Tomahawk: Die wichtigste Musik-App, die niemand kennt

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    screenshot: tomahawk

Streamt Musik von verschiedenen Quellen - Funktioniert auch als P2P-Client

Tomahawk ist eigentlich ein Mediaplayer wie iTunes und Winamp auch. Den Unterschied machen die Content Resolvers aus. Das sind Plugins, mit denen man verschiedene Streaming-Dienste nach Musik durchsuchen kann. Dadurch muss man nicht mehr Spotify, YouTube oder Grooveshark einzeln durchsuchen. Tomahawk streamt dann automatisch die Lieder von der jeweiligen Plattform. Voraussetzung bei kostenpflichtigen Services ist ein Premium-Account.

Streaming von verschiedenen Quellen

Die Software ermöglicht auch den Austausch von Playlisten mit anderen Tomahawk-Nutzern. Dabei werden nicht die Lieder selbst versendet, sondern nur die Metadaten (Künstler, Liedtitel, Album). Anhand der Daten sucht Tomahawk in den vorhandenen Services das am besten passende Lied. In einer Playlist werden die Lieder aus verschiedenen Quellen bezogen. Befindet sich ein Song auf der lokalen Festplatte, wird dieser genommen, befindet er sich auf der Festplatte eines Freundes, wird diese Quelle herangezogen, ansonsten wird das Stück von dem am besten passenden Streaming-Dienst bezogen.

P2P-Client

Tomahawk funktioniert auch als P2P Streaming Client. Das heißt, man kann die Musik, die sich am Computer eines Freundes befindet, zu Hause hören oder im Büro der Musik lauschen, die sich auf dem Computer daheim befindet. Voraussetzung dafür ist, dass Tomahawk auf dem Computer, von dem man die Musik bezieht, läuft. Mit dem "Local Network" Resolver kann man Musik von Computern im eigenen Netzwerk hören, so wie es auch bei iTunes funktioniert. "Extended Network" erlaubt den Zugriff auf Computer in anderen Netzwerken.

Open Source

Tomahawk ist ein Open-Source-Projekt und für Windows und Mac erhältlich. iOS- und Android-Versionen sind momentan nicht geplant. (soc)

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www.subsonic.org

auch opensource, +android/iphone client

Nicht wirklich

Grooveshark funktioniert nicht und beim scannen meiner Musik direcktories stürzt er ab oder hängt sich auf.
Da muss man wohl noch einige Versionen warten.

download?

Kann mit Tomahawk eigentlich auch downloaden? Gibts da Möglichkeiten?

This video can't be played with your current setup. Please switch to a browser that provides native H.264 support or install Adobe Flash Player.
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WTF? Redaktion? Was soll das?

Hier laeuft's ohne Probleme.

Das Problem ist, man supported offensichtlich HTML5 Video mit H.264, oder als Fallback Flash. Nicht jedoch HTML5 Video mit WebM.

Klar kann ich es mit Flash auch abspielen (wenn ich's aktivier), aber es wird eine 2-Klassen-Gesellschaft generiert. Browser mit dem Patenthaufen H.264 sind bevorzugt, Browser mit patentfreiem WebM werden benachteiligt.

Wer ausser Youtube bietet bitte WebM Videos an?

Solange H.264 in der Produktionsindustrie und bei Kameras verwendet wird wird man auch im Netz nicht drumherum kommen.

Jeder, der diesen Patente-Wahnsinn nicht unterstützen will, bietet WebM an.

Leider interessiert das Thema niemanden, weil ja niemand die versteckten Lizenzkosten sieht, die in den Produkten drin stecken, und die man so nebenbei mitbezahlt, ohne jemals davon zu erfahren. Und Mafia-Organisationen wie MPEG LA reiben sich die Hände und freuen sich, weil sie groß abcashen können.

Warum? Weil wir zulassen, dass ihr Format ein Quasi-Standard wird, und sie alle Asse in die Hände gelegt bekommen, um Hersteller erpressen zu können (ihr zahlt, was wir festlegen).

Die Hersteller stört's aber eh nicht so, weil wie gesagt, die geben die Kosten eh versteckt an uns weiter.

Nur leider

ist WebM NICHT frei von Patenten; Und Google keine Wohlfahrtorganisation, kann mich nicht erinnern das Google die mit On2 übernommenen Patente zurückgezogen bzw. aufgegeben hätte. Frei ist im übrigen auch MPEG-4 (und seine Untervarianten) jedenfalls für nichtkommerzielle Projekte (also Mozilla aber auch Chromium), das ist der Stand der Dinge.

P.S.: Wenn man einen patenfreien Codec einsetzen wollte könnte man DIRAC nehmen - der einzige der mit den anderen modernen Codecs mithalten kann.

Dass WebM nicht frei von Patenten ist, ist bisher nichts als eine Behauptung von MPEG LA. Diese Behauptung ist ja in sich schon pervers bis zum geht nimma.

Natürlich gibt es grundsätzlich nie eine Garantie dafür, dass etwas frei von Softwarepatenten ist. Genau das ist ja eines der größten Probleme mit Patenten, und ein Hauptargument, warum Softwarepatente weg gehören. Und genau dieses Argument verwendet die Patentmafia MPEG LA, um Stimmung gegen ein Format zu machen, welches explizit versucht, Patente zu vermeiden, und das Web von der Patentmafia zu befreien.

