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Wien - "Ziemlich beste Freunde" - ein Film über eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem querschnittsgelähmten Aristokraten und seinem vorbestraften, frech-dreisten Pfleger - ist mit mehr als 500.000 BesucherInnen der bisher größte französische Filmerfolg in österreichischen Kinos, wie der Filmverleih Constantin am Montag in einer Aussendung mitgeteilt hat. "Ziemlich beste Freunde" steht schon sieben Wochen in Folge an der Spitze der heimischen Kinocharts.
In Frankreich ist "Intouchables", wie er im Original heißt, der zweiterfolgreichste französische Film aller Zeiten, nur der Kassenschlager "Willkommen bei den Sch'tis" hat mehr ZuseherInnen gelockt. Erst am Freitag wurde Omar Sy, der in dem Streifen den Pfleger spielt, mit dem französischen Filmpreis Cesar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und ist damit der erste schwarze Träger des Preises. (APA)
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Merkel bezeichnet "Die Legende von Paul und Paula" als ihren Lieblingsfilm
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Habe den Film zufällig gleich zum Release gesehen und sofort beim Verlassen des Kinosaales nach dem Namen des schwarzen Hauptdarstellers gesucht. Einfach 1A gespielt! Omar Sy ist ein hervorragender Charakterdarsteller, der viel zum Erfolg des Filmes beigetragen hat.
Inhaltlich sagt uns der Film: Egal wie weit unten du bist, egal was oder wer du bist. Nimm das Leben wie es kommt und lächle dabei.
Die französische Filmindustrie ist die letzte relevante Konkurrenz zu Hollywood. Und dies ist gut so, denn Monokulturen sind nie gut.
Außerdem sind französische Produzenten weit risikofreudiger. Ohne sie hätte auch ein Michael Haneke nie ein Weltpublikum erreichen können. Dies gilt auch für viele andere Autorenfilmer, inkl. David lynch.
Jedes Jahr kann man bei uns eine Vielzahl sehr guter franz. Filme im Kino sehen. Bei manchen ist einem das gar nicht bewusst(etwa Polanskis Gott des Gemetzels), aber nur wenige davon erreichen das breite Publikum.
Schön, dass sich das nun weder ändert.
Ich(40) bin noch mit Luis de Funes, Pierre Richard
oder "ein Käfig voller Narren" aufgwachsen, für Jüngere sind aber franz. Filme bereits exotisch.
Ich gebe Ihnen völlig recht. Nur würde ich leisen Einspruch erheben, dass es gut ist, dass Frankreich die letzte Bastion gegen die amerikanische Monokultur ist. In der Zeit wo wir beide (ebenfalls 40) aufgewachsen sind, hat es einfach auch noch ein italienisches, englisches, skandinavisches Weltkino gegeben.
Aber völlig richtig: Wenigstens gibt es die Franzosen.
ps: Zu Haneke. Ohne den ORF in den 70ern und die frühe risikobereite Kinoförderung in Ö hätte es Haneke NIE bis Frankreich geschafft.
Bezüglich Haneke haben völlig
recht. Funny Games(sein 4. Film u. eine rein ö. Produktion), war der große Durchbruch.
Seitdem wird er französisch (Co)produziert. Die Stärke der franz. Filmindustrie und die Stahlkraft deren Stars ermöglichen ihm eine intern. Breitenwirkung, die er mit der kleinen ö. Filmindustrie nie erreichen hätte können.
Traurig ist vor allem der Niedergang der Ital. Film, die einst Europas Nr. 2 war.
Der Französisch-Italienische Film war ein Synonym für den europäischen Film. Jetzt gibr es nur mehr die Franzosen.
Autorenfilmer aber gab es schon immer aus den verschiedensten Länder. Einst Bergman aus Schweden, heute Almodovar aus Spanien, o. von Trier aus Dänemark, der ebenfalls franz. coproduziert
wird.
Hier in Innsbruck ist er inzwischen nur mehr in deutscher Synchronisation zu sehen. Mit Untertiteln wäre das nicht so ein Hit geworden denke ich. Aber in synchronisierter Form kommen die französischen Filme schon gut an, in letzter Zeit zum Beispiel auch die von Danny Boon.
Französische Filme haben meist einen ganz besonderen geistreichen Charme. Z. B. läuft derzeit mit Isabelle Hubert "Mon pire Cauchemar" - "mein liebster Alptraum" . Der ist beinahe genauso schlagfertig und humorvoll. Den gibt's allerdings bisher leider nur in Arthouse-Kinos.
Französische Filme - oder was immer man darunter heute verstehen mag, wo sehr viel koproduziert wird - sind in Österreich wohl am beliebtesten nach US-Produktionen.
Außerdem kann man einen breitenwirksamen, stark beworbenen und auch in Cineplexen synchronisiert gezeigten Mainstream-Film nicht mit eher schwierigen, nur in wenigen Arthouse-Kinos gezeigten Filmen vergleichen, in denen Pariser Intellektuelle über ihre Neurosen reden.
französische filme sind hierzulande in einem kleinen "cineastischen" publikumskreis sehr beliebt, bestreite ich auch nicht. allerdings normalerweise nicht in der breiten masse. ich glaub, der letzte franzsösische film, der in österreich von den "massen" gesehen wurde, war "die fabelhafte welt der amélie".
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