Initiative für "Null-Promille-Grenze" in der Schwangerschaft

10. Jänner 2012, 15:09
  • "Der Alkohol, der 
von der Mutter getrunken wird, kommt eins zu eins über die Plazenta zum 
Kind", so der Wiener Kinderarzt und Präsident der Liga für Kinder- und 
Jugendgesundheit, Klaus Vavrik.
    foto: apa/barbara gindl

    "Der Alkohol, der von der Mutter getrunken wird, kommt eins zu eins über die Plazenta zum Kind", so der Wiener Kinderarzt und Präsident der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, Klaus Vavrik.

Laut Experten kommen einige hundert Kinder jährlich mit Schädigungen durch den Alkoholkonsum werdender Mütter zur Welt

Wien - Ungeborene haben beim Alkohol keine "Toleranzgrenze". Was die Schwangere konsumiert, schlägt direkt schädigend auf den Embryo durch. Eine vom Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard unterstützte Initiative mit dem Titel "Mein Kind will keinen Alkohol" soll jetzt für Aufklärung und Information sorgen. Immerhin konsumiert in Österreich jede fünfte Schwangere "Geistiges".

"Aus internationalen Daten kann man ableiten, dass im Jahr in Österreich bis zu 150 Fälle von ausgeprägtem Fetalem Alkohol Syndrom (FAS, Anm.) vorkommen, leichter ausgeprägt werden es 300 bis 400 Fälle sein", sagte der Wiener Kinderarzt und Präsident der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, Klaus Vavrik, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. 

"Es gibt keine ungefährliche Menge"

Alkohol schädigt speziell Ungeborene. Der Experte: "Der Alkohol, der von der Mutter getrunken wird, kommt eins zu eins über die Plazenta zum Kind." Zellschädigungen, Wachstumsstörungen, geistige Behinderung und Fehlbildungen können die Folge sein. Vavrik: "Es gibt keine ungefährliche Menge."

Gerade beim Wissen um die Risiken des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft gibt es in Österreich offenbar deutlichen Aufholbedarf. Meinungsforscherin Sophie Karmasin hat dazu im vergangenen Dezember eine repräsentative Umfrage mit 500 Probanden durchgeführt. "18 Prozent der Frauen mit Kindern haben zugegeben, während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert zu haben. Entgegen den Erwartungen haben Frauen mit höherem Haushaltseinkommen und besserer Bildung öfter angegeben, Alkohol getrunken zu haben. 25 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, es gibt schon eine sichere Menge Alkohol."

Höherer Alkoholkonsum in besser gestellten sozialen Schichten

Aus groß angelegten Erhebungen in Deutschland schließt man, dass Frauen als Angehörige besser gestellter sozialer Schichten offenbar durch ein Mehr an gesellschaftlichen Kontakten eher Alkohol konsumieren. Vavrik: "Frauen mit Migrationshintergrund sind davon nicht betroffen."

Pernod Ricard Austria-Geschäftsführer Bernhard Eisheuer betonte die gesellschaftliche Verantwortung seines Unternehmens, die man weltweit wahrnehme: "Wir wollen, dass unsere Produkte verantwortungsvoll genossen werden. Eine Schwangerschaft ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um Alkohol zu konsumieren."

Logo soll auf Problematik hinweisen

Ein spezielles Logo auf den hauseigenen Produkten weise international auf die Problematik hin. In Österreich gibt es TV-Werbespots, bald auch Plakate, die aufklären sollen.

An Prominenten stehen Schauspielerin Kristina Sprenger, Ex-Skirennläuferin Michi Dorfmeister, Moderatorin Sandra König, Geigenvirtuosin Lidia Baich und die Wiener Spitzengastronomin Birgit Reitbauer hinter der Initiative. (APA)

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Diejenigen, die sich in der Schwangerschaft zuschütten,...

... wird man mit dieser gutgemeinten Kampagne wohl kaum erreichen.