Also einen der größten Schwachpunkte von Patenten als Argument für das patentierte Format zu verwenden.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Nochmals:

On2 Technolgies hatte einen Haufen Patente als es von Google übernommen wurde. VP8 = WebM. WebM ist mit SICHERHEIT mit Patenten behaftet. Wenn jemand darüber Klarheit schaffen möchte ist dies Google selber - man könnte z.B. WebM unter GPL stellen, denn die eigene BSD-License schließt (Google eigene) Patente keineswegs aus.

Aber klar doch gFans vertragen Kritik genau so wenig sie die iFans - ich habe halt mal wieder ihren "heiligen Gral" angepinkelt.

... also natürlich hat H.264 gegenüber WebM den "Vorteil", dass keine Unsicherheit, sondern Klarheit herrscht.

H.264 ist sicher vermüllt mit Softwarepatenten.

WebM ist vielleicht vermüllt mit Softwarepatenten.

Letzteres aber nur, weil's gar keine Sicherheit geben KANN.

...

ich les immer von patenten aber nie von haftung fuer eine software - wieso wohl? weil das thema an sich ein betrug ist...

Und weil wir schon von Kosten reden.

Wer traegt denn dann die Mehrkosten fuer Kodierung und Speicherung der zusaetzlichen WebM Versionen der Videos?

Das ist auch nicht gratis, oder?

Das Ziel soll ja nicht sein, dass man zusätzlich WebM (oder welches freie Format auch immer; mir geht's nur darum, dass es frei von Patenten ist) kodieren und speichern müssen soll.

Sondern dass es ein freies Format für's WWW gibt.

Der Weg dorthin ist ein schwieriger, weil sich Apple und Microsoft quer legen, Google nicht ausreichend konsequent ist, und weil sich die Benutzer nicht dafür interessieren, nicht zuletzt, weil die meisten glauben, es betrifft sie eh nicht.

Ich hab' noch fuer keinen Browser bezahlt und wenn die Kosten im Preis fuer das OS enthalten sind finde ich das in Ordnung.

Ausserdem ist H.264 ein grossartiger Codec und ich bin immer bereit fuer Qualitaet zu zahlen.

WebM ist gut, weil fuer Browserhersteller keine zusaetzlichen Lizenzkosten anfallen und so offene Browser unterstuetzt werden. Abgesehen davon bietet WebM gegenueber H.264 nicht viele Vorteile.

Ausserdem ist H.264, wie schon erwaehnt, neben einem Internetstandard auch in der Produktion wichtig.

ich würde dir gerne viel mehr als nur das eine roter stricherl geben.

Apropos Browser:

Microsoft und Apple (auch Google hat seine Möglichkeiten) können ihre Lizenzkosten ins Betriebssystem reinpacken, und so still und heimlich die Kosten an die User abschieben.

Aber was machen Mozilla und Opera? Die verkaufen kein Betriebssystem, wo sie hinterfotzigerweise die Kosten abschieben können. Die müssten die Lizenzkosten selbst bezahlen. Und weil Geldmittel nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, vielleicht ein paar Entwickler einsparen, was auf Kosten des Produkts geht.

So wird indirekt der Wettbewerb beeinflusst, aber auf sehr negative Weise, wenn vor allem gerade diejenigen draufzahlen, die für ein freies Web eintreten, und nicht nur einen Browser anbieten, um andere Geschäftsinteressen zu pushen.

Dass die (an sich freie) Webplattform mit einem Format "besudelt" wird, wo eine Patentemafia nach belieben (!) abcashen kann, ist NICHT in Ordnung.

Da interessieren mich auch keine technischen Details, welcher Codec besser ist. Solang H.264 mit Patenten verseucht ist, ist es für das Web ein No-Go.

Gegen SOPA, PIPA, ACTA usw. laufen alle Sturm (gut so), aber dass eine Mafia versucht, das WWW in Geiselhaft zu nehmen, um mit ihren Patenten groß abcashen zu können, das interessiert offensichtlich niemanden. Mozilla und Opera wissen schon, warum sie H.264 nicht implementieren. Und das sind die einzigen beiden Browser-Hersteller, welche immer und konsequent für ein freies WWW eingetreten sind.

Google ist immer noch schuldig, das Versprechen, H.264 aus Chrome zu entfernen, einzulösen (Versprechen aus dem Januar 2011).

Aw fiddlesticks!

“Tomahawk, the Most Important Music App Nobody’s Talking About” —Wired

Die Headline klingt irgendwie bekannt (nach oben schau) … aaaaaahhhhh … embarrassing!

Hat Wired wieder mal vom Standard abgeschrieben, also echt...
;oD

Für alle die Ihre Musik überall hören wollen

kann ich Google Music empfehlen.

Man muss sich das erste Mal über einen Proxy registrieren, da der Dienst erst in den USA freigeschaltet ist. Nachdem man registriert ist, braucht man den allerdings NICHT mehr. Man kann von überall, mit einem Browser auf seine Musik zugreifen.

Man hat Platz für 20.000 Tracks (sollte genug für die meisten sein) und es gibt auch Apps für Android und iOS, mit denen man auch unterwegs seine Lieder streamen kann. Mit dem automatischen Uploader geht das Uploaden ziemlich fix.

Ich verwende seit ein paar Monaten nur mehr Google Music. Ob man seine Musikbibliothek komplett auf Google laden will, muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

https://music.google.com

aber nur wenns das einzige ist, was du von google nutzt

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