Vom "Windradweg" zur "Entdecker-Tour"

  • Dank dem Radtourismus sei es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu verlängern.
    foto: apa

    Dank dem Radtourismus sei es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu verlängern.

95 Prozent der Gemeinden sind ans 2.150 Kilometer lange Streckennetz angeschlossen

Eisenstadt - Wer im Burgenland im Urlaub mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann rund 2.150 Kilometer Radwege und 433 Kilometer Mountainbikestrecken mit dem Drahtesel erkunden. 2012 wird das Netz weiter ausgebaut, kündigte Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (V) am Montag an. Für Ausbau und Instandhaltung stehe heuer ein Budget von 340.000 Euro zur Verfügung.

Beim 51 Kilometer langen "Windradweg" im Nordburgenland, der in Weiden am See beginnt, dreht sich sprichwörtlich alles um erneuerbare Energie. Im Landessüden entsteht in der Region Oberwart - Bad Tatzmannsdorf ein "Panoramaweg". Auf der "Entdecker-Tour Donau-Neusiedler See" können Freizeitsportler grenzüberschreitend in die Pedale treten.

95 Prozent der burgenländischen Gemeinden sind bereits ans Netz mit über 60 Radwander- und Verbindungswegen sowie 25 Mountainbikestrecken angeschlossen, so Resetar. Die Kommunen haben in den vergangenen fünf Jahren rund sechs Mio. Euro investiert. Ein Ziel sei es auch, die Radfahrer in die Ortschaften hineinzubringen, meinte die Landesrätin.

Mit dem Radtourismus sei es gelungen, die Saison im Nordburgenland zu verlängern. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Burgenland betrage beim Wellnessurlauber etwa 2,3 Tage: "Wenn man allein diese Gäste um einen Tag länger halten könnte, hätten wir schon längst die drei Millionen Nächtigungs-Marke." Daran werde man arbeiten.

Burgenlands erster Radweg war der 1983 eröffnete Neusiedlerseeradweg. Heute sei er die meistbefahrene Strecke nach dem Donauradweg, so Hans Artner vom Tourismusreferat im Amt der Landesregierung.

Grenzüberschreitende Radwege sind auch im Landessüden ein Thema: So verbindet der Lafnitztalradweg Burgenland und Steiermark. Auch gemeinsam mit Ungarn gibt es Projekte, die zum Teil schon umgesetzt seien, wie etwa die Verbindung Eisenstadt-Sopron, erläuterte Artner.

Drei Radkarten mit einer Auflage von 10.000 Stück sollen Informationen über die einzelnen Landesteile bieten. Auf den Karten finden sich auch Sehenswürdigkeiten zu den Regionen und Informationen zum Beispiel zu Reparaturwerkstätten, Verleihstellen sowie über Gastronomie bis hin zur Beherbergung. (APA)

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5 Postings
Nachholbedarf

Im Burgenland hat sich noch nicht herumgesprochen, dass es einfach für Familien-Radlern und auch andere irreführend ist von "Radwegen" zu sprechen, da der Begriff "Radweg" nur baulich von der Fahrbahn getrennte Wege (Beispiel Holland) meint, die meistens "Radwege" aber auf Güterwegen geführt werden, auch auf viel zu schnell befahrenen Landesstraßen!!!
Ein weiterer Unfug ist es eine derartig industrialisierte Gegend, wie um die Parndorfer Heide, als "Urlaubsparadies" zu verkaufen...
Werbefritzen vermeiden es wo es geht, die Windrad-Monster in ihre Prospekte einzubauen, weil bei vielen Menschen die Sensibilität der Landschaftsverschandelung gestiegen ist!
PolitikerInnen beweisen einmal mehr ihre Abgehobenheit!?

Fehlerhaft Informationen...

Radroute ist kein Radweg...

im schatten der monster urlaub zu machen ist ein burgenländerwitz.

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