(Und verbieten kann man das Rauchen und Besaufen in diesem Zustand auch nicht - da ist schon die Selbstbestimmung das höhere Rechtsgut.)

Dr. rer. nat. Heinz Anderle, ernüchterter Freigeist

wichtig ist dass es ausgesprochen und diskutiuert wird - nämlich dass es da keine unbedenkliche mindestmengen gibt - im "richtigen" zeitpunkt können die stoffe die entwicklung des embryos nachhaltig beeinflussen. s. auch thalidomid (just in den jahren bin ich geboren).
was mädchen/frau dann mit der info macht bleibt ihr überlassen.
wahrheit/enttäuschung soll und kann man nicht ersparen.

Jenen, die sich dermaßen zuschütten,...

... wird das Ergebnis wohl egal sein, und sie werden weitersaufen. Die Obsorge übernimmt irgendwann ohnehin das Jugendamt. Bei entsprechendem Problembewußtsein in der Öffentlichkeit werden sich (verständlicherweise) nur eben keine Pflege- und Adoptiveltern mehr finden lassen.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

Ein Nachtrag: Ich habe mir die deutsche Internet-Seite zum Thema angesehen.

Als Betroffene melden sich hauptsächlich Pflege- und Adoptiveltern zu Wort, zum Teil auch Ex-Partner suchtkranker Mütter.

Die wirksamste Gegenmaßnahme zur Vermeidung schwerer Schäden wäre wohl die sozialmedizinische Begleitung und Aufsicht der alkoholkranken und -gefährdeten Frauen - wenn eine "Trockenlegung" aussichtslos scheint, auch durch Unterstützung bei einer wirksamen Verhütung (langfristig oder gar dauerhaft) oder eben beim Schwangerschaftsabbruch.

Es gilt, der Schädigung und Behinderung mit Erwerbsunfähigkeit und Delinquenz auf diese Weise vorzubeugen.

Dr. rer. nat. Heinz Anderle, utilitaristisch-rationaler Freigeist

Was da vorschlaegst ist nicht besonders neu ..... war bis 1945 standard, danach heimlicher standard ..... zumindest innerhalb der EU nicht durchsetzbar .... denn diese zeiten sind vorbei, auch, wenn hohlbirnen wie Du es nicht verstehen werden warum

naja, der letzte absatz riecht sehr nach euthanasie - das geht m.m. nach gar nicht - bzw. sind wir dann schnell in sehr restriktiven programmen.

Sie kennen die Ursache und die Auswirkungen.

Die neurophysiologischen Schäden und Defekte lassen sich nicht beheben. Die Betroffenen sind mutunter außerstande, sich selbst zu erhalten, und bedürfen lebenslanger Betreuung und Aufsicht. Auch in Gefängnissen stellen sie einen beträchtlichen Teil der Insassen.

Die (geschätzt) bis zu (schweren) 150 Fälle (von denen viele erst spät diagnostiziert werden) lassen sich durch die Medienkampagne nicht verhindern.

Hier muß die öffentliche Fürsorge eingreifen und vorbeugen.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

Stimmt, das hat ein Oesterreicher bereits einmal umgesetzt, nur ist das (gluecklicher weise) in der EU nicht mehr umsetzbar.

An alle umgekehrt U-förmig Denkenden:

1) Alkoholkonsum gehört zu den TOP5 Risikofaktoren für Krankheitslast weltweit (und in A).
2) Dazu trägt erheblich auch der Konsum im nicht-süchtigen Zusammenhang bei.
3) Alkohol ist mit >= 61 verschiedenen Krankheitsarten kausal verbunden.
4) NUR für koronare Herzkrankheiten gibt es einen J-förmigen Zusammenhang zwischen Menge und Risiko (d.h., sehr schnell ist die Grenze überschritten, ab der der Schutzfaktor in Schädigung umschlägt).
5) Kinder (insbesondere ungeborene) sind eine besonders VULNERABLE Gruppe für Alkoholexposition.
6) Nach allem, was die Wissenschaft weiss, ist also ein sehr vernünftiger Weg, Kinder zu schützen, komplette Alkoholabstinenz in der Schwangerschaft.
7) Offen ist, WIE diese Abstinenz anzustreben ist.

