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"Was bleibt für die freien ORF-MitarbeiterInnen?"

Protest vor dem Stiftungsrat.

"Pelinka ist gegessen - Wir schlucken nicht alles."

Brötchen, garniert mit einer Botschaft.
Die Sicherheitsbestimmungen sind an diesem Freitag strenger als gewohnt. Am Eingang zum ORF-Zentrum finden Ausweiskontrollen statt. Der Grund: das große Medieninteresse an der Sitzung des Stiftungsrates und eine Aktion der freien ORF-Mitarbeiter, die auf ihre prekären Arbeitsverhältnisse aufmerksam machen wollen.
Von einer süßen Überraschung war die Rede, das Gerücht einer "Tortung" von Stiftungsräten machte die Runde. Übrig geblieben sind ein paar Krümel, die symbolisch für den mickrigen Rest des Gesamtkuchens ORF stehen. Zu wenig zum Überleben, so die Kritik der freien Mitarbeiter. Zusätzliche Posten wie ein neuer Büroleiter und ein Bundesländerkoordinator sollten geschaffen werden. Auf der Strecke bleibe der Rest, der unter dem rigiden Sparkurs zu leiden habe.
Rund 200 Betroffene
"Was bleibt für die freien MitarbeiterInnen?", ist auf einem Fähnchen zu lesen. Nur "Krümel". Alleine bei Ö1 und FM4 arbeiten rund 140 Freie, wie es gegenüber etat.at heißt. Mit der TV-Sparte dürfte der Personenkreis ca. 200 Leute umfassen.
Der Widerstand formiert sich über alle Kanäle. An der Spitze stehen die Beschäftigten im Radio, aber auch die freien TV-Mitarbeiter sind im Boot. "Wir werden keine Ruhe geben", sagt eine Protagonistin, "bis sich etwas ändert." Um den Protest zu kanalisieren, wurde die Plattform orffm.wordpress.com ins Leben gerufen. Hier soll über die Aktivitäten informiert werden.
"Offener Brief" mit Forderungen
Im Vorfeld der Stiftungsratssitzung wurden die Räte mit einem "Offenen Brief" konfrontiert, wo die Forderungen dokumentiert sind. Da steht etwa: "Der hochgelobte Qualitätsjournalismus basiert auf prekären Beschäftigungsverhältnissen, die wir so nicht länger akzeptieren." Oder: "Viele von uns arbeiten seit Jahren und Jahrzehnten für den ORF und verdienen trotz Vollzeitarbeit um die 1000 Euro netto pro Monat. Oft ohne bezahlten Urlaub, bezahlten Krankenstand oder 13. und 14. Gehalt."
Verhandlungen über die Honorare seien seit drei Jahren am Laufen, wird kritisiert. Ohne Aussicht auf einen baldigen Abschluss. "Ja, wir werden uns das anschauen", meinte etwa Brigitte Kulovits-Rupp, Vorsitzende des Stiftungsrates, zur Protestnote. Kulovits-Rupp ist im Brotberuf bei der Arbeiterkammer Burgenland beschäftigt.
Danach tagte der Stiftungsrat. Auf der Tagesordnung standen: Wie geht es weiter mit dem ORF-Zentrum - Sanierung versus Übersiedlung nach St. Marx - und die Nachwehen der Causa Pelinka. Das werde selbstverständlich Thema sein, meinte ORF-Zentralbetriebschef Gerhard Moser. Aber nicht nur: "Es geht ja um mehr als die Person Pelinka."
Die freien Mitarbeiter zogen nach Beginn der Stiftungsratssitzung um 10.00 Uhr wieder ab, "um zu arbeiten". Jemand muss schließlich den Qualitätsjournalismus produzieren. 12 von 16 Auszeichnungen, die vergangenes Jahr an Ö1 gingen, gehen auf das Konto von freien Mitarbeiter. Das ist im "Offenen Brief" zu lesen. Und: "Der ORF als öffentlich-rechtlicher Sendeanstalt hat eine soziale Verantwortung für seine MitarbeiterInnen."
Wrabetz: Kein Spielraum
Angesprochen auf die Situation der freien Mitarbeiter sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Pressekonferenz nach dem Stiftungsrat, dass er derzeit keinen Spielraum sehe. "Das ist eine Frage der finanziellen Möglichkeiten." Eine "große Anstellungswelle" sei nicht geplant, maximal werde es in Einzelfällen Verbesserungen geben können. "Wir können hier nicht mehr tun", behauptet Wrabetz, der auf eine Refundierung der ORF-Gebühren nach 2014 pocht. Werde seine Forderung genehmigt, gäbe es auch wieder Spielraum, so die Rechnung des ORF-Generals.
