untragbar in einem Bereich wo es um Gesundheit und Menschenleben geht.
Und ja, das Medizinstudium ist in meiner Welt allein eine Berufsausbildung, und die Leute die dort rauskommen sollen bei:
gegebener Anzahl die an Medizinern benötigt wird möglichst gut sein.
Alles was dem abträglich ist (wie in meinen Augen leichtere Tests für einen Teil der Menschen) ist abzulehnen, so ein Test inkludiert auch eine gewisse Stressresistenz als Testfaktor die man als Arzt aufweisen muss.
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