Allgemein zur Posterin "baroli", die folgendes Posting versendet:

"Spielens da nicht den Forenmoderator, Sie lächerliche Figur.
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Sehr geehrte(r) Mann40

Dies ist die Reaktion von baroli auf Ihren Forenbeitrag zu
"Initiative für "Null-Promille-Grenze" in der Schwangerschaft" (Link: http://derStandard.at/plink/132... /24382511)

Ich sehe hier keine Beleidigung, Sie werden sogar gesiezt.

Ehrlichgesagt, wenn Sie zuerst versuchen überbordend auszuteilen und dann weinen gehen, sobald Sie eine entsprechende Retourkutsche bekommen... das wirft jetzt kein besonders gutes Licht auf Sie.

@Jane...

wenn Sie persönliche Beleidigungen im Forum gutheissen, dann sollten Sie das mit dem Standard-Forum-Administrator diskutieren, denn solches Benehmen ist inakzeptabel.
Übrigens auch laut E-Commerce-Gesetz rechtlich verfolgbar...

Dann sollten Sie Ihre eigenen Postings überdenken.

@j...

nicht notwendig, ich poste nur argumentativ, nie persönlich.

"Argumente" sind ja für jeden relativ.
Wie gesagt, dann dürfen Sie halt auch nicht gleich losheulen, denn: Wie man in den Wald hineinruft, so schreit es zurück.

wissen Sie was, beenden wir unsere Diskussion, Sie wollen mich einfach nicht verstehen, und ausserdem gefällt mir Ihr Tonfall nicht. Gruss.

"...ausserdem gefällt mir Ihr Tonfall nicht. "

Ahja.

I rest my case here:)

Jetzt geht er gleich zur Redaktion weinen.;-)

Darf ich korrigieren: Er geht gleich WIEDER zur Red. weinen :D

Offenbar nimmt ihn dort aber sowieso keiner mehr ernst, denn mir hat er auch mitgeteilt, mich gemeldet zu haben, war aber nix.;-)

"Übrigens auch laut E-Commerce-Gesetz rechtlich verfolgbar..."

war nicht eher das Erteilen von "Rechtsauskünften" durch "Unbefugte" (in ihrem Falle korrekt Unqualifizierte) strafbar?

und bitte Hr. Anwalt nennens doch bitte die Textpassage im "e-Commerce-Gesetz" die ihre Behauptung untermauert.

sie sollten nicht von Dingen plappern die sie nur vom Hörensagen kennen...

@K. K. Lacke
auch Ihr Posting stelle ich nun ein, gemeldet habe ich Sie zusätzlich, rechtliche Schritte vorbehalten :

tja... Tatsache ist dass ich längst weiss was sie noch immer nicht recherchiert haben

@Kind40:
da sie es noch immer nicht schnallen: einen solchen Passus finden sie dort nicht

und jetzt viel Spaß beim weiteren Lächerlichmachen

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Sehr geehrte(r) Mann40

Dies ist die Reaktion von K. K. Lacke auf Ihren Forenbeitrag zu
"Initiative für "Null-Promille-Grenze" in der Schwangerschaft" (Link: http://derStandard.at/plink/132... /24437751)

lol, und?

wem wollen sie drohen?

sich selbst?

made my day...

übrigens: eine Sachverhaltsdarstellung an die OeRAK solltens abgeben, so von wegen Anmaßungen ihrerseits... tuns das vielleicht gleich bevor jemand sie anzeigt :D

@K.K.Lacke

Ende der Diskussion mit Ihnen, und zwar für immer.

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