Unterstützung für die Anliegen der freien Mitarbeiter signalisierte indes ORF-Radiodirektor Karl Amon. In einem Mail an die Freien heißt es: "Ich weiß, dass die prekären Beschäftigungsverhältnisse ein gravierendes Problem sind. Dieses Problem gehört gelöst. Ich bin auch zuversichtlich, dass uns gemeinsam eine tragbare Lösung gelingt." Erste Gespräche soll es bereits nächste Woche geben. (om)
Skurrile Situation: Journalisten in prekären Jobbedingungen gestalten Beitrag über prekär beschäftigte Künstler
Freie sollen vor allem lohnsteuerpflichtige Honorare mit Sozialversicherung erhalten, ihre prekäre Entlohnung etwas verbessert werden
Wrabetz will die engen zeitlichen Limits für freie Mitarbeiter lockern
bildet syndikate!
http://www.syndikate.at
Während die eigentlichen Leistungsträger jahrelang zu foxconn-ähnlichen Bedingungen ausgebeutet werden, werden politischen Ziehsöhne mit Bonusbanker-Gagen dotiert. Moralzersetzender kann (Personal-)Politik nicht sein. Die Marke "Wrabetz" nähert sich Imagewerten von Meischi, Hochegger, Dirnbacher & Co
ist angeblich ein Sozi, der es dank seiner Sozi-Kontakte und Sozi-Steigbügelhalter zu einem Job gebracht hat, der ihm ein Spitzensalär einbringt, um dann vom hohen Ross denjenigen working poor, die die Sozis eigentlich vertreten sollten, auszurichten, dass er für sie nichts tun kann, will, zu tun gedenkt (während er selbst gerne für seine Steigbügelhalter aller Colours die Futtertröge füllt). Und am 1. Mai dann die Nelke ins Knopfloch.
Pfui.
doch bei der Ederer Gitti nicht viel anders. Als sie zur Siemens kam war ihr erster Job Jobs in Wien abzubauen. Als Dank dafür dass sie den Job so kompromisslos erledigt hat kam sie nach München.
Das sind halt unsere Sozis, sozial für die eigene Tasche...
Möchte sehen, was ein Wrabetz, Oberhauser und Konsorten dann Wert wären. Nebenbei bemerkt braucht der Staat eh Geld.
Und die 160 Mio. Förderung vom vorigen Jahr hätten wir uns dann auch sparen können. Die Frage ist nur, was machen wir mit den ganzen Protektionskindern am freien Arbeitsmarkt? Die Qualifikation Sohn/Tochter von.... zu sein, wird nicht allzuviel Wert sein-schätze ich halt einmal.
""Das ist eine Frage der finanziellen Möglichkeiten." Eine "große Anstellungswelle" sei nicht geplant, maximal werde es in Einzelfällen Verbesserungen geben können. "Wir können hier nicht mehr tun", behauptet Wrabetz"
Was für ein Ar***. Aber die 15x 5k+ für den Niko gehen immer? Zumindest 50 Leut könnten jetzt 100€/Monat mehr bekommen (die kriegen's ja eh nur 12x im Jahr)..
Wolf hab ich kein Problem, dass er das Geld bekommt, zumal er immer wieder seinen Job mit Aktionen gegen Politik und sein eigenes Management!!! aufs Spiel setzt. Der Mann könnte dafür dass er ehrlich und offen Arbeitet und auch riskiert sogar noch mehr verdienen.
Es gibt so einige im ORF denen ich so ein Gehalt nicht gönnen würde, der Armin Wolf gehört definitiv nicht dazu!
Dank http://onlinerechner.haude.at/bmf/brutt... chner.html können wir jetzt sogar rausfinden, dass er da im Jahr netto bekommt:
monatlich: 5.468,32
13. Gehalt: 8.079,73
14. Gehalt: 9.400,00
Gesamtnetto im Jahr: 83.099,57
Seien wir froh, dass ein Top-Mann wie Wolf und Aushängeschild ("Marke") des ORF um dieses Geld arbeitet!
DIESER MENSCH HAT WAS GELERNT !
Und kann es auch anwenden.
Täglich.
Übrigens, was sind Sie von Beruf? Tischler vielleicht?
Na um 40.000 Euro Brutto im Jahr kann i a an Hammer festhalten.
(Echte Tischler mögen mir jetzt bitte nicht bös sein.